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CD-Tipp

Joel Ross: KingMaker
CD-Tipp
22.06.2019 Peter Füssl

Der erst 23-jährige, in Chicago geborene Joel Ross hat sich in der New Yorker Szene auf seinem Vibraphon bereits einen exzellenten Ruf erspielt und veredelte schon Alben von Makaya McCraven, Matthew Stevens oder James Francies, ehe er nun auf dem Blue Note-Label in die Fußstapfen legendärer Virtuosen auf diesem Instrument wie Milt Jackson, Bobby Hutcherson oder Stefon Harris tritt.

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Shalosh: onwards and upwards
CD-Tipp
18.06.2019 Peter Füssl

„Shalosh is not just a band, it’s an idea” – so erklärt der junge israelische Pianist Gadi Stern das Musizier- und Lebensgefühl des gleichberechtigt agierenden Trios mit seinem Kindheitsfreund, dem Drummer Matan Assayag, und dem auch schon in Jugendjahren dazugestoßenen Kontrabassisten David Michaeli. Bunt, ungestüm und unkonventionell wie ihre Heimatstadt Tel Aviv ist auch die im Kollektiv geschriebene Musik, die sich – wie die namentlich genannten Einflüsse Nirvana, Brahms und The Bad Plus schon erahnen lassen – wenig um Stilgrenzen schert.

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Knoedel. Still. „Kaum etwas endet so, wie es anfängt“
CD-Tipp
13.06.2019 Silvia Thurner

Die Tiroler Band „Knödel“ war in den 1990er Jahren eine viel beachtete und gefeierte Truppe. Schon damals haben die Musikerinnen und Musiker rund um Christof Dienz die dazumal aufkommende Erneuerung der traditionellen Volksmusik auf ganz unverwechselbare Weise mitgetragen und weiterentwickelt. Nun - nach siebzehn Jahren Pause - bat der Komponist und Fagottist Christof Dienz seine Freunde zum gemeinsamen Musizieren ins Studio. Alle, bis auf ein ehemaliges Mitglied, nahmen die Einladung an und spielten eine wunderbar entspannte und zugleich tiefsinnige CD mit dem bezeichnenden Titel „still“ ein. Die Verwurzelung in der alpinen Volksmusik ist in Christof Dienzs Kompositionen nachvollziehbar. Doch weit darüber hinaus gibt es in den vielfältig zusammen gestellten Werken viel Überraschendes, eine poetische Melancholie sowie eine feine Brise Humor zu entdecken.

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Esperanza Spalding: 12 Little Spells
CD-Tipp
11.06.2019 Peter Füssl

Mit 20 Jahren ist sie die jüngste Dozentin aller Zeiten am renommierten Berkeley College of Music in Boston geworden, seit 2017 hat sie eine Professur an der Harvard University, hat vier Grammys zuhause und sieben Studioalben produziert, die von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurden. Dabei macht es die geniale Bassistin/Sängerin/Komponistin Esperanza Spalding ihren Fans nicht eben leicht, denn sie agiert völlig unvorhersehbar, sucht zunehmend extreme Herausforderungen und entwickelt sich immer weiter – vielleicht vergleichbar mit Björk – in Richtung eines stets innovativen, personifizierten Gesamtkunstwerkes

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Kelsey Lu: Blood
CD-Tipp
04.06.2019 Peter Füssl

Lady Gaga, Solange, Blood Orange, Father John Misty, Sampha, Florence Welch – noch um einiges länger wäre die Liste an Stars aus den unterschiedlichsten Genres, die sich der Cello- und Sangeskunst von Kelsey Lu bedien(t)en. In eigener Sache ließ die 28-Jährige aus North Carolina, die nach einer künstlerischen Zwischenstation am Big Apple mittlerweile in Los Angeles gelandet ist, bislang erst mit der 2016 in einer Kirche live eingespielten EP „Church“ aufhorchen.

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Michele Rabbia / Gianluca Petrella / Eivind Aarset: Lost River
CD-Tipp
01.06.2019 Peter Füssl

Wer sich für ansatzweise jazzinfizierte, elektronische Soundtüfteleien jenseits gängiger musikalischer Konventionen nicht erwärmen kann, sollte dieses Album meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wer aber schon Eivind Aarsets 2012 veröffentlichtes ECM Debüt „Dream Logic“ mit dem norwegischen Elektronic-Freak Jan Bang spannend fand, wird „Lost River“ als Eldorado für außerordentliche Hörerlebnisse feiern.

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The National: I Am Easy To Find
CD-Tipp
29.05.2019 Peter Füssl

Beziehungsprobleme, Trennungsängste, gescheiterte Liebe, das Gefühl, nicht mit- und nicht ohne einander Leben zu können – Melancholie, Resignation und Weltschmerz in kluge und bildreiche Texte gegossen: Von den Themen her ist also auch beim achten Studioalbum alles wie gehabt bei Matt Berninger, den Dessner- und den Devendorf-Brüdern, die vor 20 Jahren aus Ohio nach Brooklyn zogen, um die Welt mit ihrem Indie-Rock zu erobern. Und dennoch ist alles – auf wohltuende Weise – auch ganz anders!

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Kompost 3: Abyss/Aloft
CD-Tipp
23.05.2019 Peter Füssl

Zum zehnjährigen Band-Jubiläum beschenken sich Kompost 3 selber und ihre zahlreichen Fans mit einem kaum zu überbietenden musikalischen Gegensatzpaar: „Abyss“ und „Aloft“.

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Klaus Michler - km special : Fusion Project 1
CD-Tipp
21.05.2019 Peter Füssl

An manchen Geburtstagsgeschenken darf auch die Allgemeinheit partizipieren, etwa an der vorliegenden CD, die sich der gitarrespielende Apotheker bzw. pharmazeutisch ausgebildete Gitarrist Klaus Michler zum 55. Geburtstag selber geschenkt hat. Unter dem Pseudonym km special spielte der Vorarlberger Fusion-Aficionado mit einer Handvoll ausgesuchter Profis zehn seiner Eigenkompositionen im Dornbirner TonZoo ein.

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Angélique Kidjo: Celia
CD-Tipp
16.05.2019 Peter Füssl

Nicht alle 16 Studioalben der 1960 in Benin geborenen Angélique Kidjo sind vorbehaltlos zu empfehlen, aber die grammygekürten „Djin Djin“, „Eve“ und „Sings“ mit dem Orchestre Philharmonique Luxembourg oder die letztjährige originelle Bearbeitung des Talking Heads-Klassikers „Remain in Light“ sind es – und auch die nun vorliegende Hommage an die 2003 verstorbene, kubanisch-amerikanische „Queen of Salsa“ Celia Cruz zählt zu den absoluten Highlights in Kidjos Oeuvre.

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Andrew Bird: My Finest Work Yet
CD-Tipp
14.05.2019 Peter Füssl

Das 15. Studioalbum „My Finest Work Yet“ des unkonventionellen Multiinstrumentalisten und Singersongwriters Andrew Bird mag vielleicht – wie der Titel ironisch suggeriert – tatsächlich sein bestes sein, ist aber ganz sicher sein politischstes. Denn der exzellente Geiger aus Chicago bezog seine Inspirationen zum Gros der neuen Songs aus dem politischen Wandel nach dem Wahlsieg Donald Trumps, der die Spaltung der US-Gesellschaft nochmals vertieft hat.

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Areni Agbabian: Bloom
CD-Tipp
09.05.2019 Peter Füssl

In gar nicht so seltenen Fällen sind gerade die wohlüberlegte klangliche Reduktion und ein wundervoll ausgewogenes Verhältnis zur Stille jene Voraussetzungen, die außergewöhnliche Musik in voller Pracht erblühen lassen. So zu erleben bei „Bloom“, dem ECM-Debütalbum der jungen, in Santa Monica geborenen improvisierenden Vokalistin, Pianistin, Geschichtenerzählerin, Performerin – die Liste ihrer Interessensgebiete und bisherigen Aktivitäten ließe sich noch lange fortsetzen – Areni Agbabian.

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Daniel García Trio: Travesuras
CD-Tipp
07.05.2019 Peter Füssl

Bereits mit dem knapp acht Minuten langen Opener „Porto de rabia y miel“, der einzigen Fremdkomposition des Albums, wird klar, wohin die Reise geht. Sie stammt vom Gitarristen Paco de Lucia und dem Sänger Camarón de la Isla, die in den frühen 1970-er Jahren im Duo die starren Traditionen des Flamenco aufbrachen – ein Anliegen, das auf der Wunschliste des 35-jährigen Daniel García ebenfalls ganz oben stehen dürfte. Der aus Salamanca stammende, gleichermaßen experimentierfreudige wie virtuose Pianist, der sich – nach einer klassischen Ausbildung – bei Danilo Pérez am Berklee College of Music den letzten musikalischen Feinschliff geholt hat, entführt die Zuhörer auf eine rhythmisch und harmonisch waghalsige, mit farbenprächtigen, eingängigen Melodien angereicherte Expedition durch ein musikalisches Spannungsfeld aus Flamenco, zeitgenössischem Jazz und Klassik.

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Aldous Harding: Designer
CD-Tipp
02.05.2019 Peter Füssl

Die 29-jährige Aldous – bürgerlich: Hannah – Harding hat es mit zwei Alben vom Insider-Tipp zur fixen Größe am Indie-Folk-Pop-Himmel geschafft, einige Konzerte der Präsentationstour für die neue Scheibe „Designer“ waren schon ausverkauft, als noch kaum ein Ton daraus bekannt war. Ihre seltsam bizarren Auftritte – als Beispiele mögen ihre neuesten Videos „The Barrel“ und „Fixture Picture“ dienen – dürften ein Grund dafür sein.

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Bill Frisell / Thomas Morgan: Epistrophy
CD-Tipp
30.04.2019 Peter Füssl

Wie das 2017 erschienene, von Fans und Kritik begeistert aufgenommene Duo-Album „Small Town“ haben Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan auch das Nachfolgewerk wieder live vor Publikum im legendären New Yorker Jazzclub Village Vanguard eingespielt. Und wie damals verblüffen sie bei der Stückwahl auch dieses Mal wieder durch große Offenheit für alle Genres – Frisell nennt in dieser Hinsicht Sonny Rollins und Miles Davis als Vorbilder –, wobei sich durchaus Parallelen zum Vorgänger-Album ergeben. So gelingt es Bill Frisell, selbst bei vielgespielten und somit in gewisser Weise „vorbelasteten“ Titeln, dank seiner musikalischen Neugier, seines Einfallsreichtums und seiner enormen Erfahrung zu den essentiellen Bestandteilen einer Komposition vorzudringen und dieser auf unkonventionelle Weise neues Leben einzuhauchen.

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Billie Eilish: When We All Fall Asleep, Where Do We Go?
CD-Tipp
25.04.2019 Peter Füssl

Und weiter geht’s im Reigen blutjunger, (verhaltens-)origineller Supertalente, eine Sparte, in der die Frauenquote längst übererfüllt sein dürfte. Aber Quote hin oder her, auf eine wie Billie Eilish möchte niemand verzichten, wie die unzähligen Feuilleton-Artikel in renommierten Blättern eindrucksvoll beweisen. Das Ende März veröffentlichte Debütalbum mit dem ausgefallenen Titel „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?” brachte der 17-jährigen Billie Eilish Pirate Baird O’Connell aus Los Angeles Rekordzahlen bei den diversen Internetplattformen ein: z.B. 17 Millionen Instagram-Follower, eine Milliarde Streams weltweit, 86 Millionen wollten auf Youtube sehen, wie sie im Video zu „You Should See Me In A Crown“ Dutzende Spinnen auf sich krabbeln lässt und eine Vogelspinne in den Mund nimmt, 126 Millionen klickten das Horror-Paranoia-Suizid-Video zu „Bury A Friend“ an, einem Song, der in der Zeile „I wanna end me“ kulminiert.

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Adam Bałdych Quartet: sacrum profanum
CD-Tipp
18.04.2019 Peter Füssl

Als jungen Geiger hat man den heutigen Starviolinisten Adam Bałdych von der Musikschule geworfen, weil er Jazz spielte und weil sein Versuch, den Geigenklang neu zu definieren, partout nicht in die Ohren der Klassiker passen wollte. Längst hat sich Bałdych mit der Klassik ausgesöhnt und integriert in seine gleichermaßen vom Jazz inspirierte Musik seinen Zwecken dienliche Elemente ungeachtet aller Genregrenzen. Es ist also wenig verwunderlich, dass der heute 32-jährige Pole auf der Suche nach zeitloser Schönheit, Harmonie und Wahrheit zur sakralen Musik fand, die er respektvoll neu arrangierte und in seiner zeitgemäßen Musiksprache interpretierte, ohne sie ihres mystischen Charakters zu berauben.

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The Claypool Lennon Delirium: South of Reality
CD-Tipp
16.04.2019 Peter Füssl

Es muss die Hölle sein, als Sohn von John Lennon und Yoko Ono Popmusik machen zu wollen. Der mittlerweile auch schon 43-jährige Sean Lennon packt aber den Stier bei den Hörnern und versucht gar nicht erst, nicht wie sein Vater zu klingen. Ganz im Gegenteil, nie klang er ihm ähnlicher als auf dem zweiten Album mit Les Claypool, dem Sänger und genialen Bassisten der für ihre schrägen musikalischen Ideen (Eigendefinition: „psychedelic polka“) und skurrilen Texte bekannten kalifornischen Metal-Jazz-Funk-Prog-Rock-Band Primus.

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Giovanni Guidi: Avec Le Temps
CD-Tipp
11.04.2019 Peter Füssl

Das Wissen um die Jazztradition, verbunden mit einem unstillbaren Wunsch nach kreativer Weiterentwicklung derselben und ein feines Händchen für lyrisch-melodische Raffinessen, charakterisiert den in der Nähe von Perugia geborenen Pianisten Giovanni Guidi, kein Wunder also, dass ihn der bei weitem nicht nur für den italienischen Jazz bedeutsame Trompeter Enrico Rava bereits als 17-jährigen in seine Band holte. Gemeinsam mit dem vielbeschäftigten amerikanischen Kontrabassisten Thomas Morgan und dem portugiesischen Drummer João Lobo hat Guidi bereits die exzellenten ECM-Alben „City of Broken Dreams“ und „This Is The Day“ vorgelegt, und die bestens aufeinander eingespielten Brüder im Geiste bestreiten nun gemeinsam auch den Opener und das Finale des neuen Albums.

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Sigrid: Sucker Punch
CD-Tipp
09.04.2019 Peter Füssl

Sigrid Solbakk Raabe ist gerade mal 22 Jahre alt und auf dem besten Weg, von der norwegischen Kleinstadt Ålesund aus die Pop-Welt zu erobern. Lorde, Adele oder Robyn fallen einem spontan ein, wenn man die zwölf Titel von Sigrids Debütalbum „Sucker Punch“ zum ersten Mal hört, und dennoch verfügt sie über mehr als genug Eigenständigkeit, Unverwechselbarkeit und vor allem Talent, um sich in der Riege starker junger Sängerinnen behaupten zu können. Zuerst haben das wohl die Briten erkannt, die BBC hat Sigrid zur „Sound of 2018“-Siegerin gekürt, so ihre Karriere maßgeblich angeschoben, was zu zahlreichen Festival-Auftritten, Dauer-Rotation ihrer EP „Don’t Kill My Vibe“, Gold-Status und lukrativen Werbeaufträgen führte.

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