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05.07.2022 |  Manuela Cibulka

Der Blumenegger Sommer ist eröffnet

Bei Prachtwetter wurde am vergangenen Sonntag in den Park der Villa Falkenhorst geladen und man fühlte sich zurückversetzt in jene Zeiten, als hier der schottische Adel residierte und durch die privaten Gärten flanierte. Mit ausgeliehenen Strohhüten bestückt zählte man sich als Besucher nun selbst ein wenig zu jener illustren Runde, wandelte durch den seit 1. Juli eröffneten Skulpturenpark mit Werken von Albrecht Zauner und suchte sich ein schattiges Plätzchen mit Blick auf die Bühne, auf der um 17 Uhr die Salonkapelle Tafelspitz erwartet wurde.

Zuerst wurde das Publikum – wie es zu einer Eröffnung gehört – von Rednern begrüßt. Thomas Bitsche (Obmann des Vereins Villa Falkenhorst) lobte seine Gäste als das seit langem bekannte klügste Publikum, das sich seine Stühle selbst dort hinstellt, wo es sich am wohlsten fühlt (die Bestuhlung in der Sonne war schnell aufgelöst) und erwähnte Eckpunkte des seit 20 Jahren bestehenden kulturellen Zentrums im Walgau. Harald Witwer sprach einleitende Worte und eröffnete als Bürgermeister der Gemeinde Thüringen den Blumenegger Sommer.

Kann denn Liebe Sünde sein?

Mit Zarah Leanders Schlager startete die Salonkapelle ihr Programm. Optisch, gesanglich und musikalisch perfekt im Stil der 20-er Jahre konnte man sich der Unterhaltungsmusik dieser Zeit hingeben. Musikalisch sehr schön abgestimmt wurde „das geneigte Publikum mit Schlagertexten von hohem literarischem Wert (Ich wollt‘, ich wär ein Huhn) verwöhnt. Werner Zudrell leitete amüsant durchs Programm – Marika Röck, die Unvermeidbare – und Angelika Zudrell, die aus dieser Zeit entstiegen schien, interpretierte die Nummern passend je nach philosophischer Tiefgründigkeit (Benjamin, ich hab‘ nichts anzuzieh‘n). Sehr schön auch das Zusammenspiel der Musiker:innen, wenn die Sängerin sich immer wieder zurücknahm, die Solis in den Vordergrund rückten und in der Leichtigkeit des Spiels großes musikalisches Können hervortrat.
Die Villa Falkenhorst als Ort der Kultur, der Begegnung und der Lebensfreude mit einer besonderen Atmosphäre wurde an diesem Nachmittag bestbesucht von vielen Gästen erlebt, und wenn auf der Homepage zu lesen ist, dass „die Entrückung aus dem Alltag und das sprichwörtliche Lebensgefühl in der Villa Falkenhorst Künstlerinnen und Künstler genauso wie das Publikum, das zu Gast ist, erleben“, kann dem nur zugestimmt werden.
Ein Nachmittag, um die Seele baumeln zu lassen.

Programm bis 11. September

Auf diesen werden bis 11. September noch einige folgen, denn der Blumenegger Sommer wartet auch dieses Jahr mit einem vielseitigen Programm auf. Rund um die Villa wird ein facettenreiches Programm an verschiedenen Veranstaltungsorten geboten. So reicht das Angebot vom Kinderprogramm über Kabarett, einem Burg Festival mit Vorarlberger Bands in der Ruine Blumenegg, Open-Air Kino in Ludesch, Konzerte mit regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern bis hin zum traditionellen Festkonzert der Militärmusik Vorarlberg und dem beliebten Sommerfest im Park.
Für das kommende Konzert am 10.7. im Park der Villa mit den "Chilimangaros" wünschen wir den Veranstaltern neben Sonnenschein ebenso zahlreiches Publikum wie am vergangenen Wochenende.

www.falkenhorst.at

Bei Prachtwetter wurde am vergangenen Sonntag im Park der Villa Falkenhorst der Blumenegger Sommer eröffnet.

Bei Prachtwetter wurde am vergangenen Sonntag im Park der Villa Falkenhorst der Blumenegger Sommer eröffnet.

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