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Symphonieorchester Vorarlberg, Bachchor Szbg., Breg. Festspielchor, Kinderchor der MMS Bregenz Stadt, S. Wegener, L. Scherrer, E. van den Heever, Sopran; D. Haller, Mezzosopran; N. Ernst, Tenor; B. Daniel, Bariton, K. Youn,Bass,Kirill Petrenko, Dirigent

'Mahler 9 x 9'

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Anfang
16.05.2019 19:30
Kategorie
Musik / Konzert
Veranstaltungsort

Festspielhaus Bregenz
Platz der Wiener Symphoniker 1
6900 Bregenz
+43 (0) 5574 413 0
www.kongresskultur.com
info@kongresskultur.com

Artikelaktionen
abgelegt unter: Musik / Konzert
ANZEIGE 25.06.2019
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

Musik / Konzert 24.06.2019
Silvia Thurner

Alle vier müssen einen weiten Blick gehabt haben – Jubel für die wunderbar poesievolle musikalische Zeitreise „Paris! Paris!“
Die österreichische Erstaufführung von "Paris! Paris" im Rahmen von Cross Culture bei den Bregenzer Festspielen machte erneute erlebbar, wir spielerisch und dabei höchst professionell "Die Schurken" Musiktheater machen. (Fotos: Anja Köhler)

Martin Deuring, Stefan Dünser, Martin Schelling und Goran Kovacevic nahmen die Zuhörenden im Seestudio des Festspielhauses mit auf eine fantasie- und humorvoll erzählte Reise in vergangene Zeiten und auf die Suche nach einer auf eine Serviette notierten Melodie. Auf höchstem Niveau spielten und musizierten „Die Schurken“ die klug erzählte Geschichte von Annechien Koeselman. Die Leichtigkeit der Darbietungen ließ dabei ganz vergessen, welch differenzierte und anspruchsvolle Musik das Werkganze zusammenhielt.

Musik / Konzert 23.06.2019
Silvia Thurner

Renaissance- und Barockmusik im Jazz weitergedacht – das Concerto Stella Matutina mit der Sängerin Winnie Brückner präsentierten „Nuove Invenzione“
Beim dritten Abonnementkonzert präsentierten das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Herbert Walser-Breuß und Thor-Harald Johnsen sowie die Sängerin Winnie Brückner musikalische Grenzgänge.

Mit einer besonderen musikalischen Idee landeten das Barockorchester Concerto Stella Matutina und der Lautenist Rolf Lislevand einen großen Erfolg. Sie spielten unter dem Titel „Nuove Invenzioni“ tradierte Werke der Renaissance- und Barockzeit ein und führten diese mit Jazzimprovisationen in die Gegenwart. Sie gingen musikalischen Wurzeln nach und zeigten Verbindungslinien auf. Prompt erreichte die eingespielte CD den elften Platz in den deutschen Klassik-Charts. Nun erlebte das Abonnementpublikum des CSM in der Kulturbühne AmBach ein gleich betiteltes Konzert, jedoch mit einem abgeänderten Programm und ohne Rolf Lislevand. Dafür ergänzte die deutsche Jazzsängerin Winnie Brückner das Barockorchester. Das musikalische Niveau und die Kreativität der Musikerinnen und Musiker beeindruckten und boten anregende Klangerlebnisse. All jene, die derartige Grenzgänge mögen, kamen voll auf ihre Kosten. Das Publikum jubelte.

CD-Tipp 22.06.2019
Peter Füssl

Joel Ross: KingMaker

Der erst 23-jährige, in Chicago geborene Joel Ross hat sich in der New Yorker Szene auf seinem Vibraphon bereits einen exzellenten Ruf erspielt und veredelte schon Alben von Makaya McCraven, Matthew Stevens oder James Francies, ehe er nun auf dem Blue Note-Label in die Fußstapfen legendärer Virtuosen auf diesem Instrument wie Milt Jackson, Bobby Hutcherson oder Stefon Harris tritt.

Film / Kino 21.06.2019
Gunnar Landsgesell

Pets 2
Grummelig, doof, besorgt: Haustiere dürfen in "Pets 2" alles sein, vor allem aber sollten sie Witz haben. Das gelingt immer wieder.

Fortsetzung der animierten Abenteuer von Max, dem schlauen Terrier, der allein zu Hause ein Eigenleben entwickelt. Witziger, bleibt aber auch einige zündende Ideen schuldig.

Film / Kino 20.06.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (21.6. - 27.6. 2019)
Erde

FKC Dornbirn und Spielboden Dornbirn zeigen diese Woche Nikolaus Geyrhalters bildmächtigen Dokumentarfilm „Erde“. Der Bahnhof Andelsbuch zeigt zum 20-jährigen Bestehen der Hans Bach Lichtspiele unter anderem Buster Keatons Stummfilmklassiker „The General“, der zwei Wochen später auch, begleitet von Live-Musik von Peter Madsen & CIA, das Spielboden-Open-Air-Kino, eröffnen wird.

CD-Tipp 18.06.2019
Peter Füssl

Shalosh: onwards and upwards

„Shalosh is not just a band, it’s an idea” – so erklärt der junge israelische Pianist Gadi Stern das Musizier- und Lebensgefühl des gleichberechtigt agierenden Trios mit seinem Kindheitsfreund, dem Drummer Matan Assayag, und dem auch schon in Jugendjahren dazugestoßenen Kontrabassisten David Michaeli. Bunt, ungestüm und unkonventionell wie ihre Heimatstadt Tel Aviv ist auch die im Kollektiv geschriebene Musik, die sich – wie die namentlich genannten Einflüsse Nirvana, Brahms und The Bad Plus schon erahnen lassen – wenig um Stilgrenzen schert.

Musik / Konzert 17.06.2019
Silvia Thurner

Die Freude des musikalischen Gebens und Nehmens – David Kessler als Solist und der Orchesterverein Götzis hinterließen einen großen Eindruck
Der 19-jährige David Kessler aus Feldkirch hat bereits eine beeindruckende Musikerlaufbahn eingeschlagen. Brillant und sensibel interpretierte er das berühmte Violinkonzert KV 218 von W.A. Mozart gemeinsam mit dem Orchesterverein Götzis unter der Leitung von Benjamin Lack. (Fotos: Arno Wohlgenannt)

Die Konzerte des Orchestervereins Götzis stellen zwei Mal im Jahr bedeutende Marksteine im dichten Kulturkalender des Landes dar. Mit den dargebotenen Kompositionen gibt es stets Unbekanntes zu entdecken und die Qualität der Werkdeutungen ist beeindruckend. Überdies bietet das Orchester jungen Solistinnen und Solisten Auftrittsmöglichkeiten und ermöglicht ihnen wichtige Erfahrungen und Wegmarken ihres künstlerischen Werdegangs. Dieses Mal stand der Geiger David Kessler am Podium in der Kulturbühne AmBach und begeisterte mit seiner Deutung des vierten Violinkonzertes von Wolfgang Amadeus Mozart. Darüber hinaus erklangen zwei Kompositionen von Anton Fils und Kurt Atterberg, mit denen der Orchesterverein Götzis unter der Leitung von Benjamin Lack seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte.

Tanz 16.06.2019
Peter Füssl

Psychische Erkrankungen in Tanzform – James Wiltons verstörende Produktion „The Storm“ als Finale des tanz ist Festivals
Kraftvoll, akrobatisch, perfekte Körperbeherrschung - ein englischer Kritiker bezeichnete die Akteure von James Wilton Dance als "Minitornados" (alle Fotos © Stefan Hauer)

Wenn einer wie der englische Choreograph und Tänzer James Wilton – der etwa mit seiner grandiosen „Moby Dick“-Adaption „Leviathan“ am Spielboden für Begeisterungsstürme sorgte – sich des Themas „Psychische Erkrankung“ annimmt, dann wird das, salopp gesagt, ganz sicher kein Kindergeburtstag. So waren bei „The Storm“ nicht nur die zwei Tänzerinnen und fünf Tänzer bis zum Letzten gefordert, sondern auch das Publikum. Ein unglaublich intensives, mitunter auch verstörendes Erlebnis, das viele begeistert und manche etwas ratlos hinterließ.

Theater 15.06.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

An der Schwelle – Daniela Eggers berührende Auseinandersetzung mit Heldinnen der Geschichte und Gegenwart, gespielt vom Jugendclub des Vorarlberger Landestheaters in Kooperation mit dem Interkulturellen Verein Motif
Interkultureller Verein Motif und Jugendclub 13+ des Vlbg, Landestheaters

Lebendiger Geschichtsunterricht, verknüpft mit aktuellen Ereignissen, war gestern im Theater Kosmos bei der Premiere des Stückes „An der Schwelle“ der Autorin Daniela Egger zu erleben. Auf sehr eindrückliche Art und Weise wurde das in Kooperation von Jugendclub 13+ des Vorarlberger Landestheaters mit dem Interkulturellen Verein Motif unter Regie von Michael Schiemer gemeinsam erarbeitete Stück von zahlreichen Jugendlichen präsentiert und verkörpert und verdient als gelungenes und interkulturell wertvolles Projekt höchstes Lob.

Theater 15.06.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Theater im ÖBB-Bus – Café Fuertes neuester Streich!
Tobias Fend in vielen verschiedenen Rollen ...

Das Theater Café Fuerte realisiert Theater an den ungewöhnlichsten Orten, in kleinen und kleinsten Räumen und Plätzen. Sie schreiben Geschichten, oft gespeist aus diesen besonderen Lokalitäten, oder suchen sich, vice versa, für ihre gesellschaftskritischen Auseinandersetzungen und Anliegen, die dazu passenden. Autor und Schauspieler Tobias Fend und Regisseurin Danielle Strahm-Fend zeichnen verantwortlich für die daraus immer wieder resultierenden, außergewöhnlichen Theatererlebnisse.

Aktuell 14.06.2019
Anita Grüneis

Kunstschule Liechtenstein – neue Angebote im Herbst, auch zum Schnuppern 
Vizedirektor Werner Casty, Organisatorin Conny Biedermann und Direktor Martin Walch präsentierten das Herbst-Semester-Programm der Kunstschule Liechtenstein

Die Kunstschule Liechtenstein hat sich zu einer wichtigen Institution für die ganze Familie gemausert und das nicht nur fürs Fürstentum, sondern für die ganze Region. Nun steht das Programm für das Herbstsemester fest, darunter sind einige interessante Neuerungen. So werden ab September günstige Schnupperkurse angeboten, die allen Interessierten einen Einblick in das gesamte Unterrichtsangebot ermöglichen. Ob Aktzeichnen, Textiles Gestalten, der Umgang mit der Digitalkamera oder ein offenes feedback zu eigenen Arbeiten – dies alles ist nun ist zu preiswerten Konditionen möglich. „Es ist eine gute Möglichkeit, sich auszuprobieren und herauszufinden, wo die eigenen Interessen liegen“, meint dazu der Leiter der Kunstschule, Martin Walch. 

Theater 13.06.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Tolles Jugendtheater zum Saisonschluss – Vorarlberger Landestheater spielt „Die Zertrennlichen“ von Fabrice Melquiot
Die Sioux und der Träumer - überzeugend!: Vivienne Causemann und Nico Raschner

Das Stück „Die Zertrennlichen“ für Jugendliche ab 10 Jahren feierte letzten Mittwoch vor einem äußerst aufmerksamen und begeisterten jungen Publikum seine Premiere in der Box, dem kleinen Haus des Landestheaters. Der französische Autor Fabrice Melquiot, geboren 1972, ist ausgebildeter Schauspieler, arbeitet aber hauptsächlich als Theaterautor, Regisseur, Lyriker und Übersetzer. Seit 1998 schreibt er Kinder- und Jugendtheaterstücke und viele davon sind preisgekrönt. So auch „Die Zertrennlichen“, das 2018 mit dem großen französischen Jugendtheaterpreis und dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet wurde.

Kritiken 13.06.2019
Mirjam Steinbock

Großes Erbe und Kampfgeist im Tanz – Shailesh Bahoran und Redouan Ait Chitt zeigen Außergewöhnliches bei tanz ist
Der Tänzer und Choreograf Shailesh Bahoran zeigt sich in größter Körperbeherrschung und mit einer Vielzahl an stilistischen Mitteln (alle Fotos © Stefan Karl Hauer)

Nach einem fulminanten Start ins 25. Jubiläumsjahr bietet das tanz ist Festival am Spielboden in Dornbirn mit „Heritage“ und „REDO“ erneut zwei beeindruckende Tanzperformances. Den Abend teilen sich zwei Tänzer mit sehr persönlichen und in Körperbeherrschung, Ausdruck und Technik beeindruckenden Solo-Stücken. Verbindende Elemente zwischen Shailesh Bahoran und Redouan Ait Chitt gibt es einige. Die beiden Künstler über Elemente des urbanen Tanzes in ihrer Individualität und Einzigartigkeit zu erleben, macht neugierig, mehr über sie zu erfahren.

Film / Kino 13.06.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (14.6. - 20.6. 2019)
The Guilty

Am Spielboden Dornbirn begleiten diese Woche Peter Madsen & CIA mit ihrer Musik live Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“. Ein packendes Kammerspiel steht dagegen mit dem dänischen Film „The Guilty“ bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz auf dem Programm.

CD-Tipp 13.06.2019
Silvia Thurner

Knoedel. Still. „Kaum etwas endet so, wie es anfängt“

Die Tiroler Band „Knödel“ war in den 1990er Jahren eine viel beachtete und gefeierte Truppe. Schon damals haben die Musikerinnen und Musiker rund um Christof Dienz die dazumal aufkommende Erneuerung der traditionellen Volksmusik auf ganz unverwechselbare Weise mitgetragen und weiterentwickelt. Nun - nach siebzehn Jahren Pause - bat der Komponist und Fagottist Christof Dienz seine Freunde zum gemeinsamen Musizieren ins Studio. Alle, bis auf ein ehemaliges Mitglied, nahmen die Einladung an und spielten eine wunderbar entspannte und zugleich tiefsinnige CD mit dem bezeichnenden Titel „still“ ein. Die Verwurzelung in der alpinen Volksmusik ist in Christof Dienzs Kompositionen nachvollziehbar. Doch weit darüber hinaus gibt es in den vielfältig zusammen gestellten Werken viel Überraschendes, eine poetische Melancholie sowie eine feine Brise Humor zu entdecken.

Film / Kino 11.06.2019
Gunnar Landsgesell

The Dead Don't Die
B. Murray, A. Driver, C. Sevigny als Trio, das dem Untergang der Welt mit schockierendem Gleichmut begegnet.

Die urbanen Hipster aus der Stadt sind schuld, dass die Zombies hier auftauchen, mutmaßt man im Film. Wie wahr ... Jim Jarmusch hat das unsterbliche Thema der Zombie-Filme wie zu erwarten als lakonische Komödie gestaltet, in der die Akteure durchwegs (Selbst)Ironie beweisen dürfen.

Musik / Konzert 11.06.2019
Silvia Thurner

Der Traum vom Fliegen – Die „Pforte“ begeisterte mit einer fantasievollen musikalischen Meditation
Die musikalischen Mediationen in der Pfarrkirche St. Arbogast finden viel Anklang. David Soyza (Vibraphon), Elias Menzi (Hackbrett), Matthias Härtel (Kontrabass) und Zuko Samela (Congas) sowie Klaus Christa, Moohkho Rankhala, Zuko Samela und Erin Torres an den Bratschen machten sich musikalische Gedanken über das Fliegen.

Die musikalischen Spaziergänge mit anschließendem Konzert in der Pfarrkirche St. Arbogast sowie dem Beisammensein im Bildungshaus finden enormen Zuspruch. Klaus Christa, Mastermind der „pforte-Konzerte“, trifft mit den themenbezogenen musikalischen Mediationen den Nerv der Zeit. Unter dem Leitgedanken „fliegen“ erklangen klug kombinierte und mit Improvisationen verbundene Werke von Hildegard von Bingen, David Soyza, Peter Herbert, Elias Menzi, J.S. Bach und Simon Frick. Bereichert mit geistreicher Lyrik von Richard Dehmel, Jean Gebser, Hofmannsthal, Rilke und Michael Ende erlebten die Zuhörenden ein inspirierendes musikalisch-literarisches Ganzes, das zum Weiterdenken anregte.

Musik / Konzert 11.06.2019
Anita Grüneis

Schlossmediale: Musik-Power aus Österreich in Werdenberg 
Franziska Fleischanderl, Andrea Buccarella, Carla Rovirosa und MIriam Feuersinger im Schloss Werdenberg

„Il Dolce Conforto“ hieß das vierte Konzert der diesjährigen Werdenberger Schlossmediale. Den „süßen Trost“ spendete die Musik von Komponisten aus der Barock-Zeit, die zu ihrer Zeit berühmt waren und heute kaum noch jemand kennt. Die aus Linz stammende Musikerin Franziska Fleischanderl hat das Programm zusammengestellt. Gespielt hat sie selbst mit ihrem Salterio, Carla Rovirosa am Cello und Andrea Buccarella an der Orgel. Stimmlich wurden sie unterstützt von der Vorarlbergerin Miriam Feuersinger. Die vier KünstlerInnen ließen das Konzert zu einem Abend der reinen Barock-Musik werden.

Literatur 11.06.2019
Anita Grüneis

Der Vagabund wird sesshaft - Das Liechtensteiner Literaturhaus erhält ein eigenes Domizil
Roman Banzer, Präsident des Literaturhauses Liechtenstein vor dem neuen Gebäude, in dem auch Kino, Litertaturcafé, Antiquariat und Buchhandlung zu finden sein werden

Noch wird an der Poststraße Nr. 27 gehämmert und gebohrt, Leitungen warten auf ihre Anschlüsse und die Betonwände sind nackt. Doch bei einem Rundgang wird rasch klar, dass sich hier ein ganz besonderes Kulturzentrum in der Schaaner Gemeinde entwickelt: Literatur, Film und Fotografie präsentieren sich dort ab Juni gemeinsam. Damit bekommt nicht nur der ewige Vagabund, das Literaturhaus Liechtenstein, seit seinem 18-jährigen Bestehen ein festes Zuhause. Auch der Filmclub mit seinen beiden Spielstätten TaKino und Schlosskino Balzers, das Antiquariat von Hansjörg Quaderer und die engagierte Buchhändlerin Bernadette Kubik-Risch erhalten hier ein neues Domizil. Am 14. Juni wird das neue Literaturhaus eröffnet, am Tag danach findet dort ein Lesefest mit 20 AutorInnen statt.

CD-Tipp 11.06.2019
Peter Füssl

Esperanza Spalding: 12 Little Spells

Mit 20 Jahren ist sie die jüngste Dozentin aller Zeiten am renommierten Berkeley College of Music in Boston geworden, seit 2017 hat sie eine Professur an der Harvard University, hat vier Grammys zuhause und sieben Studioalben produziert, die von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurden. Dabei macht es die geniale Bassistin/Sängerin/Komponistin Esperanza Spalding ihren Fans nicht eben leicht, denn sie agiert völlig unvorhersehbar, sucht zunehmend extreme Herausforderungen und entwickelt sich immer weiter – vielleicht vergleichbar mit Björk – in Richtung eines stets innovativen, personifizierten Gesamtkunstwerkes

Musik / Konzert 07.06.2019
Anita Grüneis

8. Schlossmediale Werdenberg eröffnet: Eine Uraufführung mit einem Goldkehlchen 
Das Arcis Quartett und Sarah Maria Sun

„Was für ein fulminanter Start“, meinte Geschäftsleiter Thomas Gnägi, als er die 8. Schlossmediale Werdenberg eröffnete. Seine Bemerkung bezog sich zwar auf das Wetter, es hätte aber ebenso gut auf das erste Konzert im zehntägigen Festival für Alte und Neue Musik gepasst. Es ist ein Festival, das in seiner Eigenart mit dem be- und umspielten Schloss nirgendwo anders stattfinden könnte. Das diesjährige Motto lautet „Gold“.

Musik / Konzert 07.06.2019
Silvia Thurner

Musik, die sich nicht instrumentalisieren lässt – eine ungewöhnliche Performance im Löwensaal in Tisis, die jedoch nur bedingt funktionierte
Das Saxophonquartett Ensemble du bout du monde und der Bratschist Sebastian Heimann gewannen mit ihrem Konzertprojekt "À la carte" den Konzertdramaturgiewettbewerb HUGO der Montforter Zwischentöne. Musikalisch hervorragend und im Zusammenwirken mit der Harmoniemusik Tisis-Tosters bespielten sie den Saal des Gasthaus Löwen. (Fotos: Matthias Romberg)

Im stilvollen Löwensaal in Feldkirch-Tisis präsentierten der Bratschist Sebastian Heimann und das „Ensemble du bout du monde“ das Siegerkonzert „À la carte“, mit dem sie den diesjährigen HUGO Konzertdramaturgiewettbewerb bei den Montforter Zwischentönen für sich entschieden haben. Gemeinsam gingen sie mit einer gut durchdachten Werkauswahl der wechselvollen Geschichte des traditionsreichen Saales im Gasthaus Löwen nach. Einen Lokalkolorit verliehen Musikantinnen und Musikanten der Harmoniemusik Tisis-Tosters der Performance. Alle musizierten hervorragend, allerdings hatten sich die Protagonisten mit ihrem Konzert im Hinblick auf die Dramaturgie des Abends zu viel vorgenommen.

Tanz 07.06.2019
Peter Füssl

Höchst erfreuliche Sprachverwirrung – Chris Harings Liquid Loft sorgten für fantastischen Auftakt zum tanz ist-Festival
Zum Auftakt des gleichermaßen kunstvollen wie witzigen Spektakels wurde der Außenbereich des Spielbodens bespielt (alle Fotos © Stefan Hauer)

Als man sich im antiken Babel anschickte, einen Turm bis in den Himmel hinauf zu bauen, um Gott gleich zu sein, bestrafte dieser die Hybris der Menschen dadurch, dass jeder der Bauleute eine eigene Sprache zu sprechen begann und keiner mehr den anderen verstand. Seit der im 1. Buch Mose geschilderten „Babylonischen Sprachverwirrung“ wird die Vielfalt an Sprachen und die damit verbundene Kommunikationserschwernis als Gottesstrafe für die lästerlich hochmütige Menschheit verstanden. Der aus dem Burgenland stammende Choreograf Chris Haring und Liquid Loft, Österreichs international erfolgreichste und mit Auszeichnungen überhäufte Tanzkompagnie, lassen sich von dieser angsteinflößenden Geschichte des gottesfürchtigen Propheten nicht groß beeindrucken und präsentieren mit „Foreign Tongues – Babylon (Slang)“ die Sprachenvielfalt als Quell erstklassiger Tanz- und Performancekunst, witziger Einfälle und grandioser Unterhaltung. Ein fantastischer Auftakt zum 25-Jahr-Jubiläum des von Günter Marinelli kuratierten tanz ist-Festivals am Dornbirner Spielboden, der – um es gleich vorwegzunehmen – am Ende mit frenetischem Applaus bedacht wurde.

Film / Kino 07.06.2019
Gunnar Landsgesell

Zwischen den Zeilen
J. Binoche als Schauspielerin und G. Canet als Verleger: ein intellektuelles Milieu nimmt sich selbst auf die Schaufel.

Olivier Assayas jüngster Film überkreuzt zwei Ehepaare und lässt sie über ihre eigene Existenz und einen sich vollziehenden Zeitenwandel sinnieren: vom Analogen hin zum Digitalen. Da wird viel diskutiert und es werden so manche Filme zitiert, nicht alles ernst, es ist gewissermaßen Assayas erste "Komödie", die er konkret anhand der Arbeit eines Verlegers und eines Buchautors durchspielt.