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09.09.2014 |  Peter Füssl

Spoon: They Want My Soul

„Rent I Pay“ heißt der Opener des mittlerweile auch schon achten Longplayers der Indie-Rocker aus Austin/Texas, und er klingt, als hätten die „Stones“ einen witzigen Alternative-Take zu „Street Fighting Man“ aus dem Ärmel gezaubert. Aber die vor 20 Jahren gegründete und zu Ehren der deutschen Krautrock-Legende „Can“ nach deren größtem Hit „Spoon“ benannte Band hatte noch nie größere Bedenken, die effektvollsten Ingredienzien der Rock- und Pop-Geschichte in ihr letztlich dann doch ganz nach „Spoon“ klingendes Soundgebräu zu integrieren.

Band-Mastermind ist der das musikalische Geschehen stets dominierende Sänger Britt Daniel. Er übt sich textlich einmal mehr in Verweigerungshaltung, lässt es aber ordentlich rocken, allerdings nicht ohne jegliche Rock’n’Roll-Routine durch Einstreuen von sphärischen Synthie-Flächen zu verhindern. So ist stets für Abwechslung gesorgt, etwa durch die bluesig Piano-zentrierte Neuinterpretation des 1961-er Hits „I Just Don’t Understand“ der schwedisch-amerikanischen Sängerin/Schauspielerin Ann-Margret oder durch beschwingt Poppiges wie die Single-Auskopplung „Do You“. Da seit dem 2010 erschienenen äußerst erfolgreichen Album „Transference“ vier ziemlich unauffällige Jahre ins Land gegangen waren, hatten manche schon gemeint, „Spoon“ könnten wohl den Löffel abgegeben. Weit gefehlt!
(Anti)

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