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Tag des Denkmals 2019

Info: www.tagdesdenkmals.at

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29.09.2019 10:00
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29.09.2019 12:00
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Diverses
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abgelegt unter: Diverses
Musik / Konzert 21.04.2021
Silvia Thurner

Zuerst eine hervorragende Wettbewerbsidee und am Ende ein erfrischendes Preisträgerkonzert
Im Feldkirchen Pförtnerhaus gaben die beim interdisziplinären "Musik Plus" Wettbewerb des Rotary Clubs ausgezeichneten Musikerinnen und Musiker beeindruckende Einblicke in ihre Künste. Ein Sonderpreis wurde Hannah Eberle und ihrem Team für das Projekt "Momentaufnahme" zuerkannt.

„Musik Plus“ nannten die Rotary-Clubs Feldkirch und Bludenz und die Initiatoren Anselm Hartmann und Thomas Ludescher einen spartenübergreifenden Wettbewerb, um Künstlerinnen und Künstlern in der derzeitigen Situation Wertschätzung, finanzielle Unterstützung und ein Podium zu bieten. Die beiden ersten Preise ergingen an das Ensemble „Caminos nuevos“ mit der Tänzerin Silvia Salzmann und David Helbocks „Random|Controll“ zusammen mit der Sprachkünstlerin Yasmin Hafedh. Renate Bauer und ihr Ensemble wurden für ihr Projekt „Du musst dein Leben ändern“ mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Sonderpreise erhielten Hannah Eberle für ihr Konzept „Momentaufnahme“ sowie die Flötistin Consuelo Sara García Moreno. Im Feldkircher Pförtnerhaus stellten die Preisträgerinnen die prämierten Projekte in Kurzperformances vor. Sie begeisterten, inspirierten und versetzten die Zuhörenden in Staunen.

CD-Tipp 20.04.2021
Peter Füssl

Duo Dominik Fuss / Jörg Leichtfried: Little Tales of Light And Sorrow

Der 37-jährige niederösterreichische Pianist Jörg Leichtfried und der 1989 in Wien geborene Trompeter und Flügelhornist Dominik Fuss sind an zahlreichen Musikprojekten beteiligt, widmen sich nun aber erstmals gemeinsam der hohen Kunst des Duo-Spiels. Das Beethoven-Lied „Lisch aus, mein Licht“ ist die einzige Fremdkomposition des Debütalbums, verweist aber auf den klassischen Background, aus dem die beiden ohnehin genreübergreifend tätigen Jazzer auch in ihren Eigenkompositionen schöpfen.

Literatur 19.04.2021
Annette Raschner

Wortwörtlich und buchstäblich: „vor lauter krimi“

gekritzelzeilen verbrecherischer ansichtiger unsichtbarkeiten verspricht ein neues Büchlein mit Gedichten, die der Vorarlberger Peter Langebner in der Tradition der Konkreten Poesie geschrieben hat. Einen lyrischen Krimi noir nennt der von Rainer und Chiara Juriatti vor einem Jahr gegründete Kollektiv Verlag das Buch „vor lauter krimi“, dessen Titel bereits die Doppelbödigkeit und Vieldeutigkeit der Texte verrät. Es empfiehlt sich, diese laut zu lesen!

Musik / Konzert 18.04.2021
Silvia Thurner

Mit Elan musiziert, viel Energie entfaltet – das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Leo McFall und Miriam Feuersinger strahlten viel Tatendrang aus
Endlich wieder Orchestermusik live zu spielen, tat den Orchestermusikerinnen und Orchestermusikern des Symphonieorchesters unter der Leitung ihres neuen Chefs Leo McFall hörbar gut - und den hundert begeisterten Zuhörenden in der Kulturbühne amBach auch.

Die Kulturbühne AmBach in Götzis hat sich bereits im vergangenen Herbst als idealer Aufführungsort für Orchesterkonzerte mit Publikumsbeschränkung bewährt. Nun haben der Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg, Sebastian Hazod, und Leo McFall, der neue Chefdirigent, die Initiative ergriffen und zum Orchesterkonzert eingeladen. Enthusiastisch formten die Musikerinnen und Musiker die Werke und machten gleichzeitig erlebbar, wie gut sie mit ihrem neuen Chef kommunizieren. Auf dem Programm standen Wagners „Siegfried Idyll“ sowie die vierte Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zudem gestaltete die Sopranistin Miriam Feuersinger Mozart-Arien aus Motetten sowie das „Laudamus te“ aus der großen Messe in c-Moll.

Musik / Konzert 18.04.2021
Silvia Thurner

Variantenreiche Kompositionen und Spielarten – Das Ensemble plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte im Magazin 4 mit großer Aussagekraft
Das Ensemble plus eröffnete die neue Konzertsaison im Bregenzer Magazin 4 mit einem abwechslungsreichen Programm unter der Leitung von Thomas Gertner.

Endlich konnte Guy Speyers als neuer Leiter des Ensemble plus in die neue Abonnementsaison starten. Dabei wurde die neue Heimstätte, das Magazin 4 in Bregenz, erstmals bespielt, und die Raumatmosphäre sowie die Akustik boten beste Voraussetzungen für ein stimmungsvolles Konzert. Im Zentrum standen Streichquartette von Johannes Wohlgenannt Zincke und die Uraufführung des Werkes „Via vitae“ von Gerda Poppa. Die Musikerinnen und Musiker des Ensemble plus musizierten bestens disponiert und in einem guten Austausch miteinander.

Film / Kino 16.04.2021
Gunnar Landsgesell

Mank
Begegnung auf einem hölzernen Scheiterhaufen zwischen Mank und Randolph Hearsts Geliebter, Marion Davies. Eine der sinnträchtigsten Szenen des Films.

Die Produktion von Orson Welles' "Citizen Kane" aus der Sicht seines weniger bekannten Drehbuchautors Herman J. Mankiewicz, genannt "Mank", betrachtet. David Fincher inszeniert in zahllosen, schneidigen Vignetten mit geschliffenen Dialogen ein Hollywood der Grabenkämpfe und ideologischen Zersplitterungen. Bei allem Aufwand fehlt dem Film aber eine gewisse innere Spannung.

ANZEIGE 16.04.2021
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte Mitarbeiter*innen zu finden.

Musik / Konzert 15.04.2021
Silvia Thurner

Wenn in erster Linie die Freude an der Musik zählt – der Jugendmusikwettbewerb „Prima la musica“ war in diesem Jahr besonders wichtig und erfolgreich
Die Jugendlichen bereiteten sich monatelang auf ihren großen Auftritt bei "Prima la Musica" im Vorarlberger Landeskonservatorium vor. Zwar konnten dieses Jahr Verwandte und Freunde nicht im Publikum applaudieren, aber die Jurorinnen und Juroren reagierten durchwegs begeistert auf die außergewöhnlichen Leistungen der Musizierenden.

„Prima la musica“ fand und findet 2021 unter sehr speziellen Bedingungen statt. Trotz widriger Umstände setzten Peter Heiler vom Vorarlberger Musikschulwerk und Petra Hopfner von der Bildungsabteilung der Vorarlberg Landesregierung alles daran, diesen für etwa 300 teilnehmende Musikschülerinnen und -schüler bedeutenden Höhepunkt des Musikschuljahres austragen zu können. Die freudvollen Darbietungen und die vielen Auszeichnungen bestätigten die Initiatoren in ihrem Tun. Victor Marin hat nun eine musikalische Filmdokumentation zusammengestellt und lässt mit Musizierenden, Juroren und den Veranstaltern die außergewöhnlichen Wettbewerbstage im Vorarlberger Landeskonservatorium stimmungsvoll Revue passieren. Trotz fehlendem Publikum und keiner öffentlichen Preisverleihung war es für die Teilnehmenden ein inspirierendes Erlebnis.

Film / Kino 15.04.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (16.4. - 22.4. 2021)
Davos

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche mit "Corpus Christi" ein vielfach preisgekröntes, mitreißendes Drama um Schuld und Vergebung. Am Spielboden Dornbirn läuft dagegen der Dokumentarfilm "Davos", der vor dem Hintergrund des Weltwirtschaftsforums am Beispiel des Schweizer Kurorts die Zerrissenheit der modernen Welt sichtbar macht.

Literatur 15.04.2021
Manuela Schwaerzler

Hohenems knackt den Ortskern
Literatur und Kunst vermitteln Raumplanung und Siedlungsentwicklung (alle Fotos: Frauke Kühn)

Das zukünftige Literaturhaus Vorarlberg hat in Hohenems das erste Kooperationsprojekt mit der Abteilung Raumplanung und Baurecht des Landes umgesetzt und die Bushaltestelle am Schlossplatz zu einer begehbaren Graphic Novel gemacht. Texte der Bregenzer Autorin Sarah Rinderer und Illustrationen der Hohenemser Grafikdesignerin Katharina Ralser werden dort zu RaumBildGeschichten, die sperrige Begriffe aus dem Bereich Raumplanung - wie etwa Verdichtung, Ballungsraum, Freiraum, Durchwegung - in eine poetische (Bild-)Sprache übersetzen und damit die Bürgerinnen und Bürger erreichen, sie zum Nachdenken und Mitwirken anregen sollen.

Ausstellung 13.04.2021
Peter Niedermair

„Die schönsten Bücher“ aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Tschechien und den Niederlanden
Das prämierte Buch "Das Zweitkleinste" der beiden Vorarlbergerinnen Sarah Luger und Katharina Amann (Fotos: Michael Goldgruber/BMKOES)

Am 13. April 2021 eröffnet diese sehenswerte Ausstellung, die zum ersten Mal auch in der Stadtbibliothek Dornbirn zu sehen ist. In allen fünf Ländern hat die Auszeichnung der grafisch am schönsten gestalteten Bücher eine lange Tradition – in den Niederlanden bereits seit 1926. In verschiedenen Sparten wie Kunstbuch, Kinderbuch, Roman usw. wählen Fachjurys aus zahlreichen Vorschlägen die jeweils herausragenden Bücher aus. Die Jury beurteilt in Kategorien wie Konzeption, grafische Gestaltung und Typografie und legt ein besonderes Augenmerk auf Innovation und Originalität. Weitere Kriterien sind die Qualität des Drucks und des Einbands, die buchbinderische Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien.

Literatur 13.04.2021
Anita Grüneis

Neue Bücher von Doris Röckle und Armin Öhri: Das schwarze Herz und die Wehmutter vom Bodensee

Historiendramen finden überall ihr Publikum, ob in Form von TV-Serien wie „Outlander“ oder in Romanen wie „Die Säulen der Erde“. Eine Autorin und ein Autor aus Liechtenstein haben sich einer speziellen Gattung dieser Richtung verschrieben: dem historischen Kriminalroman. Während Armin Öhri seine Romane vorwiegend im 19. Jahrhundert spielen lässt, sind die Erzählungen von Doris Röckle im Mittelalter angesiedelt. Anfang dieses Jahres erschienen ihre neuen Bücher: Armin Öhris „Das schwarze Herz“ ist der vierte Band seiner Romane um den Tatortzeichner Julius Bentheim, „Die Wehmutter vom Bodensee“ von Doris Röckle ist das fünfte Buch ihrer Mittelalter-Reihe.

CD-Tipp 13.04.2021
Peter Füssl

Archie Shepp & Jason Moran: Let My People Go

Mit diesen 2017 in Paris und 2018 in Mannheim live aufgenommenen sieben Titeln tauchen der 83-jährige Archie Shepp und der 46-jährige Jason Moran tief in die Black Music und somit auch in die Geschichte der Black Community ein. Beiden gemeinsam ist ein tiefes Wissen um die gesamte Jazztradition von den Wurzeln bis zum Free-Jazz, aus der sie jederzeit mit großem Selbstverständnis und enormer Geschmackssicherheit schöpfen können. Die authentische Kraft von Spirituals, Gospels und Blues erlebte klein Archie bereits als Kind an der Seite seiner Großmutter beim sonntäglichen Besuch der Piney Grove Baptist Church, später dann bei den „Battles of Song“ in Philadelphia. Unvergessliche Eindrücke, die selbst noch in seiner avantgardistischen Phase im New York der 1960-er Jahre stets spürbar waren.

Literatur 12.04.2021
Annette Raschner

Die Korrumpierbarkeit der Masse - Neuer Roman von Jürgen Thomas Ernst

Jürgen Thomas Ernst liebt die Natur und die Poesie, und er hat keine Angst, von großen Gefühlen zu schreiben; seine letzten Romane zeugen davon. In „Das Wasserkomplott“ verhält es sich anders. Denn der in Vorarlberg lebende Schriftsteller und Förster legt damit seinen ersten Kriminalroman vor. Er ist im deutschen Gmeiner Verlag erschienen.

Musik / Konzert 11.04.2021
Silvia Thurner

Jeder Note Luft zum Leben gegeben – Der Klarinettist Matthias Schorn und das Epos Quartett erhielten für ihr tiefgehendes Konzert Standing Ovations
Matthias Schorn und das Epos Quartett bescherten dem Publikum im Pförtnerhaus in Feldkirch ein inspirierendes Erlebnis. (Foto: Fritz Jurmann)

Unter dem Motto „Das Kind – es schwebt“ wurde das Pforte-Abonnement 2021 eröffnet. Zum gemeinsamen Musizieren lud das Epos Quartett den Klarinettisten Matthias Schorn ein. Passender hätte das Motto nach der viel zu langen Abstinenz nicht gewählt werden können. Dankbar hoben die Kammermusikerinnen und -musiker mit Werken von Schubert, Schumann, Mozart und Capers ab und nahmen das begeisterungsfähige Publikum gleich mit. So wurde die Matinee im Feldkircher Pförtnerhaus zu einem gemeinschaftlichen Musikerlebnis, das wohl bei vielen noch lange nachwirken wird.

Theater 10.04.2021
Peter Niedermair

Max Lang: „Sprich nur ein Wort“, Premiere am Vorarlberger Landestheater
(alle Fotos: Anja Köhler)

Das Stück von Maximilian Lang spielt sieben Jahre nach dem Tod von Franz Michael Felder 1869. Schauplatz des Theaterstücks ist das Nebenzimmer eines Gasthofs in Schoppernau. Im Hintergrund eine Tür. Am Boden liegt das Denkmal, ein großer Stein. Der in Wien lebende Bregenzer Dramatiker versammelt in dieser Auftragsarbeit der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, vier Personen, die Felder kannten, ihn umgaben, in seiner Nähe lebten, die ihn unterstützten oder gegen ihn auftraten, die ihn liebten oder hassten, und gibt ihnen eine Stimme. In „Sprich nur ein Wort“ wenden sie sich posthum an den Verstorbenen, mit dessen Tod der Streit um die politische Gestaltung der Gesellschaft, die Felder kritisch reflektiert hatte, zum Stillstand kam.

Film / Kino 09.04.2021
Gunnar Landsgesell

Neues aus der Welt
Hanks und die 11-jährige deutsche Schauspielerin Helena Zengel, die für ihre Rolle offenbar einiges an Kiowa-Vokabular gelernt hat.

Texas 1870: Ein ehemaliger Captain aus dem eben zu Ende gegangenen Sezessionskrieg trifft auf ein verwaistes Mädchen, das bei den Kiowa aufgewachsen ist und den Siedlern nun als "Wilde" gilt. Regisseur Paul Greengrass nimmt Anleihen bei John Ford und setzt ein unwahrscheinliches Paar in Szene, das vor der Zivilisation mehr zu befürchten hat als vor der zurückgedrängten Urbevölkerung. Eine Elegie mit Gewalteinbrüchen.

Film / Kino 08.04.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (9.4. - 15.4. 2021)
Was wir wollten

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche mit "Le jeune Ahmed" den letzten Film der Dardenne-Brüder, in dessen Zentrum ein junger französischer Islamist steht. Beim TaSKino Feldkirch steht dagegen mit der Peter Stamm-Verfilmung "Was wir wollten" Österreichs heurige Einreichung für den Auslands-Oscar auf dem Programm.

Literatur 07.04.2021
Ingrid Bertel

Tod nach Fahrerflucht

In seinem Roman „Bogners Abgang“ fragt Hans Platzgumer nach dem feinen Unterschied zwischen Schuld und Schuldgefühl.

CD-Tipp 06.04.2021
Peter Füssl

Julien Baker: Little Oblivions

Selbstzweifel, Schmerz, Seelenpein, Identitätskonflikte, Schuldgefühle, religiöse Obsessionen, Verzweiflung, Zerrissenheit, Selbstbetrug, Kontrollverlust, Leid und Leidenschaft – die Welt der Singer-Songwriterin Julien Baker aus Memphis/Tennessee war immer schon ein Jammertal, aber eines, das der expressiven Sängerin in der Welt des Alternative-Folk und des Indie-Pop zu einem glänzenden Renommee verhalf.

Kritiken 05.04.2021
Silvia Thurner

In mehrerlei Hinsicht ein imponierendes Ereignis – Die „Camerata Musica Reno“ mit Tobias Grabher am Pult stellte sich im Theater Kosmos vor
Die neu gegründete "Camerata Musica Reno" wurde bei ihrem Debüt im Theater Kosmos mit Strawinskys "Geschichte vom Soldaten" vom begeisterten Publikum herzlich gefeiert.

Corona zwang Musikerinnen und Musiker in eine existenzielle Krise. Doch nicht wenige schöpften daraus eine kreative Energie, die Mut zeigt und in eine gute Zukunft weist. So gründete der angehende Dirigent Tobias Grabher mit Künstlern aus der Bodenseeregion ein neues Kammerorchester. Im schönen Ambiente des Theater Kosmos stellte sich die „Camerata Musica Reno“ nun der Öffentlichkeit vor. Geboten wurde eine mitreißende Deutung von Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“, die wesentlich von der ausdrucksstarken Schauspielerin Mariam Avaliani belebt wurde.

Theater 02.04.2021
Peter Niedermair

Thomas Köck: dritte republik (eine vermessung) - teil drei der kronlandsaga
alle Fotos: Caro Stark

Das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung bringt ein kafkaeskes Stück Weltgeschichte auf die Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses. Thomas Köck ist einer der gefragten Dramatiker Österreichs. Mit seiner bildmächtigen, rhythmisch-musikalischen Sprache forscht er mit den Mitteln des Theaters den geschichtsmetaphorischen Phänomenen wie auch den Akteur*innen der aktuellen politischen Gegenwart nach. Seine „dritte republik“ spielt im Titel auf die 1994 unter Jörg Haider verfasste programmatische Schrift „Weil das Land sich ändern muss! Auf dem Weg in die Dritte Republik“ an, in der ein Umbau Österreichs von einer parlamentarischen Demokratie zu einem Staat unter der alleinigen Führung eines direktgewählten Staatsführers mit unumschränkten Befugnissen beschrieben wird.

Film / Kino 01.04.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (2.4. - 8.4. 2021)
Auf der Couch in Tunis

Die LeinwandLounge in Bludenz startet nach der Corona-Pause mit der leichthändigen Komödie "Auf der Couch in Tunis" ins Frühjahrsprogramm. Beim TaSKino Feldkirch steht noch zweimal Julia von Heinz´ packender Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" auf dem Programm.

CD-Tipp 01.04.2021
Peter Füssl

Valerie June: The Moon and Stars. Prescriptions for Dreamers

Valerie June Hockett ist in Memphis/Tennessee aufgewachsen, wo sie als Valerie June mit Roots Music auf zwei selbstverlegten Alben erstmals auf sich aufmerksam machte, ehe sie nach Brooklyn zog und 2013 unter Mithilfe von „The Black Keys“-Gitarrist Dan Auerbach mit dem Album „Pushin‘ Against a Stone“ den Sprung auf ein Major-Label und die stilistische Erweiterung in Richtung, Funk, Soul und R’n’B schaffte. Ein Karrieresprung, den sie mit dem 2017 erschienenen „The Order of Time“ festigte. Mit ihrem fünften Album feiert die 39-Jährige nun mit ihren poetischen Texten die subversive Kraft des Träumens – ideologisch angelehnt an große, gesellschaftlich relevante Träumer wie Martin Luther King oder John Lennon – gepaart mit Meditationen, Gedanken zur Selbstfindung, zur Selbstermächtigung, zur Kraft der Phantasie, zur Liebe, zum Scheitern.

Film / Kino 31.03.2021
Gunnar Landsgesell

Oeconomia
Kühle Architekturen, technokratische Welt. Wer verrät als erster, wie Geld produziert wird?

Mit einer simplen Frage reißt Regisseurin Carmen Losmann das Dilemma unseres Wirtschaftssystems auf: Wo kommt das Geld her? Verdutzte Fachleute ringen um Erklärungen, dabei ist laut Film die Sache recht eindeutig: Geld wird über Kredite produziert. Die Schulden des einen sind die Gewinne des anderen. Das Problem dabei ist allein: Wie können immer neue Kreditnehmer motiviert werden, dass unser Wirtschaftswachstum nicht ausrinnt? Ein faszinierender und ebenso sachlich dirigierter Dokumentarfilm. Zu sehen heute und morgen im Cinema 2000 in Dornbirn. Hoffentlich auch noch die nächsten Tage.