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Kritiken

Rosario Bonaccorso: A Beautiful Story
CD-Tipp
28.03.2017 Peter Füssl

Wenn einen der italienische Kontrabassist Rosario Bonaccorso auf eine musikalische Reise einlädt, ist ein lustvolles Erlebnis garantiert, wie das vor zwei Jahren erschienene Album „viaggiando“ eindrucksvoll bewiesen hat. Mit den zwölf Eigenkompositionen auf „A Beautiful Story“ schließt er nun nahtlos an das Erfolgsrezept aus eingängigen Melodien und zündenden, mitunter raffinierte Haken schlagenden Rhythmen an, mischt es aber durch das Engagement dreier zukunftsträchtiger „young lions“ der quicklebendigen italienischen Jazzszene mit zusätzlichem Sprengstoff an.

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WER WOLLEN WIR SEIN? - Thementag im vorarlberg museum
Aktuelle Ausstellung „Soziale Skulptur“ von Ines Agostinelli (vorarlberg museum)
Ausstellung
27.03.2017 Emma Fechtig

Die Themen Flucht, ineinandergreifende Perspektiven und Utopien wurden beim hochkarätig und international besetzten Symposium, das als Teil der Ausstellung „Soziale Skulptur“ von Ines Agostinelli im vorarlberg museum stattfand, beleuchtet. Wissenschaftler, Sozialarbeiter und Betroffene versuchten auf die elementare Frage: Wer wollen wir sein, eine Antwort zu finden.

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Die synchrone Kraft der Gruppe – Das St. Galler „Panorama Dance Theater“ schwärmt mit höchster Energie aus
Die sechs Tänzer von THE WISDOM OF THE CROWD und ihr müheloser Tanz durch den Parcours | © Flavio Ferrari
Kritiken
27.03.2017 Mirjam Steinbock

Im Gleichschritt laufen, miteinander singen, gemeinsam tanzen. Synchron zu sein gibt Energie, Sicherheit und ein getragenes Gefühl. Dieses Phänomen machen sich einige Arten des Tierreichs regelmäßig zunutze, um Futter zu finden und sich vor Feinden zu schützen. Bei Untersuchungen am Schwarmverhalten von Heringen, Staren oder Heuschrecken entdeckten Wissenschaftler die Intelligenz der Gruppe. Die Kulturwissenschaftlerin Ann Katrin Cooper und der Tänzer Tobias Spori forschten für ihre neue Tanzproduktion THE WISDOM OF THE CROWD genau an diesem Thema, fanden in einer Audition fünf weitere Tänzer und produzierten ein Stück, das sich mit den unterschiedlichen Konstellationen und Emotionen innerhalb eines Kollektivs beschäftigt.

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„Brokkoli essen, Neapel sehen und dann sterben!“ - „Itinera Italica“ - Die Rom-Aufenthalten der Mönche des Klosters St. Gallen
Literatur
26.03.2017 Annette Raschner

Ein wunderbar sorgfältig gestaltetes Buch eröffnet Einblicke in den Tourismus des 18. Jahrhunderts. „Itinera Italica“ widmet sich den Rom-Aufenthalten der Mönche des Klosters St. Gallen.

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Von der Kunst, mit dem Körper eins zu sein – TanzuferInternational zeigt mit "creatura" die Schönheit des Wesens
Animalische Bewegungen und Laute im Kellergewölbe des Atelier Capelli bei "creatura" | © Melanie Büchel
Tanz
25.03.2017 Mirjam Steinbock

Rungelin bei Bludenz ist ein pittoreskes Dorf mit schmalen, kurvigen Straßen und alten Häusern. Gleich neben der Ortskapelle liegt das Atelier Capelli, dessen BetreiberInnen über die Jahre vielen Kunstschaffenden Raum boten. So auch Ursula Sabatin, künstlerische Leiterin von Tanzufer, die die gute Gastgeberschaft der Capellis schätzt. Für die Premiere ihrer neuen Produktion wählte sie erneut diesen Ort mit seiner ausgefallenen Architektur und dem fantastischen Ausblick. Gemeinsam mit Bettina Neuhaus und Paolo Cingolani pflanzte die Künstlerin „creatura“ passgenau in das Atelier ein. Von einem Stück oder einer Produktion zu sprechen, wird „creatura“ allerdings kaum gerecht. Hierbei handelt es sich vielmehr um ein eigenes Wesen, dem das Trio mit Tanz, Sprache, Improvisation und viel Erfahrung authentisch Leben einhaucht.

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Der junge Karl Marx
Engels und Marx: der eine gebeutelt durch den ausbeuterischen Wohlstand seiner Familie, der andere durch die Schulden, die er als Autor macht.
Film / Kino
23.03.2017 Gunnar Landsgesell

Zu Zeugen des aufkeimenden Frühkapitalismus macht Regisseur Raoul Peck seine drei jungen Akteure: Marx, Engels und Jenny von Westphalen führen das Leben gesellschaftlicher Außenseiter, die noch weit von dem entfernt wirken, was später zum Kommunismus wurde. Ein solides Zeitbild und Porträt mit Witz.

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Aktuell in den Filmclubs (24.3. - 30.3. 2017)
La fille inconnue - Das unbekannte Mädchen
Film / Kino
23.03.2017 Walter Gasperi

TaSKino Feldkirch und Filmforum Bregenz zeigen diese Woche mit „La fille inconnue – Das unbekannte Mädchen“ den neuen Film der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne. In der Kammgarn Hard bietet Gianfranco Rosi mit seinem Dokumentarfilm „Sacro Gra – Das andere Rom“ Einblick in das alltäglichen Leben an der Stadtautobahn Roms.

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Reinhard Micko Quartet: Coming Home
CD-Tipp
21.03.2017 Peter Füssl

„Schönheit“ und „Leichtigkeit“ sind nicht unbedingt Eigenschaften, die der durchschnittliche Musikhörer mit Jazz in Verbindung bringt, der Wiener Pianist Reinhard Micko hat sie aber zu Eckpunkten seines musikalischen Konzeptes erhoben. Das bedeutet freilich nicht, dass einige von Mickos neun Eigenkompositionen auf seiner ersten CD nach einer mehrjährigen burn-out-bedingten Pause nicht durchaus komplexer Natur wären, auch wenn sie sich von den Melodien und Harmonien her durchaus gehörgefällig geben.

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Anders Veiel im TAK - Geld ist kein Wirtschaftswert
Filmemacher Anders Veiel
Film / Kino
20.03.2017 Anita Grüneis

Der Autor, Film- und Theaterregisseur gab in Schaan einen Einblick in sein Schaffen, sein Engagement und einen Ausblick auf seinen neuesten Film über Joseph Beuys, der im Mai in die Kinos kommt. „Wir melken die Kuh, solange sie Milch gibt“, hieß die Veranstaltung, die das Kunstmuseum in Kooperation mit dem TAK veranstaltete. Der Titel geht auf Gudrun Ensslin zurück, die den Ausdruck „Himbeerreich“ als Synonym für eine konsumorientierte Warenwelt verwendete. „Das Himbeerreich“, so nannte Anders Veiel auch sein Theaterstück, das er aus einer Interviewsammlung mit 24 ehemaligen Bankvorständen entwickelte.

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„Man sieht Sie aber immer spazieren!“ - Robert Walsers Erzählung „Der Spaziergang“ sowie weitere Prosastücke liegen nun in einer wunderbar genau edierten kritischen Ausgabe vor
Literatur
20.03.2017 Ingrid Bertel

Robert Walser starb am 25. Dezember 1956 auf einem seiner ausgedehnten Spaziergänge in Herisau bei St. Gallen. Das letzte Bild zeigt ihn im Schnee liegend, der weite Schalkragen seines Pelzmantels lässt den korrekten Dreiteiler, den er stets trug, erahnen, die elegant geknotete Krawatte. Ein paar Meter entfernt sieht man den Hut im unberührten Schneefeld. Robert Walser liegt auf dem Rücken, die Augen weit geöffnet zum Himmel. Es ist ein Bild von so ultimativer Einsamkeit, dass man es schwerlich vergessen kann, und es verlässt einen auch nicht bei der Lektüre all der heiteren „Spaziergänge“, mit denen er uns LeserInnen beschenkt.

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