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29.04.2009 |  Peter Füssl

Anna Ternheim: Leaving on a mayday

Ein pumpender Disco-Bass und melodramatische Streicher machen gleich mit den ersten Takten dieser wunderbaren CD klar, dass es sich hier um tanzbare Traurigkeit handelt.

Die dreißigjährige Schwedin, studierte Architektin und in mehreren Sprachen bewandert, nimmt auch auf ihrer dritten Produktion mit ihrer hypnotischen Stimme gefangen, die gleichzeitig cool und hot, unschuldig und hintertrieben daherkommt. Ternheim ist auf dem Sprung von Stockholm nach New York, ein Gefühl der Zerrissenheit, des melancholischen Abschiednehmens und nicht wenige Facetten tragischen Liebesleides geistern folglich durch ihre Texte. Es sind also eigentlich traurige Songs, aber Björn Yttling hat sie in dermaßen eingängige, stimmungsvolle, rhythmusbetonte und raffinierte Arrangements verpackt, dass sich die CD innert kürzester Zeit in die Gehörgänge frisst und tagelang nicht mehr aus dem Player zu bringen ist. Achtung: Höchste Suchtgefahr!

(Universal Music AB 060251387191)

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