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'Mythos Idylle Maisäß - Künstlerresidenzen auf Montafoner Maisäßen 2016 – 2018'

im Atrium

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Anfang
20.09.2019 17:00
Ende
17.11.2019 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

vorarlberg museum
Kornmarktplatz 1
6900 Bregenz
→ Di - So 10 - 18, Do 10 - 20, 24. + 25.12. + 31.12. geschlossen, 26. 12. 10 - 20, 1.1.20 14 - 18 Sommeröffnungszeiten 1.7. – 31.8. tgl. 10 – 20
+43 (0)5574 46 0 50
http://www.vorarlbergmuseum.at
info@vorarlbergmuseum.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Literatur 09.12.2019
Peter Niedermair

Stimmungen – Reflexionen. Alfons Kräutler (1907–1993) – Ein neu zu entdeckender Dornbirner Künstler
Klosamarkt, 1925, Pastell, Gouache auf Papier, 14,7 x 19,7 cm (alle Fotos: © Hadwig Kräutler)

Diesen Herbst erschien im Hohenemser Bucher Verlag das auf der Gustav und an der Dornbirner Realschule präsentierte Katalogbuch über das Schaffen des Dornbirner Malers und Grafikers Alfons Kräutler anlässlich seines 25. Todestages (2018). Das von Hadwig Kräutler und Theresia Erne sehr schön gestaltete Buch beleuchtet eine vielseitige, lokal rezipierte Künstlerpersönlichkeit aus bisher wenig bekannter Perspektive. Neben den lesenswerten Textbeiträgen von Petra Zudrell, Werner Matt, Josef Seiter, Reinhard Haller, Johannes Rauch, Klaus Fessler und drei Aufsätzen von Hadwig, Tochter von Alfons Kräutler, zeigt der Band den Künstler in verschiedenen Notizen und Gedanken wie auch Abbildungen seiner Arbeiten, darunter Fotos bisher nicht bekannter Bilder und großformatiger Reproduktionen vieler der im Jahr 2017 entdeckten Grafiken; allesamt Arbeiten auf Papier.

Ausstellung 08.12.2019
Peter Niedermair

„work in progress“ – Maria Anwander im Magazin 4
Maria Anwander, In the Studio N°84 Telepathically trying to make Ute Meta Bauer show my work, 2016-2019 (fortlaufend), Pigmentdruck auf Baryt (© Maria Anwander)

Die Künstlerin beschäftigt sich in dieser Sonderausstellung mit dem Kunstbetrieb an sich. Dabei reflektiert sie kritisch und mit feinen poetisch-humoristischen Anspielungen das Ausstellungswesen und die Ausstellung als Modell. Gestern Abend wurde im Magazin 4 die Ausstellung, die bis 2. Februar 2020 zu sehen ist, eröffnet.

Musik / Konzert 08.12.2019
Andreas Feuerstein

Audienz im Reich der Königin - Queensryche, Firewind und Dark Side Choir bildeten das Line-up für ein gelungenes Mini-Metal-Festival im Conrad Sohm
Firewind

Musik für harte Jungs ist ein Bild, das man in der Szene-fernen Öffentlichkeit gerne mit dem Metal-Genre verbindet. Und natürlich ist da auch was dran, wie jeder am Donnerstagabend im Conrad Sohm feststellen konnten, der den Blick über das Publikum schweifen ließ: Metal, das ist vor allem Männermusik.

Film / Kino 05.12.2019
Gunnar Landsgesell

Gypsy Queen
Das Leben als Kampf, erst im großen Finale begibt sich "Gypsy Queen" in den Ring. Mit einigen gut orchestrierten Szenen.

Vom Leben der jungen Mutter und Roma-Angehörigen Ali, die der Vater als Boxerin ausgebildet hat, erzählt Hüseyin Tabaks jüngste Arbeit. Zwischen Boxerfilm und Sozialdrama tut sich einiger Raum auf, in dem Tobias Moretti als skuriller Kneipenwirt und Box-Promoter gegen Alina Serban als stille Kämpfernatur eifrig Punkte sammelt.

Film / Kino 05.12.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (6.12. - 12.12. 2019)
Eine kleine Weihnachtsgeschichte

In Kooperation mit der Volkshochschule Bregenz zeigt der Spielboden Dornbirn diese Woche, passend zur Vorweihnachtszeit, den schwedischen Spielfilm „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“, der auch schon vierjährige Besucher begeistern kann. Ebenfalls am Spielboden steht diese Woche nochmals Nicolas Philiberts feinfühliger Dokumentarfilm „Zu jeder Zeit“ auf dem Programm, in dem ein präziser Einblick in die Ausbildung von Krankenpflegern geboten wird.

Literatur 05.12.2019
Kurt Bereuter

Buchneuerscheinung: Die Bregenzerwaldbahn – Gestern und Heute

Wenn man auf dem Cover des Buches den Titel in Bildform ablesen möchte, müsste man meinen, da, wo einst die Bregenzerwaldbahn war, ist jetzt nur mehr ein Kiesweg vorhanden, der an eine alte Straße erinnert, die wohl keine große Bedeutung (mehr) hat. Aber tatsächlich gibt es ja noch einen Rest der ursprünglichen Bregenzerwaldbahn, dem Wälderbähnle, wie es bei uns immer liebevoll genannt wurde. Vom Bahnhof Schwarzenberg bis zum Bahnhof Bezau, und die Nikolausfahrten sind nicht nur zur Tradition geworden, sondern auch zu einem besonderen Ereignis für Jung und Alt.

CD-Tipp 05.12.2019
Peter Füssl

FKA Twigs: Magdalene

Eingehüllt in exzentrische Designerstücke, manchmal nur wenig mehr als ein Hauch von Nichts, futuristische Hutmodelle deckeln kunstvoll kolorierte, wild verflochtene Haarzöpfe und Rastalocken, ein extravagant geschminktes Gesicht, die Zähne mit Gold- und Türkisplättchen überzogen, kunstvoll dekorierte, extralange Fingernägel – wen wundert’s, dass im ihr zu Füßen liegenden Musikfeuilleton gerne von einer außerirdischen Erscheinungsform die Rede ist? Die gerade einmal 31-jährige Tahliah Debrett Barnett, besser bekannt unter ihrem Nom de Guerre FKA Twigs, verfügt über eine Unzahl extraterrestrisch anmutender Talente, die sie etwa in ihren sehenswerten Musikvideos zu kleinen ausgeflippten Tanz-Kampfsport-Musik-Gesamtkunstwerken bündelt.

Theater 04.12.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Die Einsamkeit ist ein Hund – aktionstheater ensemble spielt „Heile mich“ am Spielboden Dornbirn
Großartig: Isabella Jeschke und Kirstin Schwab

Es waren gestern Abend die leisen Momente, die bei der Premiere von „Heile mich“, der neuen Produktion des aktionstheater ensembles, berührten. Theatermacher Martin Gruber, der sowohl für Text, Inszenierung und Choreographie verantwortlich zeichnet, hat von seinen Schauspielerinnen, seinen Sängern und Musikern einmal mehr alles abverlangt. Bis auf die Haut, ja sogar bis zum Innersten ihrer Seelen entblättern sich die drei Protagonistinnen des Stückes, dargestellt von den Schauspielerinnen Susanne Brandt, Isabella Jeschke und Kirstin Schwab.

Theater 04.12.2019
Anita Grüneis

„Vater“ im TAK: Vom Mann-Sein mit Vater in Kopf und Leib
Schauspieler Alexander Khuon trägt den Abend mit seinen Erzählungen über das Leben eines Sohnes am Sterbebett des Vaters

Der 43-jährige Dietrich Brüggemann, bekannt als Filmregisseur und Drehbuchautor, schrieb mit „Vater“ sein erstes Bühnenwerk und inszenierte es auch gleich selbst. Die Uraufführung war im November 2017 im Deutschen Theater Berlin, nun gastierte diese Produktion an zwei Abenden im TAK und war dank des Schauspielers Alexander Khuon ein erzählerischer Genuss.

CD-Tipp 03.12.2019
Peter Füssl

Matthias Schriefl: Moving Krippenspielers/Vol. 1

„Lauter frohe Botschaften ...“ steht auf der ersten Seite des Booklets, und die froheste von allen ist wohl die, dass es dieses über Jahre hinweg mit Inbrunst praktizierte, durchgeknallte Krippenspiel aus dem für hochmusikalischen Nonsens bürgenden Hause Schriefl jetzt auch für die Allgemeinheit gibt.

ANZEIGE 03.12.2019
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

Musik / Konzert 02.12.2019
Silvia Thurner

In freundschaftlicher Verbundenheit und mit einer romantisch beschwingten Werkauswahl – das SOV mit seinem Ehrendirigenten Gérard Korsten
Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Gérard Korsten spielte das dritte Abonnementkonzert der Saison im ausverkauften Bregenzer Festspielhaus. Zu hören gab es klangschwelgerische Werke von Karl Bleyle, Max Bruch und Peter I. Tschaikowsky.

Beim dritten Abonnementkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg gab es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Chefdirigenten Gérard Korsten. Wohl auch aus diesem Grund füllten sich die Reihen im Festspielhaus Bregenz bis auf den letzten Platz. Die Musikerinnen und Musiker des SOV boten mit großer Spielfreude und gutem Einverständnis ein romantische Konzertprogramm, das auch zum Zurücklehnen einlud. Im Mittelpunkt stand der am Vorarlberger Landeskonservatorium tätige Violinist Rudens Turku. Mit einer feinen Tongebung interpretierte er das Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch. Neben der beliebten Nussknackersuite von Peter I. Tschaikowsky lenkte die Aufführung der sinfonischen Dichtung „Flagellantenzug“ von Karl Bleyle die Aufmerksamkeit auf sich.

Theater 01.12.2019
Walter Gasperi

Fantastische Selbstfindung – Erica Lilleggs „Vevi“ als Weihnachtsstück am Vorarlberger Landestheater
Kindgemäß und fantasievoll: Mausmutter (Nico Raschner) und Vevi (Vivienne Causemann) (alle Fotos: Anja Köhler)

Schule und häusliche Pflichten behagen der zehnjährigen Vevi gar nicht. Wie toll wäre es, wenn man eine Doppelgängerin hätte, die brav zuhause bleibt, während man selbst Abenteuer erlebt? – Beste Voraussetzungen für ein Stück, das durch poesievolle Inszenierung und Verbindung von kindlicher Realität und Fantasie bezaubert.

Literatur 30.11.2019
Anita Grüneis

Rockmusik als Tor zum Aufbruch in Liechtenstein - Neuerscheinung in der Reihe „Liechtenstein erzählen“

„Aufbrüche“ ist der zweite Band der Buchreihe „Liechtenstein erzählen“. Ziel dieser Reihe ist es, markante Ereignisse oder Zeitströmungen im Fürstentum Liechtenstein mittels Zeitzeugen lebendig werden zu lassen. Dafür interviewen Roman Banzer, Hansjörg Quaderer und Roy Sommer bestimmte Personen und geben das Erzählte so weit als möglich im „Originaltonfall“ wieder. Waren es im ersten Band die „Demokratischen Momente“, wie beispielsweise die Themen Frauenstimmrecht und die EWR-Abstimmung, so sind es in „Aufbrüche“ die siebziger Jahre. „Die Chiffre 1968 steht für neue Musik, neue Mode, neue Lebensformen, neue Gesellschaftsentwürfe und die kollektive Unruhe, die eine ganze Generation erfasst hat“, schreiben die drei Herausgeber in ihrer Einleitung. Natürlich blieb auch das kleine Fürstentum damals nicht verschont von den Unruhen.

Musik / Konzert 29.11.2019
Silvia Thurner

Mit einem gemeinsamen Atem musiziert – das Duo Gazzana bei „Dornbirn Klassik“
Natascia Gazzana (Violine) und Raffaella Gazzana (Klavier) musizierten im Dornbirner Kulturhaus und begeisterten mit ihrer musikalischen Aussagekraft sowie ihrem aus einem großen Einverständnis heraus geformten Spiel.

Beim zweiten Abonnementkonzert von „Dornbirn Klassik“ stand dieses Mal kein Orchester auf der Bühne. Es musizierten die beiden Schwestern Natascia Gazzana an der Violine sowie Raffaella Gazzana am Klavier ein klug zusammen gestelltes Kammermusikkonzert, das es in sich hatte. Den Rahmen bildeten zwei gewichtige Sonaten von Edvard Grieg und César Franck, im Mittelteil korrespondierten die Duette von Tõnu Kõrvits sowie György Ligeti hervorragend miteinander. Dass Raffaella und Natascia Gazzana seit ihrer Kindheit miteinander musizieren, war vom ersten Ton an erlebbar und bestimmte die Qualität des poesievollen Konzertabends.

Film / Kino 29.11.2019
Gunnar Landsgesell

The Lighthouse
Starker Auftritt, der diese Inszenierung dominiert: Willem Dafoe als bärbeißiger Kapitän und Trunkenbold, der seinen Untergebenen in den Wahnsinn treibt.

Willem Dafoe und Robert Pattinson als eigentümliches Leuchtturmwächter-Duo, das sich zwischen Realität und Wahn in Richtung Abgrund bewegt. Ein in strengem Schwarzweiß gedrehtes Kammerspiel mit Horror-Appeal.

Musik / Konzert 28.11.2019
Silvia Thurner

In Alexander Moosbruggers Oper „Wind“ werden 172 Orgelpfeifen zu bedeutenden Protagonistinnen – informativer Einblick in das Opernatelier im KUB
Alexander Moosbrugger ist mitten drin im Kompositionsprozess seiner ersten Oper "Wind". Auch der 5. Einblick ins Opernatelier im Kunsthaus Bregenz weckte die Vorfreude auf ein besonderes Gesamtkunstwerk. (Fotos: Anja Köhler)

Bereits zum fünften Mal gewährten die Bregenzer Festspiele Einblicke in den Entstehungsprozess der neuen Oper „Wind“ von Alexander Moosbrugger. Im KUB präsentierte die bildende Künstlerin Flaka Haliti ihren Entwurf für den Bühnenraum, der in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten sowie mit dem Orgelbauer Wendelin Eberle und dem technischen Leiter Christian Steinschaden entstanden ist. Erste Visualisierungen zeigten, dass der Bühnenraum zugleich als Instrument und Erlebnisraum für das Publikum dienen soll. Die in einem lockeren Gespräch mit Olaf Schmitt dargelegten Bühnenpläne wirkten spektakulär und schraubten die Erwartungen auf die Uraufführung im August 2020 aufs Neue hoch.

Film / Kino 28.11.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (29.11. - 5.12. 2019)
Tutto quello che vuoi - Alles was du willst

Beim TaSKino Feldkirch steht diese Woche Francesco Brunis feinfühlige Tragikomödie "Tutto quello che vuoi - Alles was du willst" auf dem Programm. Am Spielboden Dornbirn bietet Ralph Fiennes mit dem Spielfilm "Nurejew - The White Crow" Einblick in das Leben des legendären russischen Balletttänzers.

CD-Tipp 28.11.2019
Peter Füssl

Julia Hülsmann Quartet: Not Far From Here

Auf ihrem siebten ECM-Album erfährt die Musik der Pianistin Julia Hülsmann, die seit 17 Jahren im Trio mit Kontrabassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Heinrich Köbberling spielt, durch die Erweiterung zum Quartett einen bemerkenswerten Energieschub. Zwar setzt die exzellente Melodikerin mit ihrem ausgeprägten Gespür für wundervolle lyrische Momente wieder auf kluge Reduktion und transparente Strukturen, was Köbberling und Muellbauer mit ihren sensiblen rhythmischen Akzentsetzungen in ideale Weise unterstützen. Nun gewinnt dieses Grundkonzept aber durch das warme und ausdrucksstarke, mitunter ausgesprochen kraftvoll-impulsive Spiel des Tenorsaxophonisten Uli Kempendorff entscheidend an Spannung und Farbigkeit.

Ausstellung 26.11.2019
Karlheinz Pichler

Die Kraft der Bilder als Waffe gegen Globalisierung und Neokapitalismus - Digitale Bildmontagen von Christine S. Prantauer in der Galerie allerArt
Christine S. Prantauer: Transition 4, Digitalmontage, 100 x 130, 2019 (Fotos: Karlheinz Pichler)

Die 1956 in Zams in Tirol geborene und heute in Innsbruck lebende und arbeitende Künstlerin Christine S. Prantauer hält mit dem, was sie denkt und fühlt nicht hinter dem Berg. Das, was mit dem Paneten Erde derzeit geschieht, will sie nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen. In ihren genauso komplexen und vielschichtigen wie klaren und direkten Bildwelten spiegeln sich Medienkritik genauso wie die Auseinandersetzung mit Zeitthemen wie etwa der Globalisierung, der Verherrlichung des Kapitalismus oder dem Mobilitätswahn und den dagegen ankämpfenden Widerstandsbewegungen.

Theater 25.11.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Das darf man nicht versäumen! – Theater Wagabunt spielt „Die Humanisten“ und noch viel mehr
Wolfgang Pevestorf, Michaela Spänle, Ulrich Gabriel, Robert Kahr

Er bietet beste Unterhaltung, wunderbar gepaart mit scharfer Gesellschaftskritik, Theater Wagabunts Abend der „österreichischen Nestbeschmutzer“, sprich der Autorinnen und Autoren, die es gewagt haben in ihren Arbeiten immer wieder die österreichische Gesellschaft und Mentalität kritisch zu beleuchten.

Kritiken 25.11.2019
Kurt Bracharz

Romolfs werden in Klimpzirkeln gelesen - Kathrin Passig über den Einfluss des Internets auf das literarische Schreiben

Kathrin Passig ist eine deutsche Sachbuchautorin, die 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis mit einer für diesen Wettbewerb konstruierten Kurzgeschichte gewonnen hat. Diese Erzählung gewann auch den Kelag-Publikumspreis, was bemerkenswert ist, weil Jury- und Publikumsgeschmack meistens weit auseinander liegen. Dass Passig mit ihrem Text beide Gruppen überzeugen konnte, spricht für ihre schriftstellerische Potenz. Sie ist aber bei ihrem Leisten geblieben und schreibt, meist zusammen mit Co-Autoren, im Internet und in Büchern die meiner Einschätzung nach lesenswertesten deutschsprachigen Texte zu Internetthemen.

Literatur 25.11.2019
Raffaela Rudigier

Erinnerungen an Innsbruck von Georg Fabjan: „AmRASER – Schnelle Geschichten vom langsamen Erwachsenwerden“

Innsbruck – das ist für viele Vorarlberger und Vorarlbergerinnen, insbesondere ehemalige Studierende der schnuckeligen Weltstadt, „home away from home“. Wer mehrere Jahre in einer Studentenstadt zugebracht hat, kennt viele Ecken und Winkel derselben, hat viele Erinnerungen an frühere Zeiten. Da wird man gerne nostalgisch und ein bisschen sentimental.

Theater 23.11.2019
Peter Niedermair

LAMM GOTTES | UA von Michael Köhlmeier unter Mitarbeit von Hubert Dragaschnig: Eine Koproduktion des Theater KOSMOS mit dem Schauspielhaus Salzburg
Der erste Blick fällt auf eine reduzierte, hochkomplexe Bühnenstruktur von Ragna Heiny mit zwei goldenen Treppen, die die Kanzel umrahmen und die gedeckte Tafel für das Hochzeitsmahl der Brautleute.

Ein Mysterienspiel über Gott und Teufel, die Liebe, über Leben und Tod, also über die Welt und wahrscheinlich auch darüber, was sie im Innersten zusammenhält. Premiere war am Donnerstag, 21. Nov. 2019. Neben „Nestor“ 2001 und seinem Beitrag zu „Die 7 Todsünden“ 2011, ist „Lamm Gottes“ die dritte Arbeit des Autors für das Theater KOSMOS. Im Vorspann des Programmhefts Michael Köhlmeier: „Angenommen, es stellt sich heraus … wissenschaftlich … dass der Mensch allein ist im Universum, ohne einen Gott, und wenn doch mit einem, dann mit einem, der weit, weit fort ist, hinter hundert Vorzimmern, in denen hundert strenge Engel sitzen, denen man gute Argumente vorlegen muss, damit sie einen weiterlassen … angenommen es ist so, wäre dann der Glaube, dass der Mensch dem Menschen sein Ein und Alles ist, nicht der einzige Glaube, der etwas wert wäre, ein heiliger Glaube? Vorsicht vor den großen Worten! Freiheit, Schönheit, Gleichheit, Liebe, Treue, Freundschaft. Je weiter sie sich aufblähen, desto schneller werden sie zu Prinzipien, für diese sich zu sterben lohnt – und zu töten. Diese Begriffe zeigen ihre Menschlichkeit im Kleinen. Ich nehme mir die Freiheit, heute auszuschlafen. Ich suche, bis ich ein schönes Brillenetui finde. Mann und Frau sollen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Vorsicht vor den großen Worten! Poesie lässt sich daraus nicht machen.“ (Michael Köhlmeier, Programmheft zur Aufführung, S. 2)

Film / Kino 22.11.2019
Gunnar Landsgesell

Zwingli
Mit dem Schwert in der Hand bekannt ist Zwingli in dieser Verfilmung jedoch ein unbeirrbarer Reformer, der auch pragmatisch dachte.

Ein Kinofilm über Zwingli mag überraschend wirken. Anders als Luther ist dessen Bekanntheit beschränkt. Doch der Schweizer Reformator, der noch vor Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, wird im Film nicht nur als Kirchenerneuerer gezeigt, sondern auch als großer Sozialreformer. Darin besteht auch der Wert dieser recht geradlinigen Verfilmung.