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04.03.2015 |  Peter Füssl

Felder, Lech und Käsekultur - Vorarlberger Graphiker für „Die schönsten Bücher Österreichs“ 2014 ausgezeichnet

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels hat gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt aus einer Vielzahl an Einreichungen die 15 „Schönsten Bücher“ 2014 ausgewählt und drei davon mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Auch einige Vorarlberger Graphiker haben dabei exzellent abgeschnitten, nämlich Kurt Dornig, Thomas Matt und Roland Stecher, sowie Marcel Bachmann, Lutz Krause und Marcella Merholz.

Gemeindebuch Lech


Das von Birgit Ortner herausgegebene „Gemeindebuch Lech“ wurde von Marcel Bachmann, Lutz Krause und Marcella Merholz aus dem Büro Gassner Redolfi in Schlins gestaltet. Es wurde in der „Kategorie 2: Allgemeines Sachbuch“ zu den „Schönsten Büchern“ gewählt und zusätzlich noch mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

In der Jurybegründung heißt es: „Die Chronik eines Orts als Anschauungsmaterial handwerklicher Perfektion. Abwechslungsreich und liebevoll in den gestalterischen Details, gelingt es durch ein gekonnt unaufdringlich in Szene gesetztes, nichts desto trotz im wortwörtlichen Sinn makellos bespieltes Satz-/Bildlayout, unterschiedlichste Informationen zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammen zu fassen. Historisches Material wie Grafiken und Karten werden spannend und ansprechend inszeniert, wodurch der Charakter und die Identität des Orts erst so richtig in den Vordergrund treten können. Der Schutzumschlag aus der Vogelperspektive schafft den dazu nötigen, leichtfüßigen wie radikalen Kontrast und entpuppt sich auf der Rückseite als verschmitztes Denkmal dualistischer Gegensätze.“

Ich, Felder. Dichter und Rebell


In derselben Kategorie landete auch das von Thomas Matt und Roland Stecher (atelier stecher in Götzis) gestaltete und von Ulrike Längle, Jürgen Thaler und dem vorarlberg museum herausgegebene „Ich, Felder. Dichter und Rebell“ im Spitzenfeld. Es handelt sich dabei um den Katalog zur letztjährigen Ausstellung anlässlich des 175. Geburtstages von Franz Michael Felder im vorarlberg museum.

„Dieses Buch will ein Zeichen setzen. Stark, massiv mit klaren Ecken und Kanten liegt es zunächst perfekt in der Hand. Die rote Schmuckfarbe zeigt das Rebellische, und rote Farbseiten leiten auch jedes Kapitel ein. Die jeweiligen Überschriften sind groß und klar – die verwendeten Schriften Adelle und Sun sind vorbildlich lesbar. Randbemerkungen und Fußnoten werden mit Liebe zum Detail gesetzt und bilden ein harmonisches Ganzes. Bemerkenswert ist die Qualität der Abbildungen und Fotos. Dieser Ausstellungskatalog ist gleichzeitig klassisch und erfrischend modern: so wie die Schriften von Franz Michael Felder, auf dessen Werk mit dieser stringenten gestalterischen Aufbereitung ein neuer Blick gelingt.“ – so lautet die Jurybegründung.

von der Alp auf den Teller


In der „Kategorie 6: Sonderproduktionen und/oder Bücher, die nicht in den Handel geraten“ wurde das vom Dornbirner Graphiker Kurt Dornig gestaltete und von der Rupp AG, Hörbranz herausgegebene „von der Alp auf den Teller“ zum „Schönsten Buch“ erklärt.

„Dieses hervorragend gemachte Buch stellt nicht nur die „Käsekultur in Vorarlberg“ in allen vorstellbaren Facetten vor, sondern durch seine inhaltliche Relevanz auch ein Musterbeispiel gelungenen Corporate Publishings dar. Auf unprätentiöse Art und Weise werden vom ursprünglichen, mühseligen Herstellungsprozess bis hin zur Beziehung zwischen Lebensmitteln und der Region, die sie hervorbringen, verschiedenste thematische Aspekte stimmungsvoll in Szene gesetzt. Traditionelle Kultur wird durch einfache, wie wirkungsvolle stilistische Mittel in eine äußerst gegenwärtige Form gebracht, und die Papierwahl und Qualität der Abbildungen, die den ländlichen Raum genauso einfangen wie die im Buch enthaltenen Rezeptideen, fügen sich in ein stimmiges, präzise durchkomponiertes Gesamtkonzept ein. In abgeändertem Umschlag übrigens auch regulär im Buchhandel erhältlich!“ - Darüber freut sich nicht nur die Jury.

Die KULTUR gratuliert!

Gemeindebuch Lech

Gemeindebuch Lech

"... unaufdringlich in Szene gesetztes, nichts desto trotz im wortwörtlichen Sinn makellos bespieltes Satz-/Bildlayout"

"... unaufdringlich in Szene gesetztes, nichts desto trotz im wortwörtlichen Sinn makellos bespieltes Satz-/Bildlayout"

Ich Felder. Dichter und Rebell

Ich Felder. Dichter und Rebell

"Die rote Schmuckfarbe zeigt das Rebellische ..."

"Die rote Schmuckfarbe zeigt das Rebellische ..."

von der Alp auf den Teller

von der Alp auf den Teller

"Traditionelle Kultur wird durch einfache, wie wirkungsvolle stilistische Mittel in eine äußerst gegenwärtige Form gebracht" ...

"Traditionelle Kultur wird durch einfache, wie wirkungsvolle stilistische Mittel in eine äußerst gegenwärtige Form gebracht" ...

alle Fotos: BKA/Michael Goldgruber

alle Fotos: BKA/Michael Goldgruber

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  • Gemeindebuch Lech Gemeindebuch Lech
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