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09.04.2010 |  Peter Füssl

Oddjob: Clint

Songs aus „The Good, The Bad and The Ugly“, „Pale Rider“, „For A Few Dollars More“ oder „Hang ’Em High“ zählen längst zu den Klassikern der Filmmusik. Komponisten wie Ennio Morricone, Lalo Schifrin oder Lenny Niehaus schafften es auf bewundernswerte Weise, kongeniale musikalische Entsprechungen zu den Bildern der einzelgängerischen, wortkargen, knallharten, oft schon mythische Dimensionen annehmenden Helden Clint Eastwood’scher Prägung zu finden.

Gerade rechtzeitig zum 80. Geburtstag des grandiosen Schauspielers und Regisseurs veröffentlicht nun das schwedische Quintett Oddjob, das mit vier CDs recht erfolgreich versuchte, das etwas abgenudelte Jazzrock-Genre neu zu beleben, diese außergewöhnliche Hommage an die US-Filmlegende. Clint Eastwood ist ja selbst auch ein begeisterter Jazzfan (und Vater des hervorragenden Jazzbassisten Kyle Eastwood) und schreibt seit einigen Jahren auch immer häufiger Filmmusik für seine erfolgreichen Streifen – zum Beispiel für „Mystic River“, „Million Dollar Babe“, „Flags of Our Fathers“, „Grace is Gone“ oder „Changeling“. Oddjob bedienten sich allerdings – mit einer Ausnahme – dann doch lieber der eingangs erwähnten All-time-Hits als Ausgangsmaterial für ihre unkonventionellen Bearbeitungen. Dabei geht’s den Herren aus Stockholm natürlich nicht um Werktreue oder Wiedererkennungswerte, sondern darum, mit ihrem dichten, vielschichtigen Gruppensound die oft ziemlich düsteren, spannungsgeladenen, mitunter auch Furcht einflößenden Stimmungen der Filme einzufangen. Ein Vorhaben, das durchaus erfolgsgekrönt ist. Ganz zum Schluss drehen sie dann doch noch eine original Eastwood-Komposition durch den Oddjob-Fleischwolf – dem Clint wird’s hoffentlich gefallen. Sonst gnade ihnen Gott ... (ACT/Vertrieb: edel)
 

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