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10.05.2015 |  Silvia Thurner

Ein Hammerklavier im Mittelpunkt – Das „epos:quartett“ und die Pianistin Stefania Neonato zogen mit ihren Mozartinterpretationen das Publikum in ihren Bann

Einen kammermusikalischen Hochgenuss gab es im Frauenmuseum in Hittisau zu erleben. Das „epos:quartett“ rund um Klaus Christa musizierte die beiden Streichquartette KV 458 und KV 493 sowie gemeinsam mit der Pianistin Stefania Neonato das Klavierkonzert KV 414 von Wolfgang Amadeus Mozart. Auf einer Kopie eines Hammerklavieres von Anton Walther aus dem Jahr 1794 erklang der Klavierpart. Die Erbauerin des klangschönen Instruments, Monika May, war im Frauenmuseum anwesend und berichtete über ihre Arbeit und die Eigenheiten des Hammerklaviers. Die Konzertbesucher im voll besetzten Saal reagierten begeistert.

Die Abonnementreihe „musik in der pforte“ und ihr Pendant „pforte im frauenmuseum“ sind immer wieder für Überraschungen gut. Dieses Mal setzte der Initiator und Organisator Klaus Christa noch eins drauf. Neben dem hohen Niveau der musikalischen Darbietungen wurden hautnah und informativ Einblicke in den historischen Instrumentenbau ermöglicht. Die deutsche Klavierbauerin und Restauratorin Monika May berichtete von ihrer interessanten Tätigkeit und erzählte von den Qualitäten, die das von ihr nachgebaute Hammerklavier von Anton Walther auszeichnen. Lediglich ein Drittel Tiefgang haben die Tasten des Hammerklaviers im Vergleich zu einem modernen Flügel. Außerdem verfügten die Instrumente zur Zeit Mozarts über keine Fußpedale.

Werkdeutungen mit Tiefgang


Das A-Dur Konzert kennt man weithin in der Besetzung für Klavier und Orchester. Mozart hat freigestellt, ob die Musik mit zusätzlichen Bläsern oder lediglich mit Streichern aufgeführt wird. Die schlanke Version mit Hammerklavier und Streichquartett, die im Frauenmuseum präsentiert wurde, stellte das Konzert in einem ungewöhnlichen Licht dar. Zudem gab der silbern schillernde, eher an ein Cembalo erinnernde Klang des Hammerklaviers der Werkdeutung eine besondere Note. Die perlenden Tongirlanden des Klavierparts und die eher wenig ausgeprägte Dynamik, stellten die Profil gebenden Spielfiguren in den Klangvordergrund. Verbunden mit energetischen Bewegungsimpulsen entwickelte sich eine große Spannung. Christine Busch und Verena Sommer (Violine), Klaus Christa (Viola) und Francois Poly (Violoncello) musizierten gut aufeinander abgestimmt und mit viel Kontakt zueinander. Im Zentrum agierte Stefania Neonato virtuos und klangsinnlich zugleich.

Mozarts Streichquartette KV 458 und KV 493 interpretierte das „epos:quartett“ mit einem gut ausgeloteten Gesamtklang. Die heikle Akustik im voll besetzten Frauenmuseum tangierte die Musikerinnen und Musiker kaum. Energiegeladen formten sie die Hauptthemen, während sie die Kantilenen genussvoll zelebrierten.

Die motivierte Spielart der Musikerinnen und Musiker und das konzentriert zuhörende Publikum bewirkten eine anregende Konzertatmosphäre.

Im Rahmen der Konzertreihe "pforte im frauenmuseum" waren mit der Pianistin Stefania Neonato sowie dem "epos:quartett" die historische Aufführungspraxis und mit der Klavierbauerin Monika May auch Instrumentenkunde hautnah zu erleben.

Im Rahmen der Konzertreihe "pforte im frauenmuseum" waren mit der Pianistin Stefania Neonato sowie dem "epos:quartett" die historische Aufführungspraxis und mit der Klavierbauerin Monika May auch Instrumentenkunde hautnah zu erleben.

Monika May gab interessante Einblicke in den Instrumentenbau. Das im Konzert gespielte Hammerklavier hat sie selbst nach einem Original von Anton Walther aus dem Jahr 1794 nachgebaut.

Monika May gab interessante Einblicke in den Instrumentenbau. Das im Konzert gespielte Hammerklavier hat sie selbst nach einem Original von Anton Walther aus dem Jahr 1794 nachgebaut.

Stefania Neonato interpretierte den Solistenpart in Mozarts Klavierkonzert in A-Dur mit einem anregenden Aufforderungscharakter und einem gut ausgeloteten Spiel mit den Streichquartettpartnern.

Stefania Neonato interpretierte den Solistenpart in Mozarts Klavierkonzert in A-Dur mit einem anregenden Aufforderungscharakter und einem gut ausgeloteten Spiel mit den Streichquartettpartnern.

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  • Im Rahmen der Konzertreihe "pforte im frauenmuseum" waren mit der Pianistin Stefania Neonato sowie dem "epos:quartett" die historische Aufführungspraxis und mit der Klavierbauerin Monika May auch Instrumentenkunde hautnah zu erleben. Im Rahmen der Konzertreihe "pforte im frauenmuseum" waren mit der Pianistin Stefania Neonato sowie dem "epos:quartett" die historische Aufführungspraxis und mit der Klavierbauerin Monika May auch Instrumentenkunde hautnah zu erleben.
  • Monika May gab interessante Einblicke in den Instrumentenbau. Das im Konzert gespielte Hammerklavier hat sie selbst nach einem Original von Anton Walther aus dem Jahr 1794 nachgebaut. Monika May gab interessante Einblicke in den Instrumentenbau. Das im Konzert gespielte Hammerklavier hat sie selbst nach einem Original von Anton Walther aus dem Jahr 1794 nachgebaut.
  • Stefania Neonato interpretierte den Solistenpart in Mozarts Klavierkonzert in A-Dur mit einem anregenden Aufforderungscharakter und einem gut ausgeloteten Spiel mit den Streichquartettpartnern. Stefania Neonato interpretierte den Solistenpart in Mozarts Klavierkonzert in A-Dur mit einem anregenden Aufforderungscharakter und einem gut ausgeloteten Spiel mit den Streichquartettpartnern.