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14.06.2009 |  Peter Füssl

The Decembrists: The Hazards of Love

Colin Meloy, Mastermind der Decembrists aus Portland, ist längst bekannt für sein makelloses Songwriting, seinen Hang zum britischen Folk-Revival der 60er Jahre und einen leichten Hang zum Theatralischen.

Als er eher zufällig die mehr als vierzig Jahre alte EP „The Hazards of Love“ der Folksängerin Anne Briggs in die Finger bekam, war dies die Initialzündung, die drei oben genannten Eigenschaften in einem groß angelegten Konzeptalbum zusammenzuführen. Ursprünglich wollte Meloy das Stück um die schöne Margret, ihren Lover William, die eifersüchtige Waldkönigin, den Wüstling und das Untier sogar als Muscial auf die Bühne bringen, vorerst muss man sich aber mit dieser üppigen, vielfach verschlungenen und verwobenen, stilistische Bocksprünge schlagenden Moritatensammlung zufrieden geben. Man kann sich aber auch die ganze Märchenhandlung schenken und einfach an dieser ambitionierten Mischung aus mandolinenklimperndem Indiefolk, giftigen Gitarren, hämmerndem Progrock und Akkordeonseligkeit erfreuen, ohne lang zu versuchen, Meloy auf die Schliche zu kommen und das Konzept hinter diesem Konzeptalbum herauszufinden, dessen Titelstück allein schon in vier Teile über die ganze Plattenlänge verteilt ist. (Rough Trade RTR ADCD556)

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