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25.05.2009 |  Peter Füssl

Madeleine Peyroux: Bare Bones

Vorneweg: Wer die ersten beiden Alben von Madeleine Peyroux geliebt hat, wird auch bei „Bare Bones“ auf seine Kosten kommen. Es ist ein perfekt gemachtes Pop-Album mit einem netten, kleinen Jazztouch, grundsoliden Arrangements, renommierten Musikern.

Peyroux hat diesmal alle Songs selbst getextet, verzichtet also im Gegensatz zu früher auf jegliche Coverversionen von Dylan, Cohen, Waits, Bessie Smith, Joni Mitchell & Co. Deshalb ist „Bare Bones“ angeblich ihr bislang persönlichstes Album geworden. Peyroux hält sich auch wohltuend in Sachen Billie-Holidayeskem Touch zurück, denn notfalls hört man sich ohnehin lieber die Lady Day im Original an. So weit, so gut. Ein bisschen schade ist es aber schon, wenn man auf der Besetzungsliste Namen wie Jim Beard, Larry Goldings, Carla Khilstedt oder Vinnie Colaiuta liest und sich vorstellt, was diese Dame und die Herren so alles draufhätten, wenn man sie nur ließe. Stattdessen ist alles schön glatt gebügelt und unauffällig massentauglich. Fast schon zu perfekt, denn gerne hätte man noch ein paar Ecken und Kanten gehabt, die „Bare Bones“ unverwechselbar gemacht hätten. (Decca 6132722 Vertrieb: Universal)

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