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04.11.2009 |  Peter Füssl

Holland/Rubalcaba/Potter/Harland: The Monterey Quartet - Live at the 2007 Monterey Jazz Festival

Zum 50. Geburtstag schenkte das renommierte Monterey Jazz Festival sich selber – und dank dieses veröffentlichten Live-Mitschnittes auch allen Jazzfreunden – die Begegnung mit einem hervorragenden Allstar-Quartett, das sozusagen im besten Sinne den Status Quo des zeitgenössischen Mainstreams dokumentiert.

Wenngleich es keinen Leader gibt – was sich schon darin zeigt, dass jedes Bandmitglied zwei Eigenkompositonen beisteuert – so ist doch Kontrabassist Dave Holland so etwas wie der primus inter pares. Ein unermüdlicher Impuls- und Ideengeber, der die Interaktion souverän am Laufen hält und wunderbar mit Eric Harland harmoniert, den er sich auch in sein Sextett geholt hat, der vor allem aber durch seine Zusammenarbeit mit Charles Lloyd bekannt wurde. Dort ist er auch auf Tabla-Großmeister Zakhir Hussain getroffen, dessen Spiel ihn hörbar beeinflusst hat. Wunderbar auch die kraftvollen Saxophon-Beiträge von Chris Potter, der mehr als zehn Jahre im legendären Dave Holland Quintet gespielt hat und zu den eindrucksvollsten Tenoristen der Gegenwart zählt. Pianist Gonzalo Rubalcaba fügt sich wunderbar in diesen Freundeskreis ein und sorgt mit seinem afrokubanischen Background für zusätzliche Farbigkeit im ohnehin schon ziemlich bunten Spektrum. Geboten werden acht ausgefeilte  Kompositionen, die wunderbare Möglichkeiten für musikalische Interaktionen bieten und jede Menge Raum für begeisternde Soli lassen. Hier waren Könner mit spürbarer Freude am Werk – und die Begeisterung überträgt sich sozusagen spielend auf das Live-Publikum wie auch auf die Zuhörer zuhause. 

(MJF Records / Vertrieb: Universal)

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