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09.07.2019 |  Peter Füssl

Martin Tingvall: The Rocket

Seit 15 Jahren zählt das Trio des südschwedischen Pianisten Martin Tingvall mit dem deutschen Schlagzeuger Jürgen Spiegel und dem aus Kuba stammenden Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo mit seiner Mischung aus treibenden, manchmal ganz schön rockenden Rhythmen und den an die schwedische Folk-Tradition angelehnten, leicht ins Ohr gehenden Melodien zu den erfolgreichsten Piano-Trios Europas. Die meisten ihrer vielfach ausgezeichneten sechs Studioalben schafften es in die Jazz-, manche auch in die Pop-Charts. Nun legt Tingvall sein drittes Solo-Album vor, mit 14 eingängigen und – ja, man muss es einfach so sagen – wunderschönen Melodien gespickten, zwischen unglaublicher Ruhe und angenehm aufgepeitschten Emotionen angelegten Eigenkompositionen, die wie auch die eingangs erwähnten Trio-Stücke einen schier hypnotischen Sog entwickeln.

Es klingt alles so einfach und angenehm reduziert und gibt dennoch bei jedem Durchlauf – dieses Album lässt die Repeat-Taste heiß laufen – neue pianistische Kniffe, Verzierungen und Feinheiten preis. „Unsere Welt unterliegt einem unglaublich schnellen Wandel. Die Digitalisierung verändert fast alle gesellschaftlichen Bereiche sowie unser tägliches Leben. Mit diesem Album wollte ich einen Gegenpol der Ruhe dazu entwerfen. Gleichzeitig erforsche ich für mich auch neue musikalische Welten.“ Schön, dass uns Martin Tingvall in seiner „Rakete“ mitnimmt und schwerelos durch Zeit und Raum und wundervolle musikalische Galaxien schweben lässt – Seelenmusik vom Allerfeinsten.

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