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03.09.2019 |  Peter Füssl

Klaus Paier – Asja Valcic: Vision for Two – 10 Years

Mit „Vision for Two – 10 Years“, dem fünften Album beim renommierten Münchner ACT-Label, feiern der Akkordeonist Klaus Paier und die Cellistin Asja Valcic ein rundes Jubiläum als gleichermaßen kreative wie virtuose Duo-Partner, deren packendes Zusammenspiel, faszinierende Klangwelten und elaborierte und dennoch leicht ins Ohr gehende Kompositionen Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistern.

Längst haben die studierten Klassiker mit ihrer Leidenschaft für den Jazz und ihrem Faible für Improvisationen ihre eigene, unverwechselbare Klangsprache gefunden und sprengen elegant jegliche Genregrenzen. Gleich zum Auftakt verblüfft  das mehr als sechsminütige Titelstück mit einer Vielzahl an melodischen und harmonischen Ideen und abrupten rhythmischen und stilistischen Wendungen und lädt zu einer phantastischen klanglichen Expedition durch zehn vielschichtige und abwechslungsreiche Eigenkompositionen, die von beiden Akteuren zu gleichen Teilen beigesteuert wurden, ein. Aus Asja Valcic‘ Feder stammen etwa das eindringlich groovende „Straight Thirteen“, das melancholisch-klangfarbenverliebte „Hidden Thread“ oder eine kleine, dramatische Hommage an Debussy, aber auch die wehmütige Bandoneon-Ballade „El Alba“. Klaus Paier hat diese Jubiläums-CD zur Gänze mit seinem nagelneuen, komplett selbst konstruierten, leicht und variabel spielbaren, mit perfekten Klangeigenschaften und Einzeltonerweiterungen versehenen Akkordeon namens „Passion“ eingespielt. Welch passender Name, denn Leidenschaft ist neben Virtuosität und Kreativität wohl die wichtigste Voraussetzung für dieses Duo-Projekt! Von Paier stammen – neben dem Titelstück – das zwischen quicklebendiger Dramatik und tiefer Melancholie pendelnde „A Love’s Delight“, eine swingende Verbeugung vor Mozart und der spannungsgeladene Latin-Jazz-Blues „Moving On“, der zugleich hoffentlich auch Programm ist. Denn als Paier-Valcic-Fan wünscht man sich natürlich, dass die ersten zehn Jahre erst eine Art verlängerte Aufwärmphase für dieses grandiose Duo darstellen – das enorme musikalische Potential der Protagonisten ist jedenfalls sicher noch lange nicht ausgeschöpft.

(ACT)

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