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23.10.2009 |  Peter Füssl

The Dead Weather: Horehound

Ach, er hat einfach ein goldenes Händchen, unser guter Jack White. Neben den White Stripes und den Raconteurs hat er sich jetzt auch noch Dead Weather zugelegt und diese wiederum mit „Horehound“ einen sensationellen Debuterfolg.

Selbst bedient White hauptsächlich die Drums, mit an Bord genommen hat er die „The Kills“-Frontfrau Alison Mosshart, die ihn gesanglich schon mal bei den „White Stripes“ ersetzt hatte, nachdem er im Verlauf einer längeren Tournee die Stimme verloren hatte, den Raconteurs-Bassisten Jack Lawrence und Dean Fertita von den Queens of the Stone Age an der Gitarre. Ein brillantes Team, für Leute die es gerne knackig haben, denn The Dead Weather lassen es hier krachen, wie es schon lange nicht mehr zu hören war. Man fühlt sich jäh in die späten 60er und frühen 70er-Jahre versetzt, als weiße Jungs in Bluesrock-Bands erstmals so richtig die Sau raus ließen. Natürlich haben auch die letzten 30 Jahre der Musikgeschichte ihre Spuren hinterlassen, aber hier geht’s ohnehin nicht um nostalgische Gefühle, sondern das alles  glüht vor ungezügelter Kraft, hat ungehobelten Charme und schielt nicht nach den Charts. Ein wunderbarer Kontrapunkt zur geschleckelten Welt der superfeinen, hochtechnisierten und oft auch seelenlosen Musikindustrie. Was will man mehr? Danke, lieber Jack!

(Sony Music 88697539122)

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