Neu in den Vorarlberger Kinos: „Gaza mon amour" (Foto: Panda Film / Alamode Filmverleih)
Peter Füssl · 14. Apr 2011 · Musik

Neue ECHO Jazz-Preisträgerin Youn Sun Nah am Spielboden

Die in Paris lebende, aus Korea stammende Sängerin Youn Sun Nah wurde soeben mit dem renommierten ECHO Jazz Preis 2011 der Deutschen Phono-Akademie als beste internationale Vokalistin ausgezeichnet. Youn Sun Nah wird am Karfreitag, 22. April, 20.30 Uhr im Duo mit dem renommierten schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius am Spielboden Dornbirn auftreten.

Im November 2010 war auf dieser Seite folgender CD-Tipp zu lesen:

Youn Sun Nah: Same Girl
Die in Frankreich lebende koreanische Sängerin Youn Sun Nah gehört zu den absoluten Senkrechtstartern in der europäischen Jazz-Szene, ihr letztes Jahr veröffentlichtes Album „Voyage“ öffnete ihr die Tore zu den angesehensten Clubs.
Allerdings ist sie alles andere als eine Diva im klassischen Sinn, sondern glänzt neben ihrer perfekt ausgebildeten, wandlungsfähigen Stimme vor allem auch durch Wagemut und Experimentierfreude. So hat man den fast schon zu Tode gespielten Rodgers/Hammerstein-Klassiker „My Favorite Things“ schon lange nicht mehr so frisch und unverbraucht genossen, von Youn Sun Nah mit spärlichsten Mitteln selber auf der Kalimba begleitet. Dieselbe Behandlung erfährt Randy Newmans „Same Girl“, und hier wird einmal mehr klar, welch brillante Balladensängerin Youn Sun Nah ist. Sie versteht es aber auch, die emotionalen Ebenen des Blues auszuloten („Moondog“), oder legt – nur von der Akustikgitarre begleitet – die überraschend schönen Strukturen des „Metallica“-Songs „Enter Sandman“ frei – vom lyrischen Gehalt bis zur furiosen Extase. Der hervorragende Gitarrist Ulf Wakenius, mit dem die Sängerin öfters im Duo auftritt, steuert mit „Breakfast In Baghdad“ eine energiegeladene Eigenkomposition bei, auf der Youn Sun Nah auf Teufel komm raus scattet und somit auch für die Präsentation dieser Facette ihres vielseitigen Könnens ein passendes Vehikel gefunden hat. Ihre witzige Seite betont die Sängerin mit ihrer Eigenkomposition „Pancake“, auf der sich auch alle Bandmitglieder nochmals in Szene setzen können,  ehe sie mit „La Chanson d’Hélène“, das in der Fassung von Romy Schneider und Michel Piccoli berühmt wurde,  gemeinsam mit Roland Brival einen unglaublich stimmungsvollen Schlusspunkt setzt. Gott sei Dank gibt’s eine Replay-Taste!
(ACT/Vertrieb: juergen@rottensteiner-pr.at)

Karten: Spielboden Dornbirn, Tel. 05572 21933 karten@spielboden.at, www.spielboden.at

 

Preisträger des ECHO Jazzpreis 2011

 

Ensemble des Jahres national: Michael Wollny, Eva Kruse, Eric Schaefer

Ensemble des Jahres international: Brad Mehldau Trio

Sänger des Jahres national: Thomas Quasthoff

Sänger des Jahres international: Bobby McFerrin

Sängerin des Jahres national: Lyambiko

Sängerin des Jahres international: Youn Sun Nah

InstrumentalistIn des Jahres national: Stefan Rusconi (Piano/Keyboards), Heinz Sauer (Sax/Woodwinds), Eric Schaefer (Drums), Dieter Ilg (Bass), Nils Wogram (Brass), Heiko Fischer (Gitarre)

InstrumentalIstin des Jahres international: Jason Moran (Piano), David Sanborn (Sax/Woodwinds), Charlie Haden (Bass), Ray Anderson (Brass), Lee Ritenour (Gitarre), Pat Metheny (besondere Instrumente: Orchestrion)

Würdigung des Lebenswerkes: Joachim Kühn & Rolf Kühn

Bestseller des Jahres: Till Brönner "At The End Of The Day"

Big Band-Album des Jahres: Omar Sosa & NDR Bigband "Ceremony"

Förderer des Jazz: Manfred Eicher (ECM)

Sonderpreis: Herbie Hancock "The Imagine Project"