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13.04.2009 |  Peter Füssl

Ida Sand: True Love

Die schwedische Sängerin und Pianistin Ida Sand widerlegt alle Klischees in Sachen skandinavischer Schwermut und bewegt sich stattdessen stimmlich lieber irgendwo im weiten Feld zwischen Jazz, Soul und Blues. Während ihr beim ersten Album noch der skandinavische Superposaunist Nils Landgren Starthilfe leistete, legt Ida Sand mit „True Love“ nun ein deutlich persönlicheres Werk vor, das durch fünf Eigenkompositionen wesentlich geprägt ist.

Besonders überzeugend wirken die wunderschöne, reduzierte Ballade „My Biggest Fear“, das raubeinige „Devil’s Game“ und die soulige Titelnummer. Aber auch bei den Coverversionen hat Sand ein gutes Händchen bewiesen, und es gelingt ihr, sich so unterschiedliche Pop- oder Rock-Klassiker wie Robbie Robertsons „The Weight“, Neil Youngs „Heart of Gold“ oder „Manic Depression“ von Jimi Hendrix einzuverleiben und dank teils wirklich ausgefallener Arrangements mit dem typischen Ida Sand-Flair zu versehen. Besonders ausdrucksstark und berührend ist auch ihre Interpretation des Jazz-Standards „Loverman“. Produziert wurde das Album von Ida Sands Mann, dem Gitarristen Ola Gustafsson, für den perfekten Rhythmusteppich sorgen Bassist Peter Forss und Drummer Per Lindvall, und als Gäste überzeugen der Trompeter Peter Asplund und Magnus Lindgren an Flöte und Bassklarinette. Also alles fest in schwedischer Hand – was es sogar möglich macht, Bob Marleys legendären „Redemption Song“ völlig reggeaefrei zu einer ergreifenden Ballade umzufunktionieren. (ACT 9481-2 / Vertrieb: edel)

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