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Kritiken

Parisien - Peirani - Schaerer - Wollny: Out of Land
CD-Tipp
22.06.2017 Peter Füssl

Wenn ein Label vier seiner hervorragenden Zugpferde zusammenspannt, liegen dieser Idee oft eher Business-Interessen als künstlerische Überlegungen zugrunde - dementsprechend kommt bei sogenannten Supergroups nicht selten nur mit Virtuosität kaschiertes Mittelmaß heraus. Das lässt sich von diesem neuen Quartett wahrlich nicht behaupten, denn der deutsche Pianist Michael Wollny, der Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer, der französische Akkordeonist Vincent Peirani und sein Landsmann Emile Parisien am Sopransaxophon verstehen es, ihre kreativen Kräfte, ihren ungezwungenen Umgang mit Genres und Stilen und ihre Lust am Experimentieren zu bündeln und nochmals zu potenzieren

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Positive Erfahrungen an die Jungen weitergeben – Christoph Eberle geht mit der „Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie“ in die zweite Runde
Wolfgang Schwärzler, Günter Lissy, Christoph Eberle, Hostien Samieian und Maria Magdalena Flitz (v.l.n.r) präsentierten die Vorhaben der "Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie"
Musik / Konzert
21.06.2017 Silvia Thurner

Mit der Idee jungen Musikerinnen und Musikern abseits von Ausbildungsstätten ein musikalisches Betätigungsfeld zu bieten, gründete Christoph Eberle im vergangenen Jahr ein Jugendsinfonieorchester. Nach dem erfolgreichen Start weitet sich nun der Aktionskreis. Das Orchester wächst von 66 Musikerinnen und Musikern zu einem Klangkörper mit 85 Mitgliedern an. Christoph Eberle hat mit den Jugendlichen zwischen 13 und 26 Jahren aus Vorarlberg, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz viel vor. Nach fünf intensiven Probentagen in Bizau werden fünf Konzerte mit Werken von W.A. Mozart und Gustav Mahler in den größten Häusern des Landes und im benachbarten Ausland gespielt. Im vergangenen Jahr hat die Gründung des Jugendorchesters in der Szene viel Staub aufgewirbelt und zu hitzigen Debatten über die Notwendigkeit eines neuen Jugendorchesters geführt. Während der Start ohne finanzielle Unterstützung des Landes vonstatten ging, subventioniert nun auch die öffentliche Hand dieses Projekt. Ein zweites Mal hat der im vergangenen Jahr verstorbene Heinrich Schiff eine großzügige finanzielle Unterstützung gegeben, zusammen mit privaten Sponsoren und Vereinsmitgliedschaften wurde nun eine Wiederauflage möglich.

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Nils Wogram Root 70: Luxury Habits
CD-Tipp
20.06.2017 Peter Füssl

Der in Braunschweig geborene und seit vielen Jahren in Zürich lebende Posaunist Nils Wogram ist einerseits mit der Jazztradition bestens vertraut, gilt andererseits aber auch als legitimer Nachfolger des experimentierfreudigen Albert Mangelsdorff und ist permanent auf der Suche nach neuen musikalischen Wegen – etwa mit dem aus vier Posaunisten bestehenden Vertigo Trombone Quartett oder dem ausschließlich aus Bläsern bestehenden Nils Wogram Septett.

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Wahnwitziger Selbstergründungs- und Selbstoptimierungstaumel – tanz ist-Finale mit „Candy’s Camouflage“ von Liquid Loft/Chris Haring
Katharina Meves, die schwangere Stephanie Cumming und Karin Pauer beherrschen das filmtechnische Handwerk mittlerweile gleichermaßen souverän wie die Performancekunst (alle Fotos: Stefan Hauer)
Tanz
18.06.2017 Peter Füssl

Mit „Candy’s Camouflage“ präsentierten Liquid Loft/Chris Haring am Dornbirner Spielboden den dritten und letzten Teil ihrer von Andy Warhols frühen filmischen Arbeiten inspirierten Performance-Reihe „Imploding Protraits Inevitable“. War der letztes Jahr aufgeführte zweite Teil „False Coloured Eyes“ noch als grellbunte Selbstdarstellungsorgie konzipiert, so war die diesjährige siebzigminütige Performance durch Reduktion in allen Bereichen gekennzeichnet – von sechs auf drei Darsteller, von psychedelischen Farben auf Schwarzweiß, von wildem Durcheinander auf ruhige Konzentration. Ein sehr intensives Erlebnis, das weit mehr Fragen aufwarf, als es Antworten gab.

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Er kam, spielte und faszinierte – Martin Skamletz und das Concerto Stella Matutina boten viel, aber Herbert Walser-Breuß zog alle in seinen Bann
Herbert Walser-Breuß zog beim dritten Abonnementkonzert des "Concerto Stella Matutina" unter der Leitung von Martin Skamletz mit seiner Interpretation des Trompetenkonzertes von Johann Nepomuk Hummel die Zuhörenden in seinen Bann. Neben seiner klangsinnlichen und virtuosen Spielart lenkte auch die linkshändig gespielte Klappentrompete die Aufmerksamkeit auf sich.
Musik / Konzert
18.06.2017 Silvia Thurner

Es ist ein Markenzeichen des „Concerto Stella Matutina“, spezielle und hochkarätige Konzertprogramme zu präsentieren. Hier erklingen zahlreiche Kompositionen, die über Jahrhunderte in Archiven verstau(b)t lagen. Martin Skamletz ist Flötist beim CSM und Musikhistoriker. Seine Forschungen über Luigi Cherubini bildeten den Ausgangspunkt für die Programmgestaltung des dritten Abonnementkonzertes. Viel Wissenswertes war in diesen einen Abend verpackt, der zweigeteilt wirkte. Während in der ersten Hälfte die Informationen über Wirkweisen von Musik und Politik, französische Opernkompositionen und spezifisch wienerische Instrumentierungen die Musikdarbietungen fast in den Hintergrund drängten, wurde die zweite Konzerthälfte zu einem musikalischen Glanzpunkt, der in die Orchestergeschichte des CSM eingehen wird. Auf einer Klappentrompete interpretierte Herbert Walser-Breuß mit seiner unvergleichlich souveränen Spielart und musikalischen Aussagekraft das Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel.

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Neuer TAK-Spielplan - Von Recht, Gerechtigkeit und der Hoffnung, die das Glück verheißt
Die Broschüre zur TAK-Saison 2017/18
Theater
15.06.2017 Anita Grüneis

„Wir proben jetzt schon zwei Wochen hier und haben gemerkt, wie schnell man mit den Leuten ins Gespräch kommt. Da fragt man sich dann automatisch: Was hat Michael Kohlhaas mit Liechtenstein und der ganzen weiteren Region zu tun?“, meinte Regisseur Tim Kramer bei der Präsentation der TAK-Spielzeit 2017/18. Am 16. September wird mit seiner Inszenierung von Kleists „Michael Kohlhaas“ die neue Saison eröffnet. Sie steht unter dem Motto: „Oh glücklich, wer noch hoffen kann“.

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Aktuell in den Filmclubs (16.6. - 22.6. 2017)
Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki
Film / Kino
15.06.2017 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche den wunderbaren, weil völlig untypischen finnischen Boxerfilm „Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“. Im Takino Schaan steht dagegen die Komödie „Parada“ auf dem Programm, in der Srdan Dragojevic mit der homophoben Stimmung auf dem Balkan abrechnet.

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Wonder Woman
Ein Schild wie Captain America: Im Reich der Amazonen.
Film / Kino
14.06.2017 Gunnar Landsgesell

Halbgöttin Diana aus Amazonien trifft auf böse Deutsche im Ersten Weltkrieg. Ihr Auftrag: Den Krieg aus dieser Welt zu schaffen. Regisseurin Patty Jenkins setzt mit ihrer bedachten Inszenierung ein Zeichen im männlich besetzten Superhelden-Betrieb.

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„Beispielgebend für Museen im ländlichen Raum“ - Das Frauenmuseum Hittisau erhält den Österreichischen Museumspreis 2017
Das Frauenmuseum Hittisau, das erste und einzige Frauenmuseum Österreichs, versteht sich als Ort der Auseinandersetzung, der Diskussion, der Reibung.
Aktuell
13.06.2017 Christina Porod

Mit dem Österreichischen Museumspreis 2017 erhält das Frauenmuseum Hittisau die höchste staatliche Auszeichnung für Museen in Österreich. Der Preis ist mit € 20.000,- dotiert.

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Chick Corea: The Musician
CD-Tipp
13.06.2017 Peter Füssl

Am 12. Juni feiert mit Armando Anthony „Chick” Corea eine der zentralen Lichtgestalten des zeitgenössischen Jazz ihren 76. Geburtstag, wobei Corea in künstlerischer Hinsicht schon anlässlich seines Siebzigers in ganz großem Stil jubilierte – mit zehn Bands und 46 ausverkauften Konzerten im New Yorker Blue Note-Club. Die Highlights dieser Abende liegen nun in einem 3 CD-Set (für wahre Fans in einer special edition um eine Blu-Ray erweitert) vor und ergeben einen schönen Überblick über einige der wichtigsten Stationen im Schaffen dieses unter anderem mit 22 Grammys dekorierten Komponisten und Ausnahmepianisten.

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