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22.12.2009 |  Peter Füssl

Vienna Art Orchestra: Third Dream

Nach dem opulenten, auf drei Abende angelegten Konzertzyklus „European Visionaries – American Dreams“, mit dem das Vienna Art Orchestra sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert hat, wollte Mathias Rüegg wieder ganz andere Wege einschlagen und formierte ein völlig neues Orchester, das neben einigen Jazzern vor allem aus Musikern der Wiener Klassik-Szene besteht, die sich in jazzverwandten, improvisatorischen Stilen gleichermaßen zuhause fühlen.

Für „Third Dream“ schrieb Rüegg dem neuen Klangkörper eine Reihe von ausgeklügelten Kompositionen auf den Leib, wobei er lustvoll mit tradierten Formen spielt, mit außergewöhnlichen Klangfarben und –kombinationen verblüfft, unkonventionelle Dialoge initiiert und den Solisten viel Platz für atemberaubende Höhepunkte lässt. Da wären unter anderem die Saxophonisten Harry Sokal und Joris Roelofs zu nennen, der Trompeter Juraj Bartos, die Sängerin Corin Curschellas oder die quirlige Perkussionistin Ingrid Oberkanins. Auf einer zweiten CD stellen sich die einzelnen Musiker in kleineren kammermusikalischen Ensembles vor und spielen ebenfalls Rüegg-Kompositionen – mit einer Ausnahme: einer wunderschönen Interpretation von Liszts „Liebestraum“ durch Johanna Gröbner am Piano und Joris Roelofs auf der Klarinette. „Third Dream“ wird auch als aufwändig designtes und nur in einer limitierten Auflage von 444 Stück erhältliches Kunstobjekt der in Wien lebenden Vorarlbergerin Elisabeth Kopf angeboten (siehe www.vao.at).
(art-records/Extraplatte)

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