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21.03.2009 |  Peter Füssl

Jim Black AlasNoAxis: Houseplant

Jim Black ist einer der innovativsten und vielbeschäftigten Schlagzeuger an der Ostküste.

Größen wie Tim Berne, Dave Douglas, Uri Caine oder Ellery Eskelin nehmen seine Dienste regelmäßig in Anspruch. Er ist ein Alleskönner, der ungerade Balkanrhythmen und knackige Rock-Beats ebenso liebt wie frei impovisierte, schwebende Klangmalereien oder schwindelerregend schnelle Bop-Trommelfeuer. Der in alle Richtungen offene Drummer kennt keine Genregrenzen, so nennt er für seine im Jahr 2000 gegründete Band AlasNoAxis, die nun die fünfte CD vorlegt, Inspirationsquellen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – etwa Björk, Radiohead, Nirvana, Bill Frisell oder den Free Jazz Albert Aylers. Tenorsaxophonist Chris Speed und die beiden Isländer Hilmar Jensson an der Gitarre und Skúli Sverrisson am Bass sind sozusagen verwandte im Geiste, und gemeinsam sind sie stets für Überraschungen gut. So ist „Houseplant“ im Gegensatz zu den früheren Veröffentlichungen ein über weite Strecken sehr ruhiges Album ohne große solistische Ausflüge geworden, was Jim Black als die „coole“ Antwort auf das Chaos und die Hektik des Alltagslebens sieht. Nur selten wird das relaxte Grundgefühl durch etwas handfestere, rauere oder stärker groovende Passagen unterbrochen, rhythmische Vielschichtigkeit oder freie, manchmal noiseorientierte Ausbrüche machen sich selten, aber wohltuend bemerkbar. „Houseplant“ ist ein melodien- und harmonienfixiertes Werk geworden, in dem Black auch seine „Ideen von Schönheit“ zum Ausdruck bringen wollte – spannender waren die Vorgängeralben.

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