Prinz Grizzley erzählte musikalisch eindrucksvoll die Geschichte seiner Großeltern. (Foto: Daniel Furxer)
Manuela Cibulka · 26. Jun 2024 · Aktuell, Musik

Drei Jahrhunderte Musik

Die Bregenzer Meisterkonzerte stellen die kommenden Saison vor

Die Neuerungen vorweg: der sechsteilige Zyklus wird dieses Jahr um ein zusätzliches Konzert erweitert und lädt sein Publikum zu „Klangbildern“, in denen die Orgel – gespielt von Martin Haselböck – im Fokus steht, in die Pfarrkirche Herz Jesu ein. Wie seit 37 Jahren gewohnt, finden die sechs anderen Konzerte der „Meister:innen“ auf der großen Bühne des Festspielhauses statt.

Mit beinahe 8.000 Besucher:innen, davon etwas mehr als 1.000 Abonennt:innen, und einer Auslastung von 82 % kann Bürgermeister Michael Ritsch Recht gegeben werden, wenn er den Zyklus bei der Pressekonferenz als kulturelles Großereignis bezeichnet und dessen Wichtigkeit für die Kulturlandschaft unterstreicht.
Und auch in der kommenden Saison wird Hochkarätiges geboten. Gestartet wird am 17. November mit dem Antwerp Symphony Orchestra unter der Leitung von Shiyeon Sung. Als erste Dirigentin aus Südkorea, die den Sprung auf die großen Bühnen geschafft hat, gilt sie als Vorreiterin in diesem Beruf. Solistin an diesem Abend ist Kim Bomsori. Neben Max Bruchs Violinkonzert in g-Moll wird Musik von August de Boeck und Antonín Dvořák zu hören sein.
Das am 14. Dezember stattfindende Meisterkonzert mit dem Israel Chamber Orchestra unter der Leitung von Christoph Poppen und mit dem Klavierduo Sivan Silver und Gil Garburg setzt auf die Verbindung klassischer und zeitgenössischer Werke. Die neue Komposition von Avya Kopelmann wird an diesem Abend Österreichpremiere feiern.

Beim dritten Meisterkonzert am 24. Jänner 2025 wird ein weiteres Werk zum ersten Mal in Vorarlberg zu hören sein: der von den Wiener Symphonikern an Marcus Nigsch vergebene Kompositionsauftrag, geschrieben für und gespielt von Kian Soltani. Teil dieses Abends unter der Leitung von Patrick Hahn sind ebenso Werke von Michail Glinka und Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Den Fokus auf junge, aufstrebende Dirigentinnen richtet auch das Konzert im März. Am 21.3.2025 wird Nil Venditti mit der Violinistin Sayaka Shoji und dem Stuttgarter Kammerorchester Werke von Fazil Say, W.A. Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Béla Bartók umsetzen.
Beim 5. Meisterkonzert am 25. April steht tschechische Musikgeschichte auf dem Programm. Unter der Leitung von Heiko Mathias Förster werden Werke von Friedrich (Bedřich) Smetana, Leoš Janáček und Antonín Dvořák vom Prague Royal Philharmonic Orchestra gemeinsam mit dem Cellisten László Fenyö interpretiert.
Ihren Abschluss findet die Saison am 13. Mai 2025 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra. Gemeinsam mit deren Chefdirigenten Kazuki Yamada wird das Publikum von 90 Musiker:innen und dem Klaviersolisten Fazıl Say in die musikalischen Welten von Leonard Bernstein, Hector Berlioz und Maurice Ravel geführt.

Zusatzangebot

Das in der Saison 2023/2024 eingeführte Konzept und besondere Angebot für Abonennt:innen „Bregenzer Meisterkonzerte unterwegs“ wird weitergeführt und umfasst im neuen Zyklus ein Reise zum Tonhalle-Orchester Zürich. Ebenso das Musikvermittlungsprogramm für Schulen (ab der siebten Schulstufe) „Step into the Mood of Art“, das sich zum Ziel setzt, klassische sowie zeitgenössische Musik und Musikgeschichte jungem Publikum näher zu bringen, wird kommende Saison wieder angeboten. 

Abonnementkarten sind ab sofort bei Bregenz Tourismus & Stadtmarketing GmbH unter der Telefonnummer +43 5574 4080 und per E-Mail unter tourismus@bregenz.at erhältlich.
Der Vorverkauf für die Einzelkarten startet am 26. August 2024.

Alle Konzerte finden im Festspielhaus Bregenz, Großer Saal, jeweils um 19.30 Uhr statt.

www.bregenzermeisterkonzerte.at