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20.07.2022 |  Manuela Cibulka

Das Stadtmuseum Dornbirn startet eine Sammelaufruf: „Büro für schweres Erbe"

Für kommendes Jahr ist im Stadtmuseum Dornbirn eine Ausstellung zum „NS-Erbe“ geplant. Menschen, die Fragen zu ihrer eigenen Familiengeschichte oder auch Erbstücke aus dieser Zeit haben und bis jetzt nicht wussten, wie sie diese bestmöglich loswerden könnten, sind aufgerufen, sich damit an das „Recherchebüro“ zu wenden.

Ausgehend von dem Gedenkstein „Widerstand und Verfolgung“, der 1993 vor dem Hintereingang des Museums errichtet wurde, will sich das Museum der Frage stellen, wie der richtige Umgang mit Relikten aus der NS-Zeit aussehen könnte. Wo verläuft die Grenze zwischen NS-Devotionalie und vielschichtigem Erinnerungsobjekt? Was bewahren wir im Museum auf und was nicht?
Um Antworten auf solche Fragen zu finden, werden in der kommenden Zeit im Büro für schweres Erbe“ Erzählungen und Objekte gesammelt, die als Erbstücke aus der NS-Zeit belastet oder/und auch belastend sind. Ebenso gesucht werden Geschichten aber auch ungeklärte Fragen zum Leben oder auch zur Rolle einer:s Angehörigen bezogen auf die Zeit 1933 - 1955.

Erbschaft einer Stadt

Die Ausstellung wird zudem die Biografien der auf dem Gedenkstein verzeichneten Personen und daran geknüpfte Themen präsentieren. Parallel dazu ist ein geführter Stadtrundgang für Schüler:innen geplant und in Zusammenarbeit mit der Dornbirner Autorin Irmgard Kramer ist eine Publikation entstanden, die in einer neuen Reihe zu den Erbschaften einer Stadt" veröffentlicht wird. 

Büro für schweres Erbe"
Fr, 10 bis 12 Uhr
Stadtmuseum, Dornbirn

Voranmeldung unter +43 5572 306-4910 oder stadtmuseum@dornbirn.at
www.stadtmuseum.dornbirn.at

Teller mit NSV-Emblem („Nationalsozialistische Wohlfahrt“) und Hakenkreuz mit Slogan „Modell des Amtes Schönheit der Arbeit“ wurden beispielsweise im Ferienheim Maien bis ins 21. Jahrhundert verwendet, bis ein Besucher damit an die Medien ging. (© Stadtmusem Dornbirn)

Teller mit NSV-Emblem („Nationalsozialistische Wohlfahrt“) und Hakenkreuz mit Slogan „Modell des Amtes Schönheit der Arbeit“ wurden beispielsweise im Ferienheim Maien bis ins 21. Jahrhundert verwendet, bis ein Besucher damit an die Medien ging. (© Stadtmusem Dornbirn)

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  • Teller mit NSV-Emblem („Nationalsozialistische Wohlfahrt“) und Hakenkreuz mit Slogan „Modell des Amtes Schönheit der Arbeit“ wurden beispielsweise im Ferienheim Maien bis ins 21. Jahrhundert verwendet, bis ein Besucher damit an die Medien ging. (© Stadtmusem Dornbirn) Teller mit NSV-Emblem („Nationalsozialistische Wohlfahrt“) und Hakenkreuz mit Slogan „Modell des Amtes Schönheit der Arbeit“ wurden beispielsweise im Ferienheim Maien bis ins 21. Jahrhundert verwendet, bis ein Besucher damit an die Medien ging. (© Stadtmusem Dornbirn)