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19.09.2019 |  Peter Füssl

Banks: III

Das Debütalbum „Goddess“ (2014) und das vor zwei Jahren erschienene „The Altar“ katapultierten die in Los Angeles lebende Singer-Songwriterin Jillian Rose Banks mit ihren zwischen hilfloser Verletzlichkeit, schmerzhaften Selbsterkundungen und höhnischen Kommentaren auf ihre Ex-Lover changierenden, in experimentierfreudigen Electro-Pop gewandeten Songs weltweit ins Scheinwerferlicht.

In den 13 neuen Songs ihres dritten Albums rappelt es nicht weniger in der Beziehungskiste, auch wenn sich die mittlerweile 31-jährige Banks durchaus auch ein bisschen abgeklärter gibt und nun zwischen hilflosen Wutausbrüchen und Herzschmerz-Attacken auch über die Tugend des Loslassen-Könnens philosophiert. Im Zentrum dieser hochemotionalen Songs steht Banks ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme, die sie in Neo-Soul- oder Avant-R’n’B-Nähe rückt. Schöne Beispiele dafür sind „Hawaiian Mazes“, „Sawzall“ oder „What About Love“, in „The Fall“ präsentiert sie sich zudem als durchaus talentierte Rapperin. Banks könnte sich getrost mehr auf die Kraft ihres unter die Haut gehenden Gesanges verlassen, der nicht selten in einem Übermaß an elektronischen Effekten unterzugehen droht, wenn Bässe maßlos übersteuert und Auto-Tune-Orgien abgefeiert werden oder bis zum Anschlag verfremdet und verzerrt wird. „III“ mag vielleicht einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen, aber dass Banks vieles wagt und mitunter sicher auch Zukunftsträchtiges ausprobiert, statt sich auf biedere Charts-Tauglichkeit zu kaprizieren, verdient jedenfalls Respekt.

(Capitol/Universal)

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