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Kritiken

„Antigone :: Comeback – Eine Probe mit Weigel und Brecht“ – eine Theaterinstallation 2.0
Faszinierend Claudia Renner als Helene Weigel
Theater
22.10.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Zum zweiten und hoffentlich nicht letzten Mal gastierte RAUM+ZEIT, das Künstlerkollektiv, letzte Woche am Vorarlberger Landestheater. Mit dem Stück „Diorama Bregenz :: Der letzte Mensch“, aufgeführt im Magazin 4, begeisterte die Company erst im vergangenen Juni - letzten Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag durfte ein interessiertes Publikum ein weiteres und ganz besonderes Theaterereignis genießen. Die Aufführung stellte jeden einzelnen Zuschauer in den Mittelpunkt. An den vier hintereinander folgenden Abenden konnten jeweils 20 Zuschauer, einzeln im Abstand von 12 Minuten eingelassen, an einer einzigartigen Performance teilnehmen.

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Der Swimmingpool als Konzentrat für Assoziationen und Bruchlinien - Zur Ausstellung „Splash Back“ in der Bregenzer Galerie Lisi Hämmerle
Christine Weber: Heaven, 2019, Öl auf Leinwand (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
22.10.2019 Karlheinz Pichler

In der aktuellen Ausstellung „Splash Back“ in der Bregenzer Galerie Lisi Hämmerle widmen sich fünf Kunstschaffende dem Phänomen des Swimmingpools, der in der Nachkriegszeit dereinst für Verheißung, Freiheit und Hoffnung stand, im Laufe der Zeit aber auch zu einem Symbol des Brüchigen, für Verlusterfahrung und Niedergang wurde.

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Den Opfern einen Namen geben - Neues Buch über die NS-Opfer der Kummenberg-Gemeinden
Literatur
21.10.2019 Markus Barnay

Der Psychiater und Leiter einer „Heil- und Pflegeanstalt“ war gerade 39, als seine Frau ihr zweites Kind zur Welt brachte. Seiner Diagnose zufolge litt das kleine Mädchen unter einer „vererbten Gehirnkrankheit“, was in seinen Augen gleichbedeutend mit einer „angeborenen Minderwertigkeit“ war. Und „Minderwertigkeit“ hieß für ihn „lebensunwert“. Der Psychiater zog die Konsequenzen: Er ließ seine Tochter durch eine Spritze töten. Schon kurz zuvor hatte er auch seine Schwiegermutter in den Tod geschickt – er wählte sie für einen Transport aus, von dem er wusste, dass die Insassen ermordet werden würden. Die beiden Verwandten waren nicht die einzigen, die der Arzt in den sicheren Tod schickte. Insgesamt sind über 300 Patienten der Anstalt ums Leben gekommen, die meisten von ihnen wurden ermordet.

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Catwalk der Eitelkeiten im Theater Kosmos – Ein phantastisches Gastspiel des Salzburger Schauspielhauses
Schauspielhaus Salzburg: „Jedermann (stirbt)" von Ferdinand Schmalz (alle Fotos: © Chris Rogl)
Theater
20.10.2019 Peter Niedermair

Der junge steirische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat Hugo von Hofmannsthals Drama „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ entstaubt, sprachklug für die Gegenwart umgeschrieben und völlig neu interpretiert. Das Auftragswerk wurde am Burgtheater im Februar 2018 uraufgeführt, war ab 30. März 2019 im Schauspielhaus Salzburg zu sehen, war heute und ist morgen, Sonntag, 20. Oktober im Rahmen der österreichischen Theaterallianz im Theater Kosmos in Bregenz zu sehen.

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KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee
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20.10.2019 Manuela Schwaerzler

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

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„Musik in der Pforte“ erwies der österreichischen Komponistin Maria Bach die Reverenz und sorgte für Jubelstimmung
Christine Busch und Elene Meipariani (Violine), Klaus Christa (Viola), Mathias Johansen (Violoncello) sowie Akiko Shiochi am Klavier musizierten im Rahmen von "Pforte um 7" emotionale Werke der österreichischen Komponistin Maria Bach. Um die Musik einem breiteren Publikum bekannt zu machen, spielen sie demnächst eine CD ein.
Musik / Konzert
19.10.2019 Silvia Thurner

Seit Jahren ist es Klaus Christa ein Anliegen, vergessenen Komponistinnen und deren Werken eine Bühne zu bieten. Durch sein Engagement erfährt der Bratschist und künstlerische Leiter der Konzertreihe „Musik in der Pforte“ auch international Anerkennung. So produziert der Südwestdeutsche Rundfunk mit den Pforte-Musikerinnen und -musikern eine neue CD, auf der Werke der österreichischen Komponistin Maria Bach eingespielt werden. Zwei Quintette von Maria Bach, entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, interpretierten Christine Busch und Elene Meipariani (Violine), Klaus Christa (Viola), Mathias Johansen und Conradin Brotbek (Violoncello) sowie Akiko Shiochi am Klavier im Festsaal des Landeskonservatoriums. Darüber hinaus sang der Kammerchor Vocale Neuburg unter der Leitung von Oskar Egle Lieder von Maria Bach und Johanna Müller-Hermann, die die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Die Zuhörenden reagierten begeisterten auf die emotionalen Werkdeutungen.

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Aktuell in den Filmclubs (18.10. - 24.10. 2019)
Streik - En guerre
Film / Kino
17.10.2019 Walter Gasperi

Beim FKC Dornbirn steht diese Woche mit "Streik - En guerre" ein packender Spielfilm über einen Arbeitskampf auf dem Programm. Feinfühlig von Schock, Trauer und langsamem Neubeginn erzählt dagegen Mikhaël Hers in "Mein Leben mit Amanda", der im Rahmen der LeinwandLounge in der Remise Bludenz gezeigt wird.

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Iiro Rantala: my finnish calendar
CD-Tipp
17.10.2019 Peter Füssl

Das Jahr in Iiro Rantalas „Finnischem Kalender“ dauert nur 49 Minuten und 4o Sekunden, vielleicht ist es darum so kurzweilig! Jedem Monat ist eine Komposition und ein launiger Kommentar gewidmet.

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Viele Seiten des Lebens eindrücklich erlebbar gemacht – Bruno Oberhammer an der Orgel und der Bassbariton Clemens Morgenthaler
Bruno Oberhammer an der Rieger-Orgel der Pfarrkirche Höchst sowie der Bassbariton Clemens Morgenthaler zeigten in "Bachs Wege XII" vielschichtige musikalische Zugänge auf.
Musik / Konzert
16.10.2019 Silvia Thurner

„Wege zu Bach“ nennt der Organist und Komponist Bruno Oberhammer eine Konzertreihe, die er für die Rieger-Orgel der Pfarrkirche Höchst konzipiert. Das zwölfte Konzert kreiste unter dem Leitgedanken „Vita et Mors“ rund um die Fülle des Lebens und den dazu gehörenden Tod. Die Aufmerksamkeit lenkten unter anderem Werke von Gerold Amann, Robert Nessler sowie eine Eigenkomposition von Bruno Oberhammer auf sich. Mit der Motette „Die Seelen der Gerechten“ von Joseph Gabriel Rheinberger und insbesondere als Sprecher der berühmten Todesfuge von Paul Celan in Oberhammers Komposition „Passio“ begeisterte der Bassbariton Clemens Morgenthaler.

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Was für eine Aufführung! Phönix Theater Linz mit „Else (ohne Fräulein)“ von Thomas Arzt nach Arthur Schnitzler – Gastspiel im Theater KOSMOS
"Else (ohne Fräulein)" - Phönix Theater (alle Fotos: Helmut Walter)
Theater
16.10.2019 Peter Niedermair

Im Rahmen der Theaterallianz sechs freier österreichischer Theaterhäuser gastiert nach der gestrigen Premiere und noch heute Abend, 16. Oktober 2019, das Theater Phönix Linz mit „Else (ohne Fräulein)“ des Dramatikers Thomas Arzt. In Schnitzlers innerem Monolog von 1924 begehrt die 15-jährige Protagonistin Else gegen die Autoritätsverhältnisse. Thomas Arzt modernisiert die Novelle über Macht und Verführung, Entblößung und Scham nach bald 100 Jahren und bricht mit der klassischen Version. Er teilt den Charakter der jungen Else, die in einem permanenten Dilemma steckt, auf drei Frauen auf, die in der modernen Version in ihrer Entscheidung hin und her gerissen ist und entscheiden muss, ob sie auf das unmoralische Angebot eines alten Mannes eingeht, um ihrem in finanziellen Nöten steckenden Vater zu helfen. Wir erleben drei Else-Schauspielerinnen, die ständig aneinander verzweifeln und in einem Textteppich miteinander und gegeneinander anrennen. Henriette Heine gibt die frühreife, zornige und couragierte Else, Maria Lisa Huber repräsentiert Elses nach Anerkennung strebende, schüchterne, angepasste Seite, und Soffi Schweighofer zeigt die Ängste und Zweifel in diesem jungen Mädchen.

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