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Kritiken

Torres: Three Futures
CD-Tipp
21.11.2017 Peter Füssl

Das vor zwei Jahren erschienene, fabelhafte Album „Sprinter” brachte Torres, die eigentlich Mackenzie Scott heißt, eine größere Fan-Gemeinde ein. Nicht etwa, weil das Album so leicht zu konsumieren gewesen wäre, sondern weil es in seiner Direktheit und Unmittelbarkeit, in seiner gnadenlosen Zurschaustellung von Ängsten und Obsessionen faszinierend war und von einer kraftvoll hypnotisch wirkenden Stimme getragen wurde. Die aktuelle Produktion „Three Futures“ der mittlerweile 26-jährigen, in New York lebenden Singer-Songwriterin geht um nichts weniger unter die Haut als das Vorgängeralbum.

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„Wald, hau dich über die Häuser!“ - Der Autor Christian Futscher hat einen neuen Erzählband geschrieben
Literatur
19.11.2017 Ingrid Bertel

In seinem neuen Erzählband versammelt Christian Futscher Elogen auf die Stadt, Lesefrüchte eines Büchernarren und Eindrücke eines gewitzten Flaneurs.

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Mit Bild, Wort und Ton zu vielgestaltigen musikalischen Aussagen – vier neue Werke wurden bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“ erstmals aufgeführt
Das "Quartetto Maurice" mit Laura Bertolino, Aline Privitera, Georgia Privitera und Francesco Vernero beeindruckte bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" durch seine bewundernswerte Flexibilität.
Musik / Konzert
19.11.2017 Silvia Thurner

Kompositionen mit Symbolkraft präsentierte das italienische Streichquartett „Quartetto Maurice" bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“. Vier Uraufführungen von Yukiko Watanabe, Pia Palme, Joanna Bailie und Alexander Chernyshkov führten mittels Streichern, Objekten, elektromechanischen und elektronischen Instrumenten sowie Videoprojektionen die Zuhörenden in vielschichtig interpretierbare musikalische Welten. Nur schade, dass fehlende vermittelnde Gespräche und Informationen die Zuhörenden und ihre Wahrnehmungen mitunter in der Beliebigkeit stecken ließen.

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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – der Kulturpreis Vorarlberg 2017 in der Kategorie Jazz wurde an die „Band der Nominierten“ vergeben
Das Auswahlverfahren für den mit 10.000 Euro dotierten "Kulturpreis Vorarlberg 2017" war ein singuläres und höchst spannendes Konzertereignis. Gewonnen hat schließlich die "Band der Nominierten". Anerkennungspreise zu je 2.500 Euro erhalten die Singer- Songwriterin Veronika Morscher und der Vibraphonist David Soyza.  v.l.n.r. Johannes Bär, Andreas Broger, Veronika Morscher, Martin Grabher, Fabio Devigili, David Soyza, Benny Omerzell. (Foto: Maurice Shourot)
Musik / Konzert
18.11.2017 Silvia Thurner

Zum dritten Mal schrieben das Casino Bregenz und die Sparkasse Bregenz den Kulturpreis 2017 aus. Nach dem Schauspiel und dem Tanz stand der Jazz im Mittelpunkt des Interesses. Doch dieses Mal lief alles anders. Die für den Preis Nominierten - der Multiinstrumentalist Johannes Bär, die Saxophonisten Andreas Broger und Fabio Devigili, der Schlagzeuger Martin Grabher, die Singer- Songwriterin Veronika Morscher, der Pianist Benny Omerzell und der Vibraphonist David Soyza – traten nämlich nicht gegeneinander an, sondern miteinander auf. Bei der Vorauswahl begeisterte die Performance der Band das Publikum und überzeugte auch die Juroren. Diese trafen eine kluge und mutige Entscheidung. Sie vergaben den Hauptpreis einstimmig an die Band der Nominierten, Anerkennungspreise erhielten Veronika Morscher und David Soyza.

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Blick zurück nach vorn – Die Sofa Surfers im Spielboden
Die Sofa Surfers aus Wien waren zu Gast im Spielboden (Fotos ©: Michael Fritz / Spielboden).
Musik / Konzert
18.11.2017 Thorsten Bayer

Ihr 20-jähriges Jubiläum feierte die Wiener Band am Freitagabend im gut besuchten Spielboden. Seit 1997 haben die fünf Musiker einige Metamorphosen hinter sich. Die Bandbreite ihres Schaffens zwischen clubtauglichen Elektrobeats im Stil von Kruder & Dorfmeister einerseits und Minimal Rock andererseits ist eine ihrer größten Stärken. Auf der Bühne spielten sie dieses Können nicht immer aus. Erlebenswert blieb der Gig allemal; nicht nur wegen der beeindruckenden Projektionen.

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Ein todernstes Geschäft – „Tod eines Komikers“ im Theater Kosmos
Steve Johnston (Dominique Horwitz) mit Freundin Maggie (Lisa Hofer)
Theater
17.11.2017 Dagmar Ullmann-Bautz

Eine Bühne, wie man sie aus Cabarets oder von Showbühnen kennt, von Lichtern umfasste Stellwände, die sich in Drehtüren verwandeln und symbolisieren, in welches Hamsterrad, in welches Karussell man im Showbusiness geraten kann.

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Von anderswo nach Bludenz und von dort in die Welt – die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ wurden mit ausdrucksstarken Kompositionen eröffnet
Das israelische Ensemble "Nikel" gastierte erstmals bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" und überzeugte auf allen Linien.
Musik / Konzert
17.11.2017 Silvia Thurner

Die diesjährigen „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ erlebten einen starken Auftakt mit zwei aussagekräftigen Uraufführungen von Enno Poppe und Klaus Lang sowie Werken von Ann Cleare und Elena Rykova. Die vier Herren des renommierten Ensembles „Nikel“ musizierten mit einer bewundernswerten Präzision und Konzentration. Erfreulich viele musikbegeisterte Menschen fanden sich in der Remise ein, um Musik auf der Höhe unserer Zeit zu hören. So wurden die Komponisten und die Musiker in guter Atmosphäre gefeiert.

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Programm der Bregenzer Festspiele 2018 mit großen Namen – Trotz Vielfalt auch Engagement für Neues
Auf der Hinterbühne des Festspielhauses inszenierte das Leading Team der Bregenzer Festspiele samt Gästen die Pressekonferenz für das Programm 2018, v.l.n.r. Pressesprecher Axel Renner, Hausopern-Regisseur Johannes Erath, Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler, Schauspieler Karl Markovics als Regisseur der Opern-Uraufführung „Das Jagdgewehr“ und der kaufmännische Direktor Michael Diem.
Musik / Konzert
16.11.2017 Fritz Jurmann

Das Podium ist wie immer, wenn die Bregenzer Festspiele zu einer Pressekonferenz laden, schon für sich eine Inszenierung. Diesmal finden sich am späten Donnerstagvormittag zur Programm-Präsentation für die Saison 2018 auf der Hinterbühne des Festspielhauses dicke weiße brennende Kerzen, am Boden ausgeschüttete Golddukaten und verstaubte Bücher. Es sind Indizien für die Atmosphäre aus kirchlicher Korruption und menschlicher Gewalt, in der die in der Renaissance angesiedelte, mit Spannung erwartete Hausoper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt spielen wird.

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Aktuell in den Filmclubs (17.11. - 23.11. 2017)
Stray Dog - Nora inu
Film / Kino
16.11.2017 Walter Gasperi

Das Takino Schaan zeigt diese Woche nochmals in der Reihe "Vintage Cinema" mit "Stray Dog - Nora inu" einen frühen meisterhaften Krimi von Akira Kurosawa in digital restaurierter Fassung. Beim Filmforum Bregenz steht mit Raoul Pecks "I Am Not Your Negro" ein Essayfilm auf dem Programm, der mitreißend mit dem Rassismus in den USA abrechnet.

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Einmal Fiktion hin und zurück - Ein Besuch der Internationalen Filmfestspiele von San Sebastián vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Katalonien
Blick auf den Urumea Fluss und das Victoria Eugenia-Theater in San Sebastián / Baskenland © Haizea Alberdi
Film / Kino
16.11.2017 Pau Bösch Torra

Die spontane Protestkundgebung vor dem Finanzministerium: An jenem Mittwoch strömten schon in den frühen Morgenstunden Tausende von Menschen aus allen Teilen des Landes ins Zentrum Barcelonas. Viele von ihnen hatten sich einfach ohne lange zu überlegen ins Auto gesetzt, andere schauten auf dem Weg zur Arbeit dort vorbei. Die Menschenmenge wurde von Stunde zu Stunde größer, und im Laufe des Tages entwickelte sich aus einem improvisierten Aufruf eine durchorganisierte Protestkundgebung. Aus dem Nichts tauchten Essen und Trinken auf, mit Megaphonen wurden Reden gehalten, lokale Musikgrößen gaben überraschend Konzerte. Am selben Abend war zu einem Straßenfest geworden, was am Morgen als spontaner Protest gegen den Überraschungscoup der Guardia Civil begonnen hatte. Einheiten dieser spanischen Militärpolizei waren auf richterlichen Befehl in das katalanische Finanzministerium eingedrungen, hatten dort Spitzenbeamte verhaftet und Kisten voller beschlagnahmter Dokumente davongeschleppt. Am Tag danach, am 21. September, triumphierte die Madrider Tageszeitung “El Mundo”, dass diese Aktion dem katalanischen Referendum den Todesstoß versetzt habe. 10 Tage später, am 1. Oktober, fand die Volksabstimmung aber trotzdem statt. Die Begleitumstände dürften auch in Österreich hinreichend bekannt sein.

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