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07.10.2021 |  Manuela Schwaerzler

Double Check – Neue Netzwerkstelle in Hohenems

Im frisch bezogenen Gemeinschaftsbüro mit literatur: vorarlberg netzwerk präsentierten heute die Verantwortlichen die neuen Organisationsstrukturen und Vorhaben von „Double Check“. Als bewährtes Förderprogramm soll es weiterhin an der Schnittstelle zwischen Kultur und Bildung bestehen, auch das grundlegende Ziel bleibt dasselbe: die nachhaltige Verankerung von Kunst und Kultur im Bildungsbereich. Um diese vermehrt und breiterem Ausmaß umzusetzen, das heißt zur Einrichtung der Koordinationsstelle, aber auch zur Erweiterung der Möglichkeiten, Sichtbarmachung der Angebote und Weiterentwicklung von Projekten, wurde der Verein „Double Check. Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg“ gegründet, der mit 1. Oktober Melanie Greußing zur Geschäftsführerin bestellt hat.

Die Bregenzerwälderin studierte Kunstpädagogik sowie Kunst und Design mit textilem Schwerpunkt, realisierte eigene Ausstellungen und Kunst-und-Bau-Projekte, bevor sie die Rolle wechselte und selbst an der Kunstuniversität Linz lehrte und zuletzt im Salzburg Museum die Ausstellung „Herz aller liebst“ mitkuratierte.

Servicestelle: Beratung und Information

Ab sofort wird sie die neue Geschäftsstelle in Hohenems leiten, die „zu Schulzeiten täglich erreichbar ist“, wie Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg, den Servicecharakter mit Information und Beratung in allen Belangen hervorhebt. Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink sieht in der neuen Organisationsstruktur eine Bündelung der Kräfte, die eine verstärkte Zusammenarbeit von Kultur und Bildung ermöglicht. Winfried Nußbaummüller, Leiter der Kulturabteilung des Landes und Obmann des neuen Vereins Double Check, verweist in seiner Begrüßung auf die offensichtliche Baustellen-Situation – auf dem Gerüst an der Fassade wird noch gemalt – und sieht zwei von drei Punkten der Kulturstrategie des Landes bereits umgesetzt: Impulse setzen und zusammenarbeiten. Den dritten Punkt, Grenzen überschreiben, wird die Zukunft bringen, ist er überzeugt.
Die Gründung des Vereins bringt nicht nur die Einrichtung der Netzwerkstelle, sondern auch eine Erweiterung des Budgets, durch mögliche Akquirierung von Drittmitteln, aber auch größeren Beträgen von Seiten des Bundes. Gerechnet wird mit einem möglichen „Zielbudget“ von 250.000 Euro.

Breites Angebot, niederschwelliger Zugang

Einen weiteren Vorteil des „Netzwerks Double Check“ sehen die Verantwortlichen in der Sichtbarkeit der Angebotsspektrums. Die eigene Website, die dafür sorgen soll, auch in der virtuellen Welt sichtbar zu werden, und Infos, Onlineformulare sowie Unterrichtsmaterialien und Ähnliches zur Verfügung stellen soll, ist noch im Entstehen. Präsentiert werden konnte jedoch bereits das von Melanie Greußing entworfene Logo: ein Bogen, der für die Verbindung, den Brückenschlag zwischen Kultur und Bildung stehen und gleichzeitig die Verspieltheit und das Lustvolle an der Begegnung zum Ausdruck bringen soll.

Förderprogramme „Double Check_8“ und „Kulturmomente“ ausgeschrieben

In jüngster Vergangenheit gab es einen Stopp in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kulturschaffenden, Coronamaßnahmen machten Schulveranstaltungen und -projekte beinahe unmöglich. Mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft wird für die Schuljahre 2021/22 und 2022/23 das Förderprogramm „Double Check_8“ ausgeschrieben. Mit dem Ziel langfristige Partnerschaften anzuregen richtet es sich in gleicher Weise an Schüler:innen, Pädagog:innen, Kulturvermittler:innen und kulturveranstaltende Institutionen. Einreichungen sind nur gemeinsam möglich – eine Bildungseinrichtung (Schule) gemeinsam mit einer Kultureinrichtung (Museum, Galerie, Verein, Veranstalter u.a.), und zwar über das Onlineformular auf www.double-check.at bis zum 15.11.2021. Vorarlbergweit werden insgesamt zehn Partnerschaften mit jeweils 3.000 Euro pro Jahr unterstützt, besonders willkommen sind zweijährige Partnerschaften.
Melanie Greußing möchte in Zukunft besonders auch Lehrlinge und Schulformen, deren Schüler:innen bisher keine oder wenig Berührung mit Kunst und Kultur hatten, einbinden und mit ihrer Unterrichtstätigkeit an der Pädagogischen Hochschule das Bewusstsein für die Verknüpfung von Unterricht mit Kunst und Kultur bereits dort schüren.
Neu angeboten wird das Förderprogramm „Kulturmomente“, das sich an elementarpädagogische Einrichtungen wendet, um Kindern einen spielerischen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Auch dafür wird demnächst ein Onlineformular bereitgestellt.
Als Kooperationspartner bleiben der Vorarlberger Verkehrsverbund mit der „Freien Fahrt zur Kultur“, die seit dem Schuljahr 2015/16 über 70.000 Schüler:innen zu Kulturveranstaltungen gebracht hat, und die „Marke Vorarlberg“. Die Aktivitäten des Vorarlberger Kulturservice (VKS), der als Einrichtung der Bildungsdirektion Vorarlberg in der Vergangenheit als Bindeglied zwischen Schulen und Kulturschaffenden fungierte, werden in der neuen Netzwerkstelle zusammengeführt und nach der Übergangsphase eingestellt.

Double Check. Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg
Markstraße 40, 6845 Hohenems
Projektleitung: Melanie Greußing, melanie@double-check.at, 0681 81781820
www.double-check.at

Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer)

Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer)

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  • Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer) Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer)