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Vbg. Landestheater

'Der 27. Kanton' - 'Die Verunsicherung' v. T. Arzt; 'Lauter vernünftige Leute' v. G. Meister

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10.04.2019 19:30
Kategorie
Theater
Veranstaltungsort

Kornmarkt
Kornmarktstr. 2
6900 Bregenz
+43 (0) 5574 42 0 18
http://www.landestheater.org
info@landestheater.org

Veranstalter

Vbg. Landestheater
Seestr. 2
6900 Bregenz
+43 (0) 5574 42 0 18
http://www.landestheater.org
info@landestheater.org

Artikelaktionen
abgelegt unter: Theater
ANZEIGE 25.03.2019
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

Musik / Konzert 24.03.2019
Silvia Thurner

Ein Künstlerhaus voll Musik – Musikerinnen und Musiker des Landeskonservatoriums statteten der bildenden Kunst einen inspirierenden Besuch ab
Das Künstlerhaus "Thurn & Taxis" bot einen schönen Rahmen für das Konzertfest "Klangrausch", zu dem Studierende und Lehrende des Landeskonservatoriums einluden. (Fotos: Victor Marin)

Das Landeskonservatorium hat in der vergangenen Zeit seinen Aktionsradius ausgeweitet und bereichert damit die kulturelle Szene in Vorarlberg. Nun verabredeten sich Studierende mit Unterstützung des Dozenten Christoph Thoma im Bregenzer Künstlerhaus „Thurn & Taxis“ und luden zum „Klangrausch“. Im besten Sinn des Wortes wurde daraus ein rauschendes Fest. Über fünfzig Musikerinnen und Musiker bespielten in unterschiedlichen Kammermusikbesetzungen das ganze Haus und setzten damit einen abwechslungsreichen und anregenden Austausch zwischen der Musik, der bildenden Kunst und dem Haus an sich in Gang.

Tanz 24.03.2019
Peter Füssl

Philippe Decouflés wahnwitzige Zauberwelten – die Compagnie DCA erntete beim „Bregenzer Frühling“ für die Österreichpremiere der „Nouvelles Pièces Courtes“ Standing Ovations
In Philippe Decouflés wahnwitzigen Zauberwelten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die dem Bauhaus-Stil nachempfundenen Kostüme wirkten besonders stark (© Charles Freger)

Er absolvierte Annie Fratellinis Zirkusschule und lernte Pantomime bei Marcel Marceau, studierte bei den unkonventionellen Großmeistern multimedialer Tanzkunst Alwin Nikolais in Angers und Merce Cunningham in New York, wollte eigentlich Comic-Zeichner werden und schwärmt für Oskar Schlemmers Triadisches Ballett, für den Cirque du Soleil und für die gebündelte Energie und Emotionalität eines guten Rock’n’Roll-Songs – die Rede ist von Philippe Decouflé. Der vielleicht populärste, ganz sicher aber witzigste Choreograf Frankreichs konzipiert mit den Multitalenten seiner vor 35 Jahren gegründeten Compagnie DCA (Compagnie pour Diversité, Camaraderie, Agilité) in einem ehemaligen Elektrizitätswerk in Paris seine multimedialen Produktionen, in denen sich seine vielseitige Ausbildung und seine breit angelegten Interessen widerspiegeln. So auch in den „Nouvelles Pièces Courtes“, die das Publikum beim „Bregenzer Festspielhaus“ gleichermaßen verblüfften wie begeisterten.

Musik / Konzert 24.03.2019
Anita Grüneis

1. Liechtensteiner Jazzfestival: Von heimelig familiär bis zu wuchtig international
Manuel Elias Büchel aus Ruggell mit seiner Band „Balduin Hirschsteins Hypervitaminose"

Alle waren begeistert vom ersten Liechtensteinischer Jazz-Festival – das Publikum, die Künstler und vor allem auch die Organisatoren. Immerhin galt es, zehn Konzerte mit sehr unterschiedlichen Klangspektren an zwei Tagen und zwei verschiedenen Lokationen durchzuführen. Zudem war frühlingshaftes Wetter, würde sich da genug Publikum finden? Es fand sich. Sowohl die Tangente in Eschen als auch das TAK in Schaan waren sehr gut besucht.

Ausstellung 24.03.2019
Karlheinz Pichler

Das Unterlaufen konzeptioneller Denkstrukturen von intuitiven Einflüssen - Valentina D'Amaro, Debora Hirsch, Devis Venturelli in der Bregenzer Galerie Lisi Hämmerle
Valentina D'Amaro: Untitled (Viridis Series), 2018, Öl auf Leinwand

Im Rahmen der Wiener Alternativmesse für zeitgenössische Kunst, der Parallel Vienna, ist die Galeristin Lisi Hämmerle vor zwei Jahren mit dem Schaffen der Italienerin Valentina D'Amaro und der Brasilianiern Debora Hirsch in Berührung gekommen. Aus diesem Kontakt heraus ist die aktuelle Ausstellung „Scivias“ in der Bregenzer Galerie Hämmerles entstanden. Mit Devis Venturelli ist jedoch noch eine dritte Position hinzugekommen, denn er ist mit D'Amaro und Hirsch eng befreundet und alle drei Kunstschaffenden leben und arbeiten derzeit in Mailand.

Theater 23.03.2019
Annette Raschner

Vom Verlust innerer Farben
Brigitte Walk als SIE, die nicht mehr funktioniert, die den boden unter den Füßen verloren hat

Die freie Kompanie walktanztheater.com ist bekannt dafür, anspruchsvolle Themen aufzugreifen und dafür vielschichtige Umsetzungen zu finden. In Koproduktion mit dem westbahntheater Innsbruck, der tanzschmiede/fucinadanza meran und dem panorama dance theater wurde ein interdisziplinäres Theaterprojekt zum Thema Depression entwickelt. Es basiert auf dem Sprechtheaterstück "Schatten" von Brigitte Knapp. Die Uraufführung im Alten Hallenbad in Feldkirch mit vier SchauspielerInnen und zwei TänzerInnen bot ein berührendes Erlebnis!

Theater 23.03.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Ein rauschendes Fest der Literatur – bunt, laut, gewagt! Das Landestheater huldigt dem Dreigestirn Bachmann, Celan und Frisch
Großartig: Tobias Krüger und Nico Raschner

Eine intensive Begegnung mit der Autorin und Namensgeberin eines der renommiertesten Literaturpreise des deutschsprachigen Raums, Ingeborg Bachmann, sowie den Schriftstellern und Klassikern der Gegenwartsliteratur Max Frisch und Paul Celan versprach das Vorarlberger Landestheaters seinem Publikum. Die gestrige Premiere erfüllte (fast) alle Erwartungen. „Die collagierte Zeit“ benannte Simon Meienreis sein Werk, das er auch selbst inszenierte. Wunderbare Texte, Gedichte und Dialoge von Frisch, Celan und Bachmann hat Meienreis zu einem faszinierenden Stück zusammengebaut und wurde dabei allen dreien absolut gerecht.

Theater 22.03.2019
Anita Grüneis

"Heiligabend" im TAK: Kammerspiel und Duell der scharfen Dialoge
Thomas Beck und Boglàrka Horvàth liefern sich ein Duell der klugen Dialoge

Manchmal ist Theater doch eine verdichtete Realität. Daniel Kehlmann hat mit dem Stück „Heilgabend“ ein fiktives Verhör zwischen einer Professorin und einem Kommissar geschrieben. Für das Schaaner TAK wurde dieses Stück als Eigenproduktion von Tim Kramer inszeniert. Der Regisseur ließ aus der Fiktion beklemmende 90 Minuten Realität werden und zeigte ein brandaktuelles Stück über unsere (Rechts-)Systeme. Und einen Schlagabtausch zwischen Mann Frau. Thomas Beck und Boglàrka Horvàth lieferten sich ein Duell der klugen Dialoge. 

Aktuell 22.03.2019
Ingrid Bertel

Begehrter Posten - Der Werkraum Bregenzerwald hat eine neue Geschäftsleiterin
Miriam Kathrein wird neue Geschäftsleiterin im Werkraum Bregenzerwald (Foto: Philipp Enders)

Miriam Kathrein wird die neue Geschäftsleiterin im Werkraum Bregenzerwald. Die Bregenzerin tritt im Mai die Nachfolge von Thomas Geisler an, der die Stelle des Direktors im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden übernehmen wird. Kathrein wurde unter 32 BewerberInnen als bestqualifizierte für einen breiten Arbeitsbereich ausgewählt.

Film / Kino 22.03.2019
Gunnar Landsgesell

Wir
Untote oder Rache durch das plötzlich befreite Selbst aus dem eigenen Unbewussten? Jordan Peele treibt in "Wir" recht unbekümmert seinen Schalk mit dem Publikum.

Ich ist ein Anderer, schrieb Rimbaud einmal. Was also, wenn es an der Tür läutet, und man steht sich selbst gegenüber, und dieser Andere will einen töten? In "Wir" treibt Regisseur Jordan Peele seinen makaberen Spaß mit dem Doppelgänger-Motiv, wenn eine schwarze Mittelschichtfamilie von ihrem mörderischen Selbst heimgesucht wird. Eine schlichte Horrorfarce, die zum Rätseln einlädt.

Musik / Konzert 21.03.2019
Silvia Thurner

Wiederentdeckungen mit Nachhall und vergeblicher Liebesmühe – das vierte Bregenzer Meisterkonzert war zweigeteilt
Francesca Dego als Solistin und Daniele Rustioni am Pult des Orchestra della Toscana gestalteten beim Bregenzer Meisterkonzert unter anderem Mario Castelnuovo-Tedescos Violinkonzert Nr. 2  kommunikativ aus.

Im Rahmen der Bregenzer Meisterkonzerte gastierte das Orchestra della Toscana mit seinem dynamischen Chefdirigenten Daniele Rustioni im Bregenzer Festspielhaus. Mitgebracht hatten die Musikerinnen und Musiker vier Kompositionen, deren Werkdeutungen letztlich ein zweigeteiltes Konzerterlebnis ergab. Auf der einen Seite begeisterte die Geigerin Francesca Dego mit dem zweiten Violinkonzert von Mario Castelnuovo-Tedesco und weiters stellte das Wiederhören der fünften Sinfonie von Felix Mendelsohn Bartholdy ein echtes Hörerlebnis dar. Andererseits bestätigte das sperrige „Appunti per un Credo“ von Giorgio Federico Ghedini, dass nicht alle Werke wiederentdeckt werden müssen und Respeghis „Tre Corali“ waren letztlich nichts mehr als Instrumentationsübungen.

Film / Kino 21.03.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (22.3. - 28.3. 2019)
The Cleaners

Am Spielboden Dornbirn geht das 3rd Human Vision film festival unter anderem mit dem Dokumentarfilm „The Cleaners“, der die „Säuberung“ des Internets beleuchtet, zu Ende. Das TaSKino Feldkirch präsentiert dagegen mit „The Wife – Die Frau des Nobelpreisträgers“ einen Spielfilm, der von einer großartigen Glenn Close getragen wird.

CD-Tipp 21.03.2019
Peter Füssl

Nguyên Lê Quartet: Streams

Auch auf seinem 16. Album für das Münchner ACT-Label erweist sich der ausgesprochen vielseitige, vietnamesisch-stämmige, französische Gitarrist Nguyên Lê wieder als genialer musikalischer Vermittler zwischen Jazz, Rock und fernöstlichen Musikstilen. Zwar verzichtet er dieses Mal auf exotisches Instrumentarium, aber schon die ersten unverkennbaren, asiatische Ethno- und westliche E-Gitarren-Stile verschmelzenden Töne weisen „Streams“ als typisches Nguyên Lê-Werk aus.

CD-Tipp 19.03.2019
Peter Füssl

Grand Ensemble Koa: Beat

Hierzulande wenig bekannt ist das neunköpfige französische Grand Ensemble Koa, das nach einem Album zu Alfred Jarrys groteskem „Ubu roi“ seiner Experimentierlust nun mit einem Projekt zur Beat Generation freien Lauf lässt. Bandleader und Bassist Alfred Vilayleck ließ sich von den Texten und dem mit Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs assoziierten Lebensgefühl zu den bis zu zwölf Minuten langen Kompositionen inspirieren, die im Spannungsfeld von Modern Jazz und Progressive Rock eine enorme Dynamik entwickeln und auch viel Raum für spannende Improvisationen lassen.

Theater 18.03.2019
Anita Grüneis

Theater Karussell Liechtenstein: Die nackte Wahrheit – und nichts als die Wahrheit? 
Ula Lazauskaite und Hanno Dreher als Ehepaar Susann und Marcel

Das Liechtensteiner Theater Karussell hat mit dem Stück „Die Wahrheit“ von Florian Zeller einen guten Griff getan. Der junge Regisseur Andreas Jähnert hat das Stück um Liebe, Betrug, Wahrheit und Männer-Freundschaft inszeniert, gespielt haben Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ula Lazauskaite und Heidi Salmhofer. Die vier ließen den Abend zu einer rasanten Fahrt werden zwischen Lüge, Schummelei, Verschwiegenheit, Heuchelei und gebremster Aufrichtigkeit. Viel wurde auf der Bühne über die Wahrheit geredet und niemand schien wirklich zu wissen, was das eigentlich ist, „Die Wahrheit“. Denn im Zeitalter von Fake News fragt es sich: Wie wahr ist schon Wahrheit? Und wer lügt, wenn er die Wahrheit sagt? Und wie setzt sich die „reine Wahrheit“, die vor Gericht verlangt wird, in Wahrheit zusammen?

Musik / Konzert 16.03.2019
Peter Füssl

Umwerfende Melange aus Hip-Hop und Bigband-Jazz – Yasmo & Die Klangkantine präsentierten ihr neues Album am Dornbirner Spielboden
Yasmo thematisiert mit einem außerordentlichen Sprachgefühl und viel Sinn für feine Ironie gesellschaftliche Probleme, die Lethargie und Denkfaulheit vieler Zeitgenossen, oder vom feministischen Diskurs angeprangerte Missstände (alle Fotos: Michael Fritz)

Dass sich Hip-Hop und Jazz wechselseitig inspirieren und in spannenden Begegnungen regelmäßig zu musikalischen Spitzenproduktionen führen, weiß man schon seit Guru und Jazzmatazz Anfang der 1990-er Jahre und in jüngster Zeit verstärkt durch die Aktivitäten von Flying Lotus, Kendrick Lamar, Thundercat oder Kamasi Washington. Im deutschen Sprachraum leistete hier die Jazzkantine Wesentliches, und – um endgültig in alpenländische Gefilde zu wechseln – auch schon das erste Album von Yasmo und die Klangkantine aus dem Jahr 2017 zeitigte in dieser Hinsicht beachtliche musikalische Ergebnisse und brachte der Wiener Rapperin und Wortkünstlerin nicht zufällig eine „Amadeus“-Nominierung ein. Mit dem aktuellen Nachfolgealbum „Prekariat und Karat“ haben die beteiligten Akteure nun aber offenbar zu einem neuen Selbstverständnis gefunden, das sich am gut besuchten Spielboden in einer enormen Spielfreude und einer auf das Publikum ansteckend wirkenden Begeisterung ausdrückt.

Film / Kino 16.03.2019
Walter Gasperi

Die Erscheinung
Die Erscheinung © Filmladen Filmverleih

Ein traumatisierter Kriegsberichterstatter, der der Kirche fernsteht, soll den Vatikan bei der Prüfung einer angeblichen Marienerscheinung unterstützen. – Xavier Giannoli gelang ein inhaltlich ungewöhnlicher, aber packender Mix aus Thriller und Drama über Glaube, Wahrheit, Wunder in einer rationalen Welt und die Sehnsucht nach Heilung und Erlösung.

Film / Kino 14.03.2019
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (15.3. - 21.3. 2019)
Fortuna

Am Spielboden Dornbirn findet diese Woche das 3rd Human Vision film festival statt. Beim Filmforum Bregenz steht dagegen in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz ebenso wie im Kunstmuseum Liechtenstein Spike Jonzes melancholische Liebeskomödie „Her“ auf dem Programm.

CD-Tipp 14.03.2019
Peter Füssl

Rigmor Gustafsson: Come Home

Mit diesem Album fühle ich mich, als ob ich endlich gelandet wäre und etwas Neues erreicht hätte, aber auch etwas, das immer schon in mir geschlummert hatte. Ich fühle mich, als ob ich zuhause angekommen wäre“, schreibt Rigmor Gustafsson in den Liner Notes zu ihrem siebten ACT-Album, für das sie sich mehr als vier Jahre Zeit gelassen hat. In der Tat hat sie sich in Kooperation mit renommierten schwedischen Textern acht Eigenkompositionen auf den Leib geschrieben, die ihre warme, ausdrucksstarke und durch ihre Natürlichkeit bestechende Stimme ins perfekte Rampenlicht setzen.

Kritiken 13.03.2019
Silvia Thurner

Musikalisch gelebte Emotion – das Brodsky Quartet zog mit seiner intensiven Spielart die Zuhörenden in seinen Bann
Gina McCormack und Ian Belton (Violine), Paul Cassidy (Viola) und Jacqueline Thomas (Violoncello) - die Musikerinnen und Musiker des Brodsky Quartet - ließen beim Konzert im Rahmen der Abonnementreihe "Dornbirn Klassik" im Kulturhaus mit ihren Werkdeutungen wohl niemanden unberührt.

Das renommierte Brodsky Quartet aus Großbritannien ist ein gern gesehener Gast bei „Dornbirn Klassik“. Mit einem exklusiven Programm und eindrücklichen Werkdeutungen warteten die Musikerinnen und Musiker dieses Mal auf. Die dargebotenen Streichquartette von Schostakowitsch, Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy sind allesamt an dramatischen Wendepunkten im Leben der Komponisten entstanden und verströmen einen aufwühlenden Charakter. Die „Brodskys“ musizierten mit einem bewundernswerten gemeinsamen Atem und formten die Kompositionen mit einer musikalischen Rhetorik aus, die die höchst emotionalen musikalischen Inhalte feinsinnig erlebbar machte.

Literatur 13.03.2019
Ingrid Bertel

In die Hohenemser Villa Iwan und Franziska Rosenthal zieht endlich neues Leben ein, unter anderem mit dem Literaturhaus - Dornröschen wacht auf!
Bürgermeister Dieter Egger, Frauke Kühn vom literatur:vorarlberg netzwerk und Landesrat Christian Bernhard in der Villa Rosenthal (© Stadt Hohenems)

Die 1890 von Iwan und Franziska Rosenthal errichtete Villa ist das bauliche Pendant zum Renaissance-Palast und, von der Autobahn her gesehen, am Eingang zur Stadt gelegen. Jahrzehnte lang bröckelte sie vor sich hin; nun arbeitet der Projektentwickler Markus Schadenbauer zusammen mit den Investoren und der Stadt Hohenems an einem Sanierungs- und Nutzungskonzept für das 8.000 m² große Areal. Eine großzügige öffentliche Nutzung ist Teil dieses Konzepts. Das geplante Literaturhaus nimmt seinen Betrieb mit Beginn der Emsiana auf.

CD-Tipp 12.03.2019
Peter Füssl

Joachim Kühn: Melodic Ornette Coleman

Free Jazz-Legende Ornette Coleman war eher zurückhaltend und besonders wählerisch, wenn es um Pianisten ging. Er nahm mit Paul Bley und Geri Allen auf, ein ganz besonderes Verhältnis entwickelte er aber zum vierzehn Jahre jüngeren deutschen Pianisten Joachim Kühn, mit dem er zwischen 1995 und 2000 sechzehn Duo-Konzerte gab. Vor jedem Konzert ließ er Kühn nach New York einfliegen und probte mit ihm sieben Tage à 14 Stunden lang zehn neue Kompositionen in seinem Harmolodic Studio in Harlem ein, die dann im Konzert aufgeführt wurden, ehe sie wieder in der Schublade verschwanden.

Musik / Konzert 11.03.2019
Silvia Thurner

Mut, Freude und Energie – Viel Applaus beim Festakt zum Abschluss des Jugendmusikwettbewerbes „prima la musica“ in der Kulturbühne AmBach
Beim Festakt des Jugendmusikwettbewerbes "prima la musica" gab es viele Gratulationen und musikalische Darbietungen, die die Zuhörenden in Staunen versetzte. Zu Beginn musizierten Louis Jakobs an der Tuba und Nora Calvo-Smith am Klavier in der Kulturbühne AmBach, ...

Eine lockere Stimmung herrschte beim Festakt anlässlich der Preisverleihung des 25. Jugendmusikwettbewerbes „prima la musica“. Im vollbesetzten Saal tummelten sich viele Kinder und Jugendliche, die Tage zuvor Großartiges geleistet hatten. In diesem Jahr standen die Bläserinnen und Bläser im Mittelpunkt, denn sie stellten sich solistisch der Jury. Ergänzend dazu wurde Streicher- und Klavierkammermusik sowie Perkussion prämiert. Über 300 musikbegeisterte Kinder und Jugendliche zwischen acht und achtzehn Jahren nahmen beim 25. Wettbewerb teil und freuten sich über die ihnen zuerkannten Auszeichnungen. Ein paar Kostproben im Rahmen des Festaktes machten die große Bandbreite der Musikdarbietungen erlebbar.

Tanz 10.03.2019
Peter Füssl

Schöne Apokalypse mit finalem Hoffnungsschimmer – Zero Visibility Corp. liefert mit „Frozen Songs“ einen nachdenklich stimmenden Auftakt zum „Bregenzer Frühling“
Die norwegische Zero Visibility Corp. überzeugte bei der österreichischen Erstaufführung von "Frozen Songs" im Bregenzer Festspielhaus nicht nur tänzerisch, sondern mit einem multimedialen Gesamtkunstwerk ... (© Antero Hein)

Eine Million Samenproben von mehr als 5.200 verschiedenen Nutzpflanzen sollten im Global Seed Vault, einem im Permafrost auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen katastrophensicher angelegten, weltweiten Saatgut-Tresor, sogar den Untergang unserer heutigen Zivilisation überdauern und künftiges Leben ermöglichen. Die Choregrafin und Gründerin der Zero Visibility Corp. Ina Christel Johannessen hat diese bemerkenswerte Institution mit ihrer seit 1996 bestehenden Compagnie besucht, was schließlich zum Ausgangspunkt für ihre 2017 in Tromsø uraufgeführte, multimediale Produktion „Frozen Songs“ wurde. Das aus dem gesamten Bodenseeraum zum Auftakt des diesjährigen „Bregenzer Frühlings“ ins Festspielhaus geströmte Publikum zeigte sich begeistert, wobei die spannenden 90 Minuten durchaus auch zum Nachdenken anregten.

Theater 10.03.2019
Dagmar Ullmann-Bautz

Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte – „Der 27. Kanton“ im Vorarlberger Landestheater
Hervorragendes Ensemble (v.l.n.r.): Bo-Phyllis Strube, Luzian Hirzel, Felix Defèr, Rahel Jankowski, David Kopp, Elke Maria Riedmann

Am Freitag feierte das sehr gut besuchte Landestheater die Uraufführung von „Der 27. Kanton“. Intendantin Stephanie Gräve hatte zwei Stücke für einen Abend in Auftrag gegeben. Die beiden Autoren, der Österreicher Thomas Arzt und der Schweizer Gerhard Meister, haben sich mit Vorarlberg und den Ereignissen von 1919 auseinandergesetzt. Daraus entstanden zwei ganz unterschiedliche Stücke: So verknüpft „Die Verunsicherung“ die damaligen Geschehnisse mit dem Heute während das Stück „Lauter vernünftige Leute“ den Verlauf der Geschichte auf den Kopf stellt.