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04.06.2009 |  Peter Füssl

Nils Petter Molvaer: Hamada

Seit seinem grandiosen Erfolg mit dem Debut-Album „Khmer“ im Jahr 1998 hat der norwegische Trompeter Nils Petter Molvaer seine erfolgreiche Mischung aus Jazz, House, Ambient und anderen Spielarten elektronischer Musik ständig verfeinert und legt nun ein weiteres Meisterstück an sphärischen Soundlandschaften vor.

Mit seinem heißkalten, kristallklaren, an Miles Davis erinnernden Trompetensound entführt er in melancholische, moll-verliebte Traumwelten – dieses Mal in die vor Hitze flirrende, lebensfeindliche Steinwüste Hamada, die aber hörbar ihre Schönheiten in sich birgt. Mit von der Partie sind seine alten Weggefährten Eivind Aarset an der Gitarre, der Elektroniker Jan Bang, Bassist Audun Erlien und Audun Kleive an den Drums – allesamt wohlvertraut mit den Reverb-Orgien und entrückten Klangsafaris Molvaers. Zweimal werden die hymnisch-melodischen Soundscapes wirkungsvoll durch handfestere Eskapaden unterbrochen – einmal durch die treibenden Elektrobeats auf „Friction“ und noch vehementer durch „Cruel Attitude“, das gewohnt ruhig anfängt, um sich dann für sieben Minuten lang in eine kraftvoll krachende Elektorrock-Nummer zu verwandeln. Der perfekte Soundtrack für alle, die diesen Sommer nicht in die Wüste fahren können.

(Sula Records 602527020419/Vertrieb: Universal)

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