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Bernd Tagwerker

'The Different Piano Experience'

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Anfang
22.03.2019 20:30
Kategorie
Musik / Konzert
Veranstaltungsort

Hotel Felbermayer
Dorfstr. 20a
6793 Gaschurn
→ tgl. 10 - 12, 15 - 19
+43 (0) 5558 86 17
http://www.felbermayer.at
info@felbermayer.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Musik / Konzert
CD-Tipp 19.03.2019
Peter Füssl

Grand Ensemble Koa: Beat

Hierzulande wenig bekannt ist das neunköpfige französische Grand Ensemble Koa, das nach einem Album zu Alfred Jarrys groteskem „Ubu roi“ seiner Experimentierlust nun mit einem Projekt zur Beat Generation freien Lauf lässt. Bandleader und Bassist Alfred Vilayleck ließ sich von den Texten und dem mit Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs assoziierten Lebensgefühl zu den bis zu zwölf Minuten langen Kompositionen inspirieren, die im Spannungsfeld von Modern Jazz und Progressive Rock eine enorme Dynamik entwickeln und auch viel Raum für spannende Improvisationen lassen.

Theater 18.03.2019
Anita Grüneis

Theater Karussell Liechtenstein: Die nackte Wahrheit – und nichts als die Wahrheit? 
Ula Lazauskaite und Hanno Dreher als Ehepaar Susann und Marcel

Das Liechtensteiner Theater Karussell hat mit dem Stück „Die Wahrheit“ von Florian Zeller einen guten Griff getan. Der junge Regisseur Andreas Jähnert hat das Stück um Liebe, Betrug, Wahrheit und Männer-Freundschaft inszeniert, gespielt haben Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ula Lazauskaite und Heidi Salmhofer. Die vier ließen den Abend zu einer rasanten Fahrt werden zwischen Lüge, Schummelei, Verschwiegenheit, Heuchelei und gebremster Aufrichtigkeit. Viel wurde auf der Bühne über die Wahrheit geredet und niemand schien wirklich zu wissen, was das eigentlich ist, „Die Wahrheit“. Denn im Zeitalter von Fake News fragt es sich: Wie wahr ist schon Wahrheit? Und wer lügt, wenn er die Wahrheit sagt? Und wie setzt sich die „reine Wahrheit“, die vor Gericht verlangt wird, in Wahrheit zusammen?

ANZEIGE 18.03.2019
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

Musik / Konzert 16.03.2019
Peter Füssl

Umwerfende Melange aus Hip-Hop und Bigband-Jazz – Yasmo & Die Klangkantine präsentierten ihr neues Album am Dornbirner Spielboden
Yasmo thematisiert mit einem außerordentlichen Sprachgefühl und viel Sinn für feine Ironie gesellschaftliche Probleme, die Lethargie und Denkfaulheit vieler Zeitgenossen, oder vom feministischen Diskurs angeprangerte Missstände (alle Fotos: Michael Fritz)

Dass sich Hip-Hop und Jazz wechselseitig inspirieren und in spannenden Begegnungen regelmäßig zu musikalischen Spitzenproduktionen führen, weiß man schon seit Guru und Jazzmatazz Anfang der 1990-er Jahre und in jüngster Zeit verstärkt durch die Aktivitäten von Flying Lotus, Kendrick Lamar, Thundercat oder Kamasi Washington. Im deutschen Sprachraum leistete hier die Jazzkantine Wesentliches, und – um endgültig in alpenländische Gefilde zu wechseln – auch schon das erste Album von Yasmo und die Klangkantine aus dem Jahr 2017 zeitigte in dieser Hinsicht beachtliche musikalische Ergebnisse und brachte der Wiener Rapperin und Wortkünstlerin nicht zufällig eine „Amadeus“-Nominierung ein. Mit dem aktuellen Nachfolgealbum „Prekariat und Karat“ haben die beteiligten Akteure nun aber offenbar zu einem neuen Selbstverständnis gefunden, das sich am gut besuchten Spielboden in einer enormen Spielfreude und einer auf das Publikum ansteckend wirkenden Begeisterung ausdrückt.

Film / Kino 16.03.2019
Walter Gasperi

Die Erscheinung
Die Erscheinung © Filmladen Filmverleih

Ein traumatisierter Kriegsberichterstatter, der der Kirche fernsteht, soll den Vatikan bei der Prüfung einer angeblichen Marienerscheinung unterstützen. – Xavier Giannoli gelang ein inhaltlich ungewöhnlicher, aber packender Mix aus Thriller und Drama über Glaube, Wahrheit, Wunder in einer rationalen Welt und die Sehnsucht nach Heilung und Erlösung.

Film / Kino 14.03.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (15.3. - 21.3. 2019)
Fortuna

Am Spielboden Dornbirn findet diese Woche das 3rd Human Vision film festival statt. Beim Filmforum Bregenz steht dagegen in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz ebenso wie im Kunstmuseum Liechtenstein Spike Jonzes melancholische Liebeskomödie „Her“ auf dem Programm.

CD-Tipp 14.03.2019
Peter Füssl

Rigmor Gustafsson: Come Home

Mit diesem Album fühle ich mich, als ob ich endlich gelandet wäre und etwas Neues erreicht hätte, aber auch etwas, das immer schon in mir geschlummert hatte. Ich fühle mich, als ob ich zuhause angekommen wäre“, schreibt Rigmor Gustafsson in den Liner Notes zu ihrem siebten ACT-Album, für das sie sich mehr als vier Jahre Zeit gelassen hat. In der Tat hat sie sich in Kooperation mit renommierten schwedischen Textern acht Eigenkompositionen auf den Leib geschrieben, die ihre warme, ausdrucksstarke und durch ihre Natürlichkeit bestechende Stimme ins perfekte Rampenlicht setzen.

Kritiken 13.03.2019
Silvia Thurner

Musikalisch gelebte Emotion – das Brodsky Quartet zog mit seiner intensiven Spielart die Zuhörenden in seinen Bann
Gina McCormack und Ian Belton (Violine), Paul Cassidy (Viola) und Jacqueline Thomas (Violoncello) - die Musikerinnen und Musiker des Brodsky Quartet - ließen beim Konzert im Rahmen der Abonnementreihe "Dornbirn Klassik" im Kulturhaus mit ihren Werkdeutungen wohl niemanden unberührt.

Das renommierte Brodsky Quartet aus Großbritannien ist ein gern gesehener Gast bei „Dornbirn Klassik“. Mit einem exklusiven Programm und eindrücklichen Werkdeutungen warteten die Musikerinnen und Musiker dieses Mal auf. Die dargebotenen Streichquartette von Schostakowitsch, Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy sind allesamt an dramatischen Wendepunkten im Leben der Komponisten entstanden und verströmen einen aufwühlenden Charakter. Die „Brodskys“ musizierten mit einem bewundernswerten gemeinsamen Atem und formten die Kompositionen mit einer musikalischen Rhetorik aus, die die höchst emotionalen musikalischen Inhalte feinsinnig erlebbar machte.

Literatur 13.03.2019
Ingrid Bertel

In die Hohenemser Villa Iwan und Franziska Rosenthal zieht endlich neues Leben ein, unter anderem mit dem Literaturhaus - Dornröschen wacht auf!
Bürgermeister Dieter Egger, Frauke Kühn vom literatur:vorarlberg netzwerk und Landesrat Christian Bernhard in der Villa Rosenthal (© Stadt Hohenems)

Die 1890 von Iwan und Franziska Rosenthal errichtete Villa ist das bauliche Pendant zum Renaissance-Palast und, von der Autobahn her gesehen, am Eingang zur Stadt gelegen. Jahrzehnte lang bröckelte sie vor sich hin; nun arbeitet der Projektentwickler Markus Schadenbauer zusammen mit den Investoren und der Stadt Hohenems an einem Sanierungs- und Nutzungskonzept für das 8.000 m² große Areal. Eine großzügige öffentliche Nutzung ist Teil dieses Konzepts. Das geplante Literaturhaus nimmt seinen Betrieb mit Beginn der Emsiana auf.

CD-Tipp 12.03.2019
Peter Füssl

Joachim Kühn: Melodic Ornette Coleman

Free Jazz-Legende Ornette Coleman war eher zurückhaltend und besonders wählerisch, wenn es um Pianisten ging. Er nahm mit Paul Bley und Geri Allen auf, ein ganz besonderes Verhältnis entwickelte er aber zum vierzehn Jahre jüngeren deutschen Pianisten Joachim Kühn, mit dem er zwischen 1995 und 2000 sechzehn Duo-Konzerte gab. Vor jedem Konzert ließ er Kühn nach New York einfliegen und probte mit ihm sieben Tage à 14 Stunden lang zehn neue Kompositionen in seinem Harmolodic Studio in Harlem ein, die dann im Konzert aufgeführt wurden, ehe sie wieder in der Schublade verschwanden.

Musik / Konzert 11.03.2019
Silvia Thurner

Mut, Freude und Energie – Viel Applaus beim Festakt zum Abschluss des Jugendmusikwettbewerbes „prima la musica“ in der Kulturbühne AmBach
Beim Festakt des Jugendmusikwettbewerbes "prima la musica" gab es viele Gratulationen und musikalische Darbietungen, die die Zuhörenden in Staunen versetzte. Zu Beginn musizierten Louis Jakobs an der Tuba und Nora Calvo-Smith am Klavier in der Kulturbühne AmBach, ...

Eine lockere Stimmung herrschte beim Festakt anlässlich der Preisverleihung des 25. Jugendmusikwettbewerbes „prima la musica“. Im vollbesetzten Saal tummelten sich viele Kinder und Jugendliche, die Tage zuvor Großartiges geleistet hatten. In diesem Jahr standen die Bläserinnen und Bläser im Mittelpunkt, denn sie stellten sich solistisch der Jury. Ergänzend dazu wurde Streicher- und Klavierkammermusik sowie Perkussion prämiert. Über 300 musikbegeisterte Kinder und Jugendliche zwischen acht und achtzehn Jahren nahmen beim 25. Wettbewerb teil und freuten sich über die ihnen zuerkannten Auszeichnungen. Ein paar Kostproben im Rahmen des Festaktes machten die große Bandbreite der Musikdarbietungen erlebbar.

Tanz 10.03.2019
Peter Füssl

Schöne Apokalypse mit finalem Hoffnungsschimmer – Zero Visibility Corp. liefert mit „Frozen Songs“ einen nachdenklich stimmenden Auftakt zum „Bregenzer Frühling“
Die norwegische Zero Visibility Corp. überzeugte bei der österreichischen Erstaufführung von "Frozen Songs" im Bregenzer Festspielhaus nicht nur tänzerisch, sondern mit einem multimedialen Gesamtkunstwerk ... (© Antero Hein)

Eine Million Samenproben von mehr als 5.200 verschiedenen Nutzpflanzen sollten im Global Seed Vault, einem im Permafrost auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen katastrophensicher angelegten, weltweiten Saatgut-Tresor, sogar den Untergang unserer heutigen Zivilisation überdauern und künftiges Leben ermöglichen. Die Choregrafin und Gründerin der Zero Visibility Corp. Ina Christel Johannessen hat diese bemerkenswerte Institution mit ihrer seit 1996 bestehenden Compagnie besucht, was schließlich zum Ausgangspunkt für ihre 2017 in Tromsø uraufgeführte, multimediale Produktion „Frozen Songs“ wurde. Das aus dem gesamten Bodenseeraum zum Auftakt des diesjährigen „Bregenzer Frühlings“ ins Festspielhaus geströmte Publikum zeigte sich begeistert, wobei die spannenden 90 Minuten durchaus auch zum Nachdenken anregten.

Theater 10.03.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte – „Der 27. Kanton“ im Vorarlberger Landestheater
Hervorragendes Ensemble (v.l.n.r.): Bo-Phyllis Strube, Luzian Hirzel, Felix Defèr, Rahel Jankowski, David Kopp, Elke Maria Riedmann

Am Freitag feierte das sehr gut besuchte Landestheater die Uraufführung von „Der 27. Kanton“. Intendantin Stephanie Gräve hatte zwei Stücke für einen Abend in Auftrag gegeben. Die beiden Autoren, der Österreicher Thomas Arzt und der Schweizer Gerhard Meister, haben sich mit Vorarlberg und den Ereignissen von 1919 auseinandergesetzt. Daraus entstanden zwei ganz unterschiedliche Stücke: So verknüpft „Die Verunsicherung“ die damaligen Geschehnisse mit dem Heute während das Stück „Lauter vernünftige Leute“ den Verlauf der Geschichte auf den Kopf stellt.

Literatur 10.03.2019
Raffaela Rudigier

Doris Knechts neuer Roman "weg"

Eine verschwundene junge Frau, verzweifelte Eltern und ein Roadtrip auf Mopeds stehen im Zentrum des neuen Romans „weg“ von Doris Knecht. Das Buch spiegelt den Zeitgeist hervorragend wieder und zerlegt die Gegenwart in genaue Bilder. „weg“ ist ein empfehlenswerter „Pageturner“.

Film / Kino 08.03.2019
Gunnar Landsgesell

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit
Ein Film, der es mit der Entschlossenheit seiner Protagonistin hält. Kurzweilig, aber risikoarm.

Ruth Bader Ginsburg hat als eine der ersten Frauen in Harvard Jus studiert. Heute ist die 85-Jährige am US-Supreme Court tätig. Dass einer noch amtierenden Höchstrichterin ein Hollywoodfilm gewidmet ist, ist ungewöhnlich genug. So wie das Leben von RBG. Geradlinig und kurzweilig inszeniert, ein konventioneller Einblick in die Historie und ein Film, auf den sich wohl alle einigen können.

Film / Kino 07.03.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (8.3. - 14.3. 2019)
Die beste aller Welten

Am Spielboden Dornbirn wird mit Adrian Goigingers Spielfilm „Die beste aller Welten“ die in Kooperation mit pro mente veranstaltete Filmreihe zu psychischen Krankheiten fortgesetzt. Einen Einblick in den Reichtum des Kurzfilms bietet dagegen die "Alpinale Ländle Tour", die diese Woche in Schwarzenberg und in den kommenden Wochen in Bludenz, Bregenz und Rankweil Station macht.

CD-Tipp 07.03.2019
Peter Füssl

Dominic Miller: Absinthe

Dass er knapp dreißig Jahre lang für Sting Gitarre spielte, machte den 1960 in Argentinien geborenen und in den USA und England aufgewachsenen und ausgebildeten Dominic Miller in Pop- und Rock-Kreisen bekannt. Sein nunmehriges Engagement bei ECM wird ihn nun auch rasch in die erste Liga der musikalischen Feinspitze katapultieren, denn von Label-Chef und Produzent Manfred Eicher geschickt hinterfragt, inspiriert und angespornt, läuft er nach seinem vorwiegend als Solo- und Duo-Projekt aufgebauten Debut-Album „Silent Light“ nun im Quintett-Format zu ganz großer Form auf.

Literatur 06.03.2019
Annette Raschner

Eine stille Heldin - Neuerscheinung von Eva Schmidt

Es war eine große, eine schöne Überraschung, als sich Eva Schmidt vor drei Jahren mit „Ein langes Jahr“ – einer Sammlung lose verschränkter Prosaminiaturen – nach zwanzig Jahren Literaturpause zurückgemeldet hatte. Das Buch schaffte es auf Anhieb auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises (den gewann schließlich Bodo Kirchhoff für seinen Roman „Widerfahrnis“). Nun ist mit „Die untalentierte Lügnerin“ ein neuer Roman der Bregenzer Autorin im Jung und Jung Verlag erschienen.

CD-Tipp 05.03.2019
Peter Füssl

Sarah McCoy: Blood Siren

Tom Waits, Amy Winehouse, Janis Joplin, Leon Russell, Nina Simone, Bessie Smith – das sind die Referenzgrößen, die genannt werden, wenn es darum geht, die 33-jährige amerikanische Sängerin, Pianistin und Songschreiberin Sarah McCoy in einer Art Ahnengalerie großartiger Außenseiter-Stars zu verorten. Verblüffenderweise wird schon nach wenigen Tönen ihres beim Renommierlabel Blue Note erschienen Debüt-Albums „Blood Siren“ klar, dass man es hier nicht mit einem Kunstprodukt aus der Retorte oder mit einem gut gemachten PR-Gag zu tun hat, sondern mit einer Künstlerin, die vom Leben geformt wurde, die weiß, wovon sie singt, wenn es in ihren Liedern um Liebe, Schmerz und Tod, Verlust, Verrat und enttäuschte Hoffnungen, ums Leben am äußersten Rand der Gesellschaft geht.

Theater 02.03.2019
Annette Raschner

Sinnlicher Beckett
Die drei Darsteller/innen (Zoe Hutmacher, Grégoire Gros, Fabienne Trüssel) sitzen im überhöhten Regiepult, blicken starr nach vorne, Lichtspots fungieren als Aufforderung zum Sprechen

50 Jahre nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an den irischen Schriftsteller Samuel Beckett und 30 Jahre nach dessen Tod zeigt das Vorarlberger Landestheater in der Box eine Produktion an der Schnittstelle von Theater und bildender Kunst: Becketts Drama „Spiel“ und „Wry Smile Dry Sob“; Eine musikalisch-choreografische Installation zum Werk Becketts der italienischen Regisseurin Silvia Costa.

Film / Kino 01.03.2019
Gunnar Landsgesell

Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein
Familienaufstellung: Die Neurosen der Reichen und was an Fantasie daraus erblüht.

Eine Bubengeschichte zwischen Fantasie und Autobiografie nach dem gleichnamigen Roman von André Heller. Der zwölfjährige Paul schlägt darin mit intellektueller Brillanz und naivem Glauben, jedes Hindernis überwinden zu können, Autoritäten wie den eigenen Vater und die katholischen Padres in die Flucht. Eine Inszenierung zwischen traumwandlerischen Bildern und jugendlichem Schalk.

CD-Tipp 28.02.2019
Peter Füssl

Yonathan Avishai: Joys and Solitudes

Der aus Israel stammende Pianist Yonathan Avishai hat schon vor fünf Jahren in seinem ebenfalls in Frankreich lebenden Landsmann Yoni Zelnik am Kontrabass und dem griechisch-stämmigen Franzosen Donald Kontomanou an den Drums kongeniale Partner gefunden, um ein Repertoire zu entwickeln, in dem die respektvoll-kreative Beschäftigung mit der Jazzgeschichte und die Suche nach neuen Ausdrucksformen eine perfekte Balance gefunden haben. So ziehen sich etwa klassische Blues- und Swing-Elemente – aus dem Blickwinkel eines Pianisten betrachtet, der sich auch mit Cecil Taylor und den Entwicklungen danach auseinandergesetzt hat – als interessante Komponenten durch die Musik dieses Klaviertrios.

Film / Kino 28.02.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (1.3. - 7.3. 2019)
Bruder Jakob, schläfst du noch?

Der Spielboden Dornbirn startet in Kooperation mit pro mente die heurige Filmreihe zum Thema „Psychische Krankheiten“ in Anwesenheit von Regisseur Stefan Bohun mit dem Dokumentarfilm „Bruder Jakob, schläfst du noch?“ – Auch in Andelsbuch wird der Film in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt. Beim FKC Dornbirn – und in der folgenden Woche beim Filmforum Bregenz – steht das libanesische Sozialdrama „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ auf dem Programm.

Literatur 27.02.2019
Ingrid Bertel

The Fool on the Hill - Armin Thurnhers Neuerscheinung über sein Jahr in Amerika

In „Fähre nach Manhattan“ erzählt der Gründer und Chefredakteur des „Falter“, Armin Thurnher, davon, wie er als Bregenzer Maturant auszog, New York kennenzulernen und in der 68er-Revolte landete.

Theater 27.02.2019
Anita Grüneis

“Hermann und Dorothea” im TAK:  J. W. Goethe reloaded
Maria Happel und Martin Schwab lasen Goethes "Hermann und Dorothea"

Mit dem Stück “Hermann und Dorothea” von Johann Wolfgang Goethe gastierte das Burgtheater Wien im TAK und bewies, dass das Werk, vor über 200 Jahren geschrieben, nichts an Aktualität eingebüßt hat. Auf dem Bühnenboden standen unzählige elektrische Teelichter, in ihrer Mitte zwei schwarze Tische mit je einem Stuhl. Auf der linken Seite ein schwarzes Klavier und eine hölzerne Klappleiter, die mit Blumenkränzen geschmückt war und den schriftlichen Hinweis trug: „Neun Musen“. Im Bühnenhintergrund eine große Leinwand, auf der gekräuseltes Wasser zu sehen war. Das Bühnenbild von Jura Gröschl strahlte eine Aura von ewiger Ruhe aus. In diesem Setting wurde Goethes über 200 Jahre altes Stück „Hermann und Dorothea“ von zwei schwarz gekleideten Schauspielern szenisch gelesen oder besser: „zum neuen Leben erweckt“ und „mit neuer frischer Energie geladen“. Goethe reloaded.