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20.07.2010 |  Peter Füssl

Metropole Orkest/John Scofield/Vince Mendoza: 54

John Scofield ist stets für Überraschungen gut. Eben erst widmete er sich auf „Piety Street“ dem Gospel und Soul, und nun lässt er eine Auswahl seiner besten Songs vom 54-köpfigen holländischen Metropole Orkest interpretieren.

Das ist wahrlich eine geballte Ladung an musikalischer Kreativität, die vom renommierten Komponisten, Arrangeur, Orchesterleiter und mehrfachen Grammy-Winner Vince Mendoza souverän gemanagt wird. Mendoza hat es (ebenso wie Florian Ross und Jim McNeely mit jeweils einer Nummer) verstanden, die für kleine Formationen geschriebenen Scofield-Songs mit viel Gespür für musikalische Effekte für den großen Klangkörper umzuschreiben, ohne ihnen den ursprünglichen Charakter zu nehmen. Der Sound ist üppig, aber niemals überfrachtet, mal ist Scofields Gitarre harmonisch ins Geschehen integriert, mal reibt sie sich auf lustvolle Weise am Sound der zahlreichen „Gegenspieler“. Und auch der musikalische Witz kommt nicht zu kurz. Wurde bei manchen Balladen vielleicht etwas gar tief in die sentimentale Streicherkiste gegriffen, so wird das durch die funkrockige Überjam-Nummer „Polo Towers“ mit ihren wunderbar dreckigen Sounds mehr als ausgeglichen.

(Emarcy/Vertrieb: Universal Music)
 

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