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03.10.2019 |  Peter Füssl

Tonbruket: Masters of Fog

Die kreative schwedische “Klangfabrik” mit Bassist Dan Berglund am Bass, Johan Lindström an Gitarre/Pedal Steel Guitar/Keyboards, Martin Hederos an Piano/Synthesizer/Violine und Andreas Werliin an Drums/Percussion feiert mit dem bereits sechsten Album „Masters of Fog“ ihr Zehn-Jahre-Jubiläum.

Nach wie vor kocht man in der Fabrik mit spannenden Ingredienzien aus der Jazz-, Prog-Rock-, Psychedelic-, Ambient-, Trance- und Avant-Pop-Küche und begibt sich kollektiv auf vielschichtige, von einer intensiven Spannung erfüllte Klangexpeditionen, die nicht selten in fast schon hypnotisch wirkende Sphären führen. Die härteren Elemente wurden zugunsten ambientartiger Einflüsse zurückgenommen, „Wheel No. 5“ ist der einzige Titel, den man als rockig bezeichnen könnte. Der Großteil der elf neuen Kompositionen stammen wieder von Saitenzauberer Johan Lindström – besonders reizvoll das mit der Akustikgitarre einen eigentümlichen Groove entwickelnde, von der Geige dominierte „The Barn“ und das elektronisch ausgemalte „Waiting For Damocles Sword“. Auch Dan Berglund hat für sein tranciges Stück „AM/FM“ ausgiebig im Elektronik-Baukasten gekramt. In eine ähnliche Kerbe schlägt „The Pavlova Murders“ von Pianist Martin Hederos, der mit „The Enders“ auch eine fast schon kitschig schöne Ballade beisteuert, die dann allerdings nahtlos in die soundtrackartige, lautmalerische Gruppenimprovisation „Enter The Amazonas“ mündet. Die vier vielseitigen, neben Tonbruket in sehr unterschiedlichen musikalischen Formationen aktiven Individualisten haben als Quartett in den zehn Jahren zu einem unglaublich dichten und unverwechselbaren Gruppensound gefunden. Gerne würde man wissen, was in den Kesseln dieser „Klangfabrik“ noch so alles brodelt.

(ACT)

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