Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Kritiken

Faszinierende Wunderwandelwelt – Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen
Fantastisch: Jennifer Torrence und Adam Rosenblatt
Musik / Konzert
17.08.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Ein in mehrfacher Hinsicht fantastischer, experimenteller, verwirrender und überraschender Abend, gespickt mit bunten Papierbildern, schrägen neuen Tönen, eigenwilligen Geschichten und einer erklecklichen Portion Humor, war in François Sarhans „Wunderwandelwelt“, uraufgeführt auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses, mit allen Sinnen zu erleben. Der französische Künstler Sarhan entführte das interessiertes Publikum am gestrigen Abend in seine wahrhaft wundersamen Welten.

zum Artikel >
Vorläufige Bilanz der Saison: Die Festspiele im Glück
Fröhliche Gesichter des Leading Teams zu Ende einer erfolgreichen Saison, v.l.n.r.: Kaufmännischer Direktor Michael Diem, Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler.
Musik / Konzert
16.08.2019 Fritz Jurmann

Mit etwa 250.000 Besuchern in einer Saison kann eine Bilanz kaum besser sein als jene, die am Freitagvormittag von den Bregenzer Festspielen auf der Parkterrasse der Seetribüne präsentiert wurde. Mit der wichtigen Einschränkung „vorläufig“ allerdings, denn es geht neben einer Produktion auf der Werkstattbühne und dem Orchesterkonzert des SOV in den letzten drei Tagen auch noch um drei große Fragezeichen in Form der letzten drei „Rigoletto“-Aufführungen am See. Das heißt letztlich, dort im Falle von Schlechtwetter-Absagen bis zu 15.000 Zusehen haben oder nicht haben. Warum man dann die Abschluss-Pressekonferenz nicht gleich am Montag abhält, wenn alles klar ist, erschließt sich wohl niemanden. Aber es ist ein lange gepflegtes Ritual, das man so einfach zu akzeptieren gelernt hat.

zum Artikel >
Schnitzlers „Reigen“ mit Franui: Festspiel-Vergnügen auf höchstem Niveau
Deutliche Zustimmung fand bei den Festspielen im großen Haus das „Konzert mit Drama“ genannte Projekt um Schnitzlers berühmtes Schauspiel „Reigen“ mit der Osttiroler Musikbanda Franui als musikalisches Zentrum.
Musik / Konzert
16.08.2019 Fritz Jurmann

Das ist es, was Festspiele können müssen und was Bregenz mit seiner weitsichtigen Intendantin Elisabeth Sobotka auch laufend erfolgreich praktiziert: Den gleichen Stoff dem geneigten Publikum in verschiedenen Varianten vorzusetzen. Denn nur der Vergleich macht sicher, auch wenn er manchmal hinkt. So geschehen in den vergangenen Tagen mit Schnitzlers Schauspiel „Reigen“, das zunächst als zeitgenössische Oper mit der Musik von Bernhard Lang und nun am Feiertag noch als „Konzert mit Drama“ angeboten wurde, mit den beiden Top-Schauspielern Regina Fritsch und Sven-Eric Bechtolf und der herrlich verqueren Osttiroler Musikbanda Franui.

zum Artikel >
Australisches Circustheater in Willi Pramstallers Lustenauer Freudenhaus: Gravity & Other Myths – „A Simple Space“
Kleinkunst / Kabarett
15.08.2019 Peter Niedermair

Sieben athletisch hoch talentierte Akrobaten, fünf Männer und zwei Frauen, schieben ihre physischen Grenzen ins Uferlose und darüber hinaus. Wild, rasend, filigran und in einer Szene empfindlich bis zum Adamskostüm. Der Perkussionist wirbelt mit den Sticks auf dem Schlagzeug und grundiert in forttreibendem Rhythmus die akrobatischen Gustostückerln, treibt den Künstlern den Schweiß aus den Poren, den sich die gut gelaunten Individualisten der Compagnie mit spielerisch lockeren Gesten und weißen Handtüchern abwischen. Das ist Atem anhaltend spannend inszeniert, ironisch-humorvoll und sehr sympathisch entwickelt. Mit allen diesen Zwischenspielen in den Intervallen und Pausen, die sämtliche den menschlichen Grunderfahrungen entsprechen, wird die choreographisch und dramaturgisch aufgebaute Spannung nach bzw. vor den einzelnen Akten wieder abgebaut, das atemlos Leichte kommt wieder zum Atmen, das Publikum kann erleichtert auf- und mitatmen, die Anspannung kann sich lockern, bis der nächste Spannungsbogen sich aufbauen kann. Damit geschieht im Hintergrund als Zwischenspiel, ganz unbemerkt, eine Form von Identifikation mit den Akteuren auf der Bühne. Da wird ein bisschen an einzelnen Lampen, die an Stangen in den vier Ecken der Bühnenfläche postiert sind, auf- und abgedreht … die Ouvertüre zum nächsten Stück hat schon begonnen. Die Akrobaten bauen in höchster Konzentration die folgende Übung auf.

zum Artikel >
Once Upon a Time in Hollywood
Interessante Besetzung und starke Präsenz von Brad Pitt als Mann, dem das Schicksal nichts mehr anhaben kann.
Film / Kino
15.08.2019 Gunnar Landsgesell

Tarantinos neunter und angeblich vorletzter Film: Zwei Desperados (DiCaprio, Pitt) auf der Kehrseite Hollywoods der Siebziger Jahre. Statt einer Geschichte breitet sich eine atmosphärisch dichte Beobachtung aus, die ein erstaunliches Gefühl für den Niedergang der Industrie gibt.

zum Artikel >
Aktuell in den Filmclubs (16.8. - 22.8. 2019)
Ly-Ling und Herr Urgesi
Film / Kino
15.08.2019 Walter Gasperi

Im Kinotheater Madlen steht diese Woche der Dokumentarfilm „Ly-Ling und Herr Urgesi" auf dem Programm. Das Kunsthaus Bregenz zeigt dagegen im Rahmen seines Open-Air-Kinos mit Andrej Tarkowskis „Stalker“ ein Schwergewicht des Autorenfilms.

zum Artikel >
Sooo schön traurig: Junges Opernstudio taucht „Eugen Onegin“ in eine starke Gefühlswelt
Die verträumte Tatjana (die israelische Sopranistin Shira Patchornik) lebt als junges Mädchen auf dem Gut ihrer Mutter.
Musik / Konzert
13.08.2019 Fritz Jurmann

Die Vorgaben für die heurige fünfte Produktion im Opernstudio der Bregenzer Festspiele waren nach einem von Brigitte Fassbaender im Vorjahr grandios verjuxten „Barbier von Sevilla“ von Rossini extrem hoch. Doch der fantasievolle Regisseur Jan Eßinger (36) lieferte heuer ein Beispiel inspirierten Bühnenhandwerks und konnte mit seiner Inszenierung von Tschaikowskys Opernknüller „Eugen Onegin“ gegen die große Meisterin glänzend bestehen. Das zeigte sich bei der ausführlich bejubelten Premiere am Montagabend am Kornmarkt, auch wenn beide Projekte aus ganz verschiedenen Genres stammen und nicht direkt vergleichbar sind.

zum Artikel >
KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee
ANZEIGE
11.08.2019 Manuela Schwaerzler

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

zum Artikel >
Alles ist möglich – Große stilistische Bandbreite und viel Raum für spannende Neuentdeckungen bei den Bezau Beatz
Théo Ceccaldi's Freaks sorgen mit ihren trefflichen Kombinationen von Disparatem für permanente Aha-Erlebnisse (alle Fotos: © Stefan Hauer)
Musik / Konzert
10.08.2019 Peter Füssl

Nie zuvor war das Publikumsinteresse so groß, und wenn die Wetterlage am letzten Tag keinen Strich durch die Rechnung macht, werden die 12. Bezau Beatz einen neuen Zuschauerrekord aufstellen. Mittlerweile trifft man im Gespräch zwischen den Konzerten vermehrt auf in alle Richtungen offene Musik-Touristen, die dieses innovative Festival in den Bergen gleich auch mit einem Kurzurlaub verbinden. Dies ist umso bemerkenswerter, weil Festivalorganisator Alfred Vogel sein Credo „Qualität vor Quote“ durchaus ernst nimmt und auf authentische und außergewöhnliche Künstler setzt, die nicht immer unbedingt leichte Kost servieren. „Gekocht“ wird aber stets auf hohem Niveau. Die drei Konzerte am Abend des zweiten Festival-Tages mit Théo Ceccaldis Freaks, Intensivstation und Trixie Whitley haben das wieder einmal deutlich gemacht.

zum Artikel >
Fisherman's Friends
Am Ende keine Dissonanzen: der Mann aus London (Daniel Mays) und die Frau aus Cornwall (Tuppence Middleton).
Film / Kino
09.08.2019 Gunnar Landsgesell

Londoner Musikproduzent trifft im südwestlichen England auf eine Gruppe singender Fischer, die er gerne zu einem Plattenvertrag überreden würde. Beschwingte Feelgood-Komödie, in der nicht gleich alles rund läuft, nur um am Ende den Erfolg noch größer zu feiern.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)