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Kritiken

Existentielle Rätsel in Aluminium gegossen - Skulpturen von Bruno Gironcoli im Kunstraum Dornbirn
Bruno Gironcoli: Die Ungeborenen 1996-2004 (vorne) u. Ohne Titel - Spitzen 1997-2003 (hinten) (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
12.12.2019 Karlheinz Pichler

Die bühnenhaft installierten, metallen schimmernden Großskulpturen des 2010 verstorbenen österreichischen Bildhauers Bruno Gironcoli bestechen durch eine ungewöhnlich starke, gleichwohl materielle wie inhaltliche Präsenz. Knapp ein Vierteljahrhundert nach der großen Sommerausstellung im Bregenzer Künstlerhaus ist im Kunstraum Dornbirn als weiterer öffentlichen Einrichtung im Land endlich wieder ein Querschnitt zum eigenwilligen Schaffen des Großmeisters der Plastik zu sehen. Gezeigt werden sechs markante skulpturale Settings aus gegossenem Aluminium.

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Aktuell in den Filmclubs (13.12. - 19.12. 2019)
Ein Licht zwischen den Wolken
Film / Kino
12.12.2019 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn ist diese Woche der albanische Spielfilm „Ein Licht zwischen den Wolken“ zu sehen, der im engen Raum eines Bergdorfs Fragen des Zusammenlebens der Religionen verhandelt. Das Skino in Schaan zeigt im Rahmen der Reihe „Gutenberg im Kino“, „Merry Christmas - Waffenstillstand zu Weihnachten“, in dem Christian Carion von einem kurzen Weihnachtsfrieden mitten im Ersten Weltkrieg erzählt.

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Freudvolles Warten mit wunderbaren Künstlerinnen – Die Montforter Zwischentöne schlossen das Jahr mit einem inspirierenden (Advent)Konzert ab
Die Konzertmeisterin Mayumi Hirasaki, die Schauspielerin Martina Gedeck sowie die Sopranistin Dorothee Mields und das Concerto Köln boten im Rahmen der "Montforter Zwischentöne" ein begeisterndes Konzertlebnis, das Poesie und Musik geistreich zueinander in Beziehung setzte. (Foto: Matthias Rhomberg)
Musik / Konzert
12.12.2019 Silvia Thurner

Drei starke Frauen standen im Mittelpunkt des Adventkonzertes mit dem renommierten Concerto Köln. Die Konzertmeisterin Mayumi Hirasaki, die Schauspielerin Martina Gedeck und die Sopranistin Dorothee Mields sorgten mit dem hervorragend zusammengestellten Programm, ihrer sympathisch natürlichen Ausstrahlung sowie faszinierenden Werkdeutungen im Montforthaus Feldkirch für Jubel und Begeisterung.

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Nick Cave and the Bad Seeds: Ghosteen
CD-Tipp
12.12.2019 Peter Füssl

Am 17. Album des australischen Singersongwriters und Poeten Nick Cave mit seiner Langzeitband werden sich möglicherweise die Geister scheiden wie bei keinem zuvor: Zwischen den Extrempolen „genial“ und „langatmig-kitschig“ bleibt wenig Spielraum.

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Überreichung der Förder- und Ehrengaben war eine Feierstunde mit herausragenden Musikdarbietungen
Aaron Pilsan, Elisso Gogibedaschwili, Martin Birnbaumer, Claudia Grava und Jakob Albrecht (v.l.n.r) erhielten die Förder- und Ehrengaben des Landes Vorarlberg. Barbara Schöbi-Fink (ganz links) überreichte in Anwesenheit von zahlreichen Gästen, unter anderem Landtagspräsident Harald Sonderegger (ganz rechts), die Auszeichnungen. (Fotos: Alexandra Serra)
Musik / Konzert
10.12.2019 Silvia Thurner

Die Geigerin Elisso Gogibedaschwili sowie der Pianist Aaron Pilsan erhielten die diesjährigen Fördergaben des Landes Vorarlberg. Mit den Ehrengaben wurden Claudia Grava und Martin Birnbaumer ausgezeichnet, beide sind bedeutende Persönlichkeiten innerhalb der Tanzszene Vorarlbergs. Für sein Lebenswerk konnte der Architekt Jakob Albrecht die Ehrengabe 2019 entgegen nehmen. Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink zeichnete im Rahmen der Überreichung im Montfortsaal in Bregenz die interessanten Biografien der Künstlerinnen und Künstler nach und bot Einblicke in vergangene und aktuelle Projekte.

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Wieder, Gansch & Paul: Ménage à trois
CD-Tipp
10.12.2019 Peter Füssl

Trompeter Thomas Gansch, Posaunist Leonhard Paul und Albert Wieder an der Tuba treffen sich auf kongeniale Weise in ihrer uneitlen Virtuosität, ihrem sicheren Gespür für musikalischen Witz und ihrer stilistischen Offenheit für alles, was Qualität und Unterhaltungswert hat. Ob Stevie Wonders „Isn’t She Lovely“ oder Udo Jürgens‘ „If I Never Sing Another Song”, Georg Michaels “Faith” oder Henry Mancinis “The Days Of Wine And Roses”, die drei Herren präsentieren Welthits, als wären sie extra für diese ausgefallene Instrumentierung geschrieben worden.

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„Borgoland“, „Italienerhüsr“ und „Kolonie“ - Neues Buch über die Trentiner Zuwanderung in Hard
Literatur
09.12.2019 Markus Barnay

Dass die Harder Familien Andreatta, Armellini, Bonetti, Girardelli, Stefani, Tomaselli und Valentini ursprünglich aus dem italienischsprachigen Trentino stammen, ist ziemlich offensichtlich. Dass aber auch Familien mit den Namen Bernhard, Biatel, Brun, David, Gonner, Moschen, Motter, Rohner, Ropele und sogar Schmid Vorfahren haben, die in Borgo, Fiera di Primiero oder Transacqua geboren wurden, weiß ich erst seit der Lektüre von Nicole Ohnebergs und Meinrad Pichlers Buch über die Zuwanderung aus dem Trentino. Um 1910 stammte buchstäblich „halb Hard“, so der Titel des Buches, aus dem Trentino, und dass die Geschichte dieser Hälfte der Bevölkerung (auch wenn es den Forschungen zufolge nicht ganz die Hälfte, sondern eher nur ein Viertel bis ein Drittel war) endlich einmal gründlich aufgearbeitet wurde, ist Joe Armellini zu verdanken. Der Harder Unternehmer war – neben Josef Concin aus Nüziders – einer der ersten Trentiner-Nachkommen in Vorarlberg, die sich, statt sich ihrer Herkunft zu schämen oder sie zu verschweigen, aktiv auf Spurensuche nach ihren Vorfahren begaben. Daraus entstanden Freundschaften, Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden, gegenseitige Besuche, Großveranstaltungen – und Bücher.

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Vorarlberg(e) – Die aquarellierten Panoramen des Rudl Lässer
Aufstieg, 2019, Aquarell, 51x78cm
Ausstellung
09.12.2019 Peter Niedermair

Rudl Lässer ist ein Wanderer durch die Lande und die Landschaften, die südliche Sonne, durch St. Moritz und die Gegend der Silser Seen, vorbei an den Orten, an denen Segantini, der aus der mailändischen Großstadt, die in der aufgehenden Blüte der Industrialisierung stand, heraufkam in die weiteren Horizonte der Silser Seen, nach Maloja, die Serpentinen hinunter ins Bergell ging, nach Stampa, wo die Giacomettis her sind. Mit den Blicken hinüber auf Surlei und Morteratsch. Diese Bergwelt, wie die gesamten Alpen wurden ursprünglich von den englischen Romantikern entdeckt, darunter die Dichter Percy Bysshe Shelley, William Wordsworth, Samuel Taylor Coleridge, Lord Byron, für die beiden Maler William Turner und John Constable war die Landschaft nicht nur der Inbegriff des Naturschönen, sondern darüber hinaus auch die Vision des Vollkommenen und Einzigartigen. Die Unbewohnbarkeit der Städte, durch die stark zunehmende Verschmutzung in den englischen Großstädten zog die englischen Romantiker zunächst hinaus in den Lake District, später an den Genfer See und weiter herauf in diese faszinierende Bergwelt, wo der europäische Adel zwischen Leningrad und London winter- und sömmerlich urlaubte. Es gab Casinos in Maloja und St. Moritz, die ersten Olympischen Winterspiele mit 14 Wettbewerben fanden 1924 statt.

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Stimmungen – Reflexionen. Alfons Kräutler (1907–1993) – Ein neu zu entdeckender Dornbirner Künstler
Klosamarkt, 1925, Pastell, Gouache auf Papier, 14,7 x 19,7 cm (alle Fotos: © Hadwig Kräutler)
Literatur
09.12.2019 Peter Niedermair

Diesen Herbst erschien im Hohenemser Bucher Verlag das auf der Gustav und an der Dornbirner Realschule präsentierte Katalogbuch über das Schaffen des Dornbirner Malers und Grafikers Alfons Kräutler anlässlich seines 25. Todestages (2018). Das von Hadwig Kräutler und Theresia Erne sehr schön gestaltete Buch beleuchtet eine vielseitige, lokal rezipierte Künstlerpersönlichkeit aus bisher wenig bekannter Perspektive. Neben den lesenswerten Textbeiträgen von Petra Zudrell, Werner Matt, Josef Seiter, Reinhard Haller, Johannes Rauch, Klaus Fessler und drei Aufsätzen von Hadwig, Tochter von Alfons Kräutler, zeigt der Band den Künstler in verschiedenen Notizen und Gedanken wie auch Abbildungen seiner Arbeiten, darunter Fotos bisher nicht bekannter Bilder und großformatiger Reproduktionen vieler der im Jahr 2017 entdeckten Grafiken; allesamt Arbeiten auf Papier.

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„work in progress“ – Maria Anwander im Magazin 4
Maria Anwander, In the Studio N°84 Telepathically trying to make Ute Meta Bauer show my work, 2016-2019 (fortlaufend), Pigmentdruck auf Baryt (© Maria Anwander)
Ausstellung
08.12.2019 Peter Niedermair

Die Künstlerin beschäftigt sich in dieser Sonderausstellung mit dem Kunstbetrieb an sich. Dabei reflektiert sie kritisch und mit feinen poetisch-humoristischen Anspielungen das Ausstellungswesen und die Ausstellung als Modell. Gestern Abend wurde im Magazin 4 die Ausstellung, die bis 2. Februar 2020 zu sehen ist, eröffnet.

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