Beschädigung des umstrittenen Denkmals von Marbod Fritsch
Denkmal zum „Weingartener Vertrag“ beschmiert
Schon vor Umsetzung des Entwurfs von Marbod Fritsch gab es zahlreiche Diskussionen und Einwände – zuerst vom Denkmalamt und dann von Historikern (wir berichteten). Jetzt wurde das im Mai 2025 eröffnete Denkmal zum Weingartener Vertrag des Vorarlberger Künstlers Marbod Fritsch durch eine nächtliche Aktion beschädigt: Unbekannte brachten mit goldgelber Farbe Schriftzüge und Markierungen auf dem Boden an.
Zentrale Botschaft der Schmiererei: „der Ungleichheit ins Auge schauen! Eyesky“. Außerdem wurde das kreisrunde Mosaik auf dem Münsterplatz vor der Basilika so beschmiert, dass daraus ein einfach gezeichnetes Auge entstand.
Der Künstler Marbod Fritsch dazu: „Natürlich war mir bewusst, dass es Reaktionen geben wird – aber diese verstehe ich einfach nicht.“ Ihm würden vor allem die Mitarbeiter:innen der Stadt leidtun, die jetzt die Reinigungsarbeiten erledigen müssen.
Die Schmiererei stellt eine Ergänzung zum Denkmal dar. In den gepflasterten Platz ist ein leicht veränderter Satzanfang aus dem „Weingartener Vertrag“ eingelassen: „Damit Frieden, Ruhe und Einigkeit dauerhaft bewahrt werden, sollen wir …“
Auf Nachfrage sagt der Künstler, dass er mit der Vervollständigung des Satzes inhaltlich durchaus einverstanden sei, aber keinesfalls mit der Form, in der sie erfolgte.
Lesen Sie hier den Artikel zur Eröffnung des Denkmals in unserer Mai-Ausgabe.