Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

12.11.2009 |  Peter Füssl

bedrock: plastic temptation

Der Pianist und Keyboarder Uri Caine kennt keine Genregrenzen und scheut auch kein Risiko, wenn es darum geht, außerordentliche musikalische Abenteuerfahrten zu unternehmen.

Für das Münchner Spezialitäten-Label „Winter & Winter“ hat der rührige Amerikaner in den letzten 15 Jahren 20 Alben aufgenommen und sich dabei internationale Preise einheimsend mit Bach, Mozart und Wagner, mit Schumann, Mahler und Verdi auseinandergesetzt. Er komponierte Auftragswerke für renommierte Ensembles, gastierte bei den großen Jazz- und Klassik-Festivals und ging mit gleichermaßen experimentierfreudigen Größen wie John Zorn, Don Byron oder Dave Douglas auf Tournee. Ein ganz besonderes Kapitel im Caine’schen Oeuvre ist aber sicherlich das Trio Bedrock mit Bassist Tim Lefebvre und Drummer Zach Danziger. Mit einer riesigen Wundertüte voller Elektronikschnickschnack mischen sie Jazz, Gospel, Soul, Drum’n’Bass, Funk, Noise, Dance und House auf gleichermaßen einfallsreiche wie witzig Weise, sodass sich ein stark groovendes Musikgemisch ergibt, das zugleich retro und zukunftsweisend klingt. Eindrucksvoll auch die unglaubliche Gospel/Soul-Röhre von Barbara Walker, die wie Caine aus Philadelphia stammt und auf vier Titeln gefeatured wird. Der Großteil der achtzehn Stücke entstand ohne Partitur aus happeningartigen, spontanen Improvisationen – das musikalisch Lustprinzip, das hinter der ganzen Sache steht, lässt sich denn auch leicht erahnen.

(Winter & Winter / Vertrieb: edel)

Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)
Bilder
  • bedrock.jpg