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20.05.2009 |  Peter Füssl

Oumou Sangare: Seya

Die in Mali lebende, charismatische Sängerin Oumou Sangare, eine der populärsten Stimmen Afrikas, hat mit „Seya“ nach einer sechsjährigen Pause, die ihr hörbar gut getan hat, wieder einmal eine CD veröffentlicht, die in den Ethno-Charts wie eine Rakete aufgestiegen ist.
Ihrem funky Wassoulou-Sound ist sie natürlich treu geblieben, aber dank Cheick Tidiane Seck ist das neue Album unvergleichlich abwechslungsreicher arrangiert als die Vorgänger, und eine illustre Schar afrikanischer Top-Musiker und internationaler Solisten (es gibt Kurzauftritte von Will Calhoun, Tony Allen, Pee Wee Ellis und Fred Wesley) sorgt für die großartige musikalische Umsetzung. Wenngleich die Platte fröhlich klingt, greift Oumou Sangare auch heiße Eisen an, so geht es mitunter auch um Themen wie Zwangsverheiratung, Polygamie, Frauen- und Kinderrechte oder Emigrantenschicksale, wie dem ausführlichen Booklet zu entnehmen ist, das alle Texte auch in englischen und französischen Übersetzungen bereit hält. Oumou Sangare ist eine starke Frau, die den Spagat zwischen der noch sehr lebendigen afrikanischen Tradition und dem großstädtischen Leben geschafft hat. Und „Seya“ ist ein starkes Album, das nicht nur ausgewiesenen Afrika-Fans gefallen dürfte. (World Circuit WCD081 / Vertrieb: Lotus Records)

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