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11.02.2009 |  Peter Füssl

Klaus Paier & Asja Valcic: À Deux

Das furiose Auftaktstück „Tango Loco“, ein wilder Tango Nuevo, bei dem der Akkordeonist Klaus Paier und die Cellistin Asja Valcic in rasendem Tempo ihre technische Brillanz demonstrieren, schlägt den Zuhörer in Bann – ein Zauber, der ihn erst nach 53 Minuten und 23 Sekunden, nach Verklingen der letzten Töne des sanften „Histoire d’Amour“, wieder loslässt. Dazwischen begeistert das kongeniale, alle musikalischen Genre-Grenzen bravourös überspringende Duo mit Jazzigem, melodienseligen Musette-Klängen, mitreißenden Balkanstürmen, wunderbaren Stimmungsbildern oder einem nahezu klassisch anmutenden „Menuet“. Der Kärnter Klaus Paier zählt nicht nur zu den ganz großen Akkordeonisten der Gegenwart, sondern stellt mit den 13, speziell für dieses Duo geschriebenen Stücken einmal mehr auch sein enormes kompositorisches Potential unter Beweis. Die aus Kroatien stammende Asja Valcic spielte schon mit den renommiertesten Kammermusik-Streichquartetten (vom Brodski und Brandis über Orlando, Melos und Alban Berg Quartett bis zum experimentierfreudigen radio.string.quartet.vienna) und wurde für ihre Einspielungen von Werken Schostakowitschs, Schnittkes und Martinus vielfach ausgezeichnet. Manchmal scheint sie mit ihrem Cello ein ganzes Streichorchester ersetzten zu können. Dass die wirklich außergewöhnliche Kombination Akkordeon-Cello dermaßen gut funktioniert, hängt aber nicht zuletzt damit zusammen, dass auf „À Deux“ mit so viel Herzblut musiziert wird. (ACT 9478-2 / Vertrieb: edel)
Konzert-Tipp: 27.2.09, 20 Uhr, Aula der HS Lingenau

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