Gefährliche Spurensuche mit Ada und ihrer Ermittlerbande
Erneut beschäftigen rätselhafte Vorfälle Ada und ihren besten Freund Zabiullah und bringen sie in gefährliche Situationen. Diesmal ermitteln sie zusammen mit neuen Freunden, was auch zwischenmenschlich zu Herausforderungen führt. Aus der Ich-Perspektive der jungen Ada erzählt die Autorin Bernadette Konzett eine Geschichte über Abenteuer, Mut und Zusammenhalt.
Ferien im brennenden Hotel
„Stinklangweilige Ferien“ wünscht sich die fast zwölfjährige Ada, die mit ihrem besten Freund den Sommer in einem Seminarhotel verbringt, weil ihre Mutter dort eine Umschulung macht. Doch bereits nach den ersten Seiten ist im Schlosshotel die Hölle los. Nachts fängt es in der Hotelbibliothek an zu brennen, das Hotel wird evakuiert, die Hirsche brechen aus dem Gehege aus und Ada freundet sich mit den Kindern der Hotelbetreiberin Barbara an. Als dann die ersten Drohbriefe für großen Schock sorgen, schließen sich die vier Kinder zu einer motivierten Ermittlungsbande zusammen. In einem Schuppen machen sich die „Dunklen Augen“ – Ada, ihr Freund Zabiullah, Leo, der nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt, und seine ältere, oft überhebliche Schwester Johanna – daran, den möglichen Täter zu finden.
Konflikte im Detektivklub
Aus der Perspektive eines heranwachsenden Mädchens thematisiert die in Vorarlberg geborene Autorin Bernadette Konzett Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch Eifersucht, Enttäuschungen, Schicksalsschläge und Lebensveränderungen in einem rasanten Kinderkrimi, in dem die jungen Detektive mitsamt dem Spürhund alle Verdächtigen ganz genau in den Blick nehmen. Ada tut sich manchmal schwer damit, den besten Freund plötzlich teilen zu müssen, sie ist nicht so cool wie Zabiullah und nicht so mutig wie Johanna, und sie hat auch keinen Hund wie Leo, aber dafür weniger Familienschwierigkeiten als die neuen Freund:innen. Nach kleinen Streitereien raufen sich die Kinder wieder zusammen, denn trotz allem sind sie gemeinsam auf einer heißen Spur.
Verantwortung und Selbstbehauptung
Konzetts dritter Teil der Ada-Reihe erzählt neben einer klassischen Detektivgeschichte auch von vielschichtigen Figuren und den kleinen, aber auch den großen, tiefergehenden Problemen. Es beschreibt Eltern, die manchmal Fehler machen und überfordert sind, und Kinder, die auch mal zu viel Verantwortung auf sich nehmen, wenn es darum geht, ihre Familien zu schützen. Die Autorin erzählt mit dynamischen Dialogen von der Lebenswirklichkeit aus den Köpfen der Kinder und verwickelt ihre Figuren in einen spannenden Fall mit vielen detailreichen Hinweisen und überraschenden Wendungen. Am Ende gibt es mehrere Täter und eine Auflösung, mit der wohl niemand gerechnet hat.
„Ada jagt ein Phantom“ erzählt zwar eine eigenständige und in sich abgeschlossene Handlung, greift aber auf eine Hauptfigur aus ihren anderen Büchern zurück. Bereits im ersten Teil „Ada in Trouble“ verbringt die anfangs neunjährige Ada aufregende Sommerferien am Land und versucht gemeinsam mit ihrem besten Freund Zabiullah Probleme zu lösen. Und auch im zweiten Teil stoßen die beiden auf Abenteuer und Geheimnisse, wenn nicht nur den Schulhamster, sondern auch ein wertvolles Gemälde aufspüren.
Bernadette Konzett wurde 1972 in Vorarlberg geboren und lebt mit ihrer Familie in Wien. Die Illustrationen stammen wie schon in den ersten Bänden von Horst Krieg. Seine ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Zeichnungen ergänzen die Geschichten und unterstreichen die Spannung und den Humor der Ada-Bücher.
Bernadette Konzett: „Ada jagt ein Phantom“, mit Zeichnungen von Horst Krieg, Verlag Bibliothek der Provinz 2026, 216 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-99126-419-4, € 18 Euro
ab 10 J.