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Kritiken

Aktuell in den Filmclubs (13.10. - 19.10. 2017)
Die göttliche Ordnung
Film / Kino
12.10.2017 Walter Gasperi

Das Takino Schaan zeigt diese Woche im Kunstmuseum Liechtenstein Abdherrahamane Sissakos meisterhaften Spielfilm „Bamako“. Eine flotte Komödie über den Kampf Schweizer Frauen fürs Wahlrecht steht dagegen mit „Die göttliche Ordnung“ am Spielboden Dornbirn im Rahmen der "gender:impulstage 2017“ neben zwei Dokumentarfilmen auf dem Programm.

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Talking Heads - Zu Jens Dittmars neuem Roman „Falknis. Eine Mordgeschichte“
Literatur
12.10.2017 Jürgen Schremser

Glaubt man den Verlagsankündigungen zum neuen Buch des liechtensteinischen Autors Jens Dittmar, dann wird uns ein spannendes Gaunerstück mit Lokalkolorit und internationalen Verflechtungen vorgelegt. Ein „widerborstiger Heimatroman“, der mit Anspielungen und Reverenzen an Theodor Storms „Schimmelreiter“ überdies Anschluss an die deutsche Literaturgeschichte sucht. Das ist nicht unbescheiden, nimmt man Maß an der Erzählkunst des 19. Jahrhunderts. Bei Dittmar ist das Spiel mit Reverenzen und Referenzen Programm und macht auch in „Falknis“ einen Gutteil des Erzählaufkommens aus. Leider bleibt dabei das Geschäft, den verbrechensträchtigen Stoff – „Eine Mordgeschichte“ – glaubhaft mit Spannung zu versehen, unerledigt.

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Lizz Wright: Grace
CD-Tipp
12.10.2017 Peter Füssl

Wenn die 37-jährige, aus der ländlichen Kleinstadt Hahira in Georgia stammende Prediger-Tochter Lizz Wright „back to the roots“ geht und ihre ganz persönliche Verbundenheit mit den lieblichen, entspannten, aber irgendwie auch mystisch anmutenden Seiten des US-amerikanischen Südens zelebriert, ist das eine höchst emotionale Angelegenheit. Aus siebzig Songs, die ihr der als Produzent fungierende Singer-Songwriter Joe Henry vorgeschlagen hat, wählte die Sängerin neun Stücke aus, die sie auf ihre unnachahmlich sensible und dennoch kraftvolle Art ganz zu ihren eigenen macht.

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Kleine Veranstalter sind große Gewinner der „Langen Nacht der Museen“
Der Bregenzer Künstler und Grafiker Günter Gruber bereitet den Druck einer Kaltnadelradierung vor (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
10.10.2017 Karlheinz Pichler

Dass vor allem große Kultureinrichtungen in Ballungszentren im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ besuchermäßig voneinander profitieren können, liegt auf der Hand. Schwerer haben es da die kleinen Veranstalter abseits der großen Routen, wie etwa das Museum für Druckgrafik in Rankweil, das Atelier Artquer in Frastanz/Felsenau oder die Artenne in Nenzing. Da sie auf weiter Flur die einzigen Anbieter sind, kommen zwar weniger Leute, dafür bleiben diese viel länger und setzen sich entsprechend intensiver mit dem Dargebotenen auseinander.

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Wolfgang Haffner: Kind of Spain
CD-Tipp
10.10.2017 Peter Füssl

Der renommierte, stilistisch äußerst vielseitige deutsche Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat schon lange ein Faible für spanische Musik, das durch seinen Wohnortwechsel nach Ibiza naturgemäß noch verstärkt wurde. Dennoch setzte er bei der Realisierung seines neuen Projektes nicht auf iberische Jazz-Cracks, sondern auf alte Vertraute, wie Pianist Jan Lundgren, Vibraphonist Christopher Dell, Bassist Lars Danielsson, Trompeter Sebastian Studnitzky und den jungen Gitarristen Daniel Stelter.

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Die neue Garten-Galerie in Heilgard Bertels Atelier Spitzenegg Hohenems – Eröffnung der Ausstellung „Requiem“ am 7. Oktober 2017
Ausstellung
09.10.2017 Peter Niedermair

„Ich will ein Reiter werden.“ Aus dem Kaspar Hauser Lied - Man tut nichts einfach so. Man redet miteinander. Manchmal auch mit sich selbst. Denn die Vielfalt der Meinungen ist auch in jedem einzelnen Menschen vorhanden. Jeder Mensch ist ständig in einem – oft auch kontroversen – Gespräch mit sich selbst. Mit Referenz an Ludwig Wittgenstein und Thomas Bernhard, dessen Literatur Mariella Scherling-Elia, die jetzt gerade, wenn wir hier im Garten vor der neuen Galerie Heilgard Bertels stehen, in Hohenems beerdigt wird, sehr mochte, „Alles was wir sehen, könnte auch anders sein“. Meine frühesten Erinnerungen an meine Kindheit spielen um ein Karussell, bei dem ich auf einem weißen hölzernen Pferd saß, an dessen Hals ich mich festhielt, eine Geschichte, die ein Foto aus diesen Jahren erzählt.

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Eine leichte Gehirnerschütterung. Eine Art psychohistorische Kreisky-Parallelverschiebung - „Die Ermordung Bruno Kreiskys“ von Wolfgang Mörth am Theater Kosmos
Theater
09.10.2017 Peter Niedermair

Am Ende geht man nicht, wie sonst oft nach Theater Kosmos Stücken, mit vielen Fragen hinaus, weil das neue zweistündige Wolfgang Mörth Stück eine Komödie bis zum Schluss bleibt und die Fragen dort auch zu einem Ende gebracht werden, was Melanie, die 25-jährige Protagonistin dezidiert ansagt. „Ich mach das hier fertig. Durch mich ist die ganze Sache ja ins Rollen gekommen. Deshalb bring ich es jetzt auch zu Ende. Also, meine Damen und Herren. Danke, dass Sie hier waren. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Äh... erinnert sich jemand von Ihnen an die Ermordung Bruno Kreiskys?“

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Es werden jedes Jahr mehr ... - Haben und Sein/V#33
Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein für die V#33 zu verfassen © Gerhard Klocker
Literatur
09.10.2017 Annette Raschner

Eine Rolltreppe, vermutlich in einem Einkaufszentrum (Foto: Gerhard Klocker) ziert die neue Ausgabe der von Literatur Vorarlberg herausgegebenen Zeitschrift „V“. 23 Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein mitten unter uns zu verfassen. Laut Statistik Austria waren 2016 achtzehn Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung bzw. 1.542.000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. 8,3 Prozent sind trotz Erwerbstätigkeit armutsgefährdet („Working Poor“). Annette Raschner hat mit Christina Walker und Andrea Gerster gesprochen; beide Autorinnen haben erstmals eine Ausgabe der „V“ kuratiert.

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Organisch und quicklebendig – das „Concerto Stella Matutina“ übertrug ihre sprudelnde Begeisterung auf das Publikum
Das „Concerto Stella Matutina“ begeisterte in kleiner Besetzung mit Kirchen- und Kammersonaten zum „beten und tafeln“ von Heinrich Ignaz Franz Biber.
Musik / Konzert
08.10.2017 Silvia Thurner

Das Barockorchester „Concerto Stella Matutina“ hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf erworben. Im Rahmen des vierten Abonnementkonzertes in der Kulturbühne AmBach waren genau die Wesensmerkmale, die dieses Orchester so besonders auszeichnen, aufs Neue zu erleben. Courage bewiesen die Musiker mit der Werkauswahl, denn eine Sammlung aus zehn Kammer- und Kirchensonaten des Salzburger Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber standen im Mittelpunkt des Abends. Die faszinierend dargebotenen Werkdeutungen mit dem Blick auf das Wesentliche boten ein erfrischendes Erlebnis.

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Irritierend, quälend, real! – „Unter Verschluss“ von Pere Riera am Vorarlberger Landestheater
Großartig: Timo Weisschnur und Judith van der Werff
Theater
08.10.2017 Dagmar Ullmann-Bautz

Gestern feierte das Vorarlberger Landestheater seine zweite Premiere in einer Saison, die dem Motto „Machtspiele“ unterstellt ist. Mit dem Stück „Unter Verschluss“ des katalanischen Autors Pere Riera zeigte das Landestheater die österreichische Erstaufführung eines Machtkampfes, wie er grausliger kaum sein könnte. Der deutsche Regisseur Maik Priebe inszenierte den Abend im Bühnenbild von Mira König.

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