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Landwirtschaft verstehen, 'Vom Sinnen und Nutzen der blühenden Landschaft'

Vortrag und Diskussion anlässlich 'Sieben Jahre blühendes Vorarlberg'

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Anfang
27.02.2018 20:00
Kategorie
Vortrag / Diskussion
Veranstaltungsort

ORF-Landesfunkhaus Dornbirn
Rundfunkplatz 1
6850 Dornbirn
→ tgl. 8 - 21
+43 (0) 5572 301 - 22558
http://vorarlberg.orf.at
Julia.Zangerl@orf.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Vortrag / Diskussion
Musik / Konzert 14.11.2018
Fritz Jurmann

„Rigoletto“ im Zirkus und Ritter „Don Quichotte“ in vielen Gestalten dominieren die Festspiele 2019
Pressekonferenz im Zirkuszelt: In der zur Arena umfunktionierten Werkstattbühne wurden, passend zum Ambiente der neuen Seeproduktion „Rigoletto“, Pressevertreter über das Festspielprogramm 2019 informiert.

Alles Zirkus oder was? Nun ist die Katze zumindest teilweise aus dem Sack, und eines der bestgehüteten Geheimnisse der Bregenzer Festspiele ist (fast) keines mehr. Der Münchner Philipp Stölzl wird nach dreijähriger Vorarbeit bei seinem Debüt als Regisseur und Bühnenbildner am See in der kommenden Saison Giuseppe Verdis populäre Oper „Rigoletto“ ins Zirkusmilieu verorten. Zweites markantes Thema wird „Don Quichotte“ sein, der als der „Ritter von der traurigen Gestalt“ eine der prägendsten Figuren der Weltliteratur darstellt und in weiteren musikalischen und dramatischen Werken im Festspielprogramm 2019 aufscheint. Die 74. Bregenzer Festspiele dauern vom 17. Juli bis 18. August 2019 und umfassen über 80 Veranstaltungen.

CD-Tipp 13.11.2018
Peter Füssl

Kurt Vile: Bottle it in

Der Bürgermeister von Philadelphia hat den 28. August offiziell zum „Kurt Vile Day“ ernannt, eine Idee die man global vielleicht als „Weltentschleunigungstag“ durchaus weiterspinnen könnte. Denn gerade mit seinem siebten Studioalbum schenkt uns der unermüdliche Workaholic aus der „City of Brotherly Love“ fast achtzig Minuten zumeist gemütlich dahinmäandernden Country-Psychedelic-Roots-Rock in allen möglichen Schattierungen.

Musik / Konzert 11.11.2018
Silvia Thurner

„Texte und Töne“ im ORF Dornbirn bot eine Bühne für Neues – Hervorragende Werkdeutungen und großer Publikumszuspruch bereiteten Freude
Das Festival "Texte und Töne" im ORF Funkhaus bot einen anregenden Begegnungsraum für Komponistinnen und Komponisten, Autorinnen und Autoren und viele Zuhörende. Alle Mitwirkenden - unter anderem das ensemble plus unter der Leitung von Thomas Gertner und das Symphonieorchester Vorarlberg mit Ektoras Tartanis am Pult - präsentierten die neuesten Werke von Gerald Futscher, Wolfgang W. Lindner, Raphael Lins, Gerda Poppa und Roché Jenny.

Eine große stilistische Vielfalt zeichnete die diesjährige Ausgabe von „Texte und Töne“ im Funkhaus Dornbirn aus. Aktuell entstandene Kompositionen sowie Texte fanden ein interessiertes Publikum, das sich viel Zeit nahm und die Werkpräsentationen höchst konzentriert mitverfolgte. Besonders eindrücklich wirkten die gesellschaftspolitische Performance „Stabat Mater“ von Gerald Futscher sowie das Werk „Kontexte“ von Wolfgang W. Lindner. Aufhorchen ließ überdies das Vibraphonkonzert des Studenten Raphael Lins mit Matthias Kessler als Solisten. Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung des herausragenden Dirigenten Ekoras Tartaris begeisterte das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Studio unter anderem mit der Uraufführung des Werkes „Wartezeiten“ von Gerda Poppa.

Theater 11.11.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Miss Sara Sampson – spannender Klassiker am Vorarlberger Landestheater
Großartig: Rahel Jankowski als Sara

Virtuose Sprache und unbändige Emotionen, das erlebte vergangenen Freitag ein höchst begeistertes Premierenpublikum am Vorarlberger Landestheater. Mit der dritten Premiere der Saison präsentierte das neue Team um Intendantin Stephanie Gräve den Klassiker „Miss Sara Sampson“ von Gotthold Ephraim Lessing, in der Regie von Tobias Wellemeyer.

Ausstellung 10.11.2018
Karlheinz Pichler

Die Potentiale Feldkirch als inszenierte Installation
Judith van Iersel und Ralf Gloudemans: The Tower of Turning Stories

Die „Potentiale“, die dieses Wochenende wieder in Feldkirch über die Bühne geht, als klassische Designmesse zu bezeichnen, wäre völlig verfehlt. Die Organisatoren unter Projektleiter Ingo Türtscher tüfteln und feilen jedes Jahr am Format und überraschen immer wieder durch ausgefallene Locations und spezielle Inhalte. So wie die Veranstaltung mit viel Feingefühl und Ideenreichtum - abseits des üblichen Messeteils - durchkomponiert ist, ähnelt sie eher einer „inszenierten Gesamtinstallation“ denn einem kommerziellen Marktplatz.

Literatur 10.11.2018
Markus Barnay

Ulrike Längles „Schoppernauer Weltgeschichte“: Rüscherianer gegen Felderianer – das ist Brutalität!
Das Felderdenkmal am heutigen Standort an der Kirchenmauer (© vorarlberg museum)

„Der versteinerte Felder“ hieß ein Beitrag im Katalog der erfolgreichen Ausstellung „Ich, Felder. Dichter und Rebell“, die 2014 im vorarlberg museum zu sehen war. Jetzt legte die Autorin des Beitrags, Ulrike Längle, nach und präsentierte – pünktlich zum Abschied aus ihrer 34-jährigen Tätigkeit im Franz Michael Felder gewidmeten Literaturarchiv – ein Büchlein über den legendären Denkmalstreit, der die kleine Gemeinde Schoppernau nach dem Tod des Dichters und Sozialreformers Felder in zwei unversöhnliche Lager spaltete. Erzählt hat Ulrike Längle von den Vorgängen auf diversen Exkursionen immer wieder, doch jetzt kann man sie auch in allen Einzelheiten nachlesen.

Film / Kino 09.11.2018
Gunnar Landsgesell

Angelo
Angelo Soliman: Im Film nie auf Augenhöhe mit der Gesellschaft.

Angelo Soliman, als Kind aus Nigeria verschleppt, stieg zur Zeit Maria Theresias in der Wiener Gesellschaft auf. Nach seinem Tod wurde sein Körper ausgestellt. Regisseur Markus Schleinzer fokussiert vor allem auf das Außenseitertum seines Protagonisten, dabei geht etwas an Vitalität verloren.

Film / Kino 08.11.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (9.11. - 15.11. 2018)
Zu ebener Erde (c) Stadtkino

TaSKino Feldkirch und Filmforum Bregenz zeigen diese Woche den Dokumentarfilm „Zu ebener Erde“, der kommentarlos den Alltag von vier Wiener Obdachlosen schildert. Einblick in die Lebenswelt der streng orthodoxen chassidischen Gemeinde von Brooklyn bietet dagegen der Spielfilm „Menashe“, der ebenfalls beim Filmforum Bregenz auf dem Programm steht.

CD-Tipp 08.11.2018
Peter Füssl

Ibrahim Maalouf: Levantine Symphony N° 1

In seiner zweiten Heimat Frankreich ist der gebürtige Libanese Ibrahim Maalouf längst ein die Stadions füllender Superstar, in den letzten Jahren hat er aber – besonders für seine wunderbaren Hommagen an die ägyptische Kultsängerin Oum Kalthoum und an die französisch-italienische Sängerin/Schauspielerin Dalida – auch jenseits der Grande Nation große Anerkennung gefunden.

Musik / Konzert 07.11.2018
Silvia Thurner

Kunst und soziales Engagement zusammenführen – bei Kultur.LEBEN treten international namhafte Künstlerinnen und Künstler zugunsten von Waisenkindern auf
Seit Jahren unterstützen Rainer Honeck und Freunde aus den Reihen der Wiener Philharmoniker das kulturelle Engagement von Maria Müller und konzertieren im Rahmen von Kultur.LEBEN zugunsten von Waisenkindern.

Seit 27 Jahren verbindet Maria Müller ihr kulturelles Engagement mit sozialer Hilfe. Daraus hat sich eine Veranstaltungsreihe entwickelt, die seinesgleichen sucht. Kultur.LEBEN bereichert mit künstlerisch hochstehenden Konzerten, Kabarettvorstellungen, Vorträgen und Lesungen die kulturelle Landschaft des Landes enorm. Maria Müllers Idee ist frappierend einfach, erfordert aber einen sehr großen persönlichen Einsatz. Namhafte Künstlerinnen und Künstler verzichten auf ihre Gagen, so kommen die Erlöse äthiopischen Waisenkindern im Hanna Teshomes Waisenhaus zugute, die dort ein Zuhause und Zugang zu Bildung erhalten.

Film / Kino 07.11.2018
Walter Gasperi

Vorarlberger Kulturpreis 2018: Die nominierten FilmemacherInnen boten Einblick in ihr Werk
Felix Kalaivanan (c) Felix Kalaivanan

Zum vierten Mal verleihen heuer Casino Bregenz und die Sparkasse Bregenz den mit 15.000 Euro dotierten „Vorarlberger Kulturpreis“. Nach Schauspiel, Tanz und Jazz wurde heuer die Sparte Film ausgewählt. Von der Filmkommission des Landes wurden Philipp Fussenegger, Felix Kalaivanan, Claudia Larcher, Veronika Schubert und Marie-Thérèse Zumtobel nominiert, die am Dienstag, den 6. November, im ORF-Funkhaus Einblick in ihr Schaffen boten.

CD-Tipp 06.11.2018
Peter Füssl

Cat Power: Wanderer

Zwischen „Sun”, dem neunten, elektronischsten, optimistischsten und kommerziell erfolgreichsten Album von Charlyn Marie „Chan“ Marshall, und ihrer zehnten, an akustischem Folk orientierten Studioproduktion „Wanderer“ liegen nicht nur sechs lange Jahre, sondern Absturz in Alkoholismus, depressive Zusammenbrüche, zerbröckelte Beziehungen und zuletzt Zerwürfnisse mit der langjährigen Plattenfirma, die Hits wollte. Aber auch die Geburt ihres Sohnes, der nun – wenn auch nur andeutungsweise – neben einer Gitarre das aktuelle Plattencover ziert.

Musik / Konzert 05.11.2018
Silvia Thurner

Unverblümt frische Strahlkraft – Standing Ovations für den Landesjugendchor Voices, Oskar Egle und das Trio dri kindsköpf in der Kulturbühne AmBach
Der Landesjugendchor Voices unter der Leitung von Oskar Egle versetzte die Zuhörenden in der Kulturbühne AmBach in Staunen und löste Begeisterung aus. (Fotos: Wolfgang Plattner)

Traditionell lädt der Landesjugendchor Voices unter der Leitung von Oskar Egle im Herbst in die Kulturbühne AmBach. Alle, die einmal dabei waren, wissen, dass dort etwas Besonderes geboten wird. Deshalb füllte sich der Saal an zwei Konzertterminen bis auf den letzten Platz. Unter dem Leitgedanken „Connecting voices“ stellten etwa hundert Sängerinnen und Sänger jiddische Lieder und Klezmermusik in den Mittelpunkt ihres vielschichtigen Programms. Alle dargebotenen Lieder versetzten die Zuhörenden in Staunen, denn die Freude am Zusammenwirken, der homogene Chorklang, die deutliche Artikulation und die profilierte Rhythmik begeisterten restlos.

Literatur 04.11.2018
Ingrid Bertel

„Rastlos. Architekt Werner Pfeifer 1919 – 1972“ von Martina Pfeifer Steiner
Architekt Werner Pfeifer, 1971 (© Nachlass Architekt W. Pfeifer)

Dass da einer losrast, davon handelt dieses Buch. Er wird mit seinem Auto in den Tod rasen – aber davor durch Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, durch ambitionierte Wohn- und Schulbauten, Tourismus- und Luftprojekte: Ein klug gebauter Doppelband erinnert an den Vorarlberger Architekten Werner Pfeifer.

Tanz 03.11.2018
Peter Füssl

Ungemein kraftvoll und akrobatisch, aber auch poetisch und tiefgründig – James Wilton Dance & Amarok eröffneten das tanz ist Festival
James Wilton Dance aus London und die Prog-Rock-Band Amarok aus Warschau standen beim tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und wurden mit tobendem Applaus belohnt (alle Fotos: © Stefan Hauer)

Der Engländer James Wilton zählt mit seinen gleichermaßen kraftvollen wie poetischen Choreografien zu den interessantesten Protagonisten der zeitgenössischen Tanzszene und sorgt seit 2015 mit seiner exzellenten Dance Company für Highlights des tanz ist Festivals am Dornbirner Spielboden. So erhielt er letztes Jahr frenetischen Applaus für sein von Herman Melvilles Kultroman „Moby Dick“ inspiriertes Tanzstück „Leviathan“, das er heuer gemeinsam mit jungen Tanztalenten aus Vorarlberg und Lindau unter dem Titel „Leviathan Evolution“ nochmals aufführt. Denn Wilton möchte sein Wissen auch an die nächste Generation Tanzbegeisterter weitergeben und leitet deshalb schon seit Jahren professionelle Jugendworkshops beim tanz ist Festival. Den Auftaktabend bestritt James Wilton Dance aber gemeinsam mit der polnischen Prog-Rock-Band „Amarok“ – und, um es vorwegzunehmen: das zahlreich erschienene, sich aus allen Altersschichten zusammensetzende Publikum zeigte sich großteils restlos begeistert.

Film / Kino 01.11.2018
Gunnar Landsgesell

The Guilty
Unter Druck: Streifenpolizist Asger in der Notrufzentrale.

Als der Streifenpolizist Asger in der Notrufzentrale den Anruf einer Frau erhält, die offenbar unter Gewaltandrohung entführt wird, verstricken sich die Ereignisse zunehmend. Regisseur Gustav Möller erschafft einen dichten Erlebnisraum, obwohl die Kamera die Polizeizentrale nie verlässt.

Kritiken 01.11.2018
Mirjam Steinbock

Gemeinsames in Diversität finden - Der neue Verein „kollektiv“ präsentiert sich in Bregenz
Das Kernteam des "kollektiv", v.l.n.r.: Christian Fischer, Astrid Neumayr, Lena Seeberger, Sarah Mistura, Katharina Hutle, Felizitas Steurer, Alexandra Hefel und Florian Koller. Auf dem Bild fehlt Kirstin Tödtling. © Sarah Mistura

Neun junge Menschen mit Berufung und Leidenschaft zu Grafik, Musik, Installation, Fotografie, Illustration und Kommunikation gründeten unlängst in Bregenz den Verein „kollektiv“. Dessen Ziel ist die Förderung und Vernetzung unabhängiger Kunst- und Kulturschaffender inklusive eines Raums zur Verwirklichung des Ganzen. Mit der „kollektiv kollektion“, einer Schau bisheriger sowie neuer Arbeiten des Kernteams, präsentiert sich dieses seit Ende Oktober so professionell wie charmant der Öffentlichkeit.

Ausstellung 01.11.2018
Karlheinz Pichler

Besessenheit als Antrieb zur Kunst – Das Kunstmuseum Liechtenstein präsentiert fünf Kunstschaffende mit Bezug zu Feldkirch
Max Riccabona: "Für Schürzenjäger". Collage, um 1973, 32,1 x 25,1 cm

Kunstschaffende sind in in der Regel von ihrer Tätigkeit besessen. Besessene sind immer auch Grenzgänger. Das Thema „Grenze“ nimmt bei den Veranstaltungen anlässlich des heurigen 800-Jahr-Jubiläums der Stadt Feldkirch, nicht zuletzt aufgrund der geografischen Lage der Montfortstadt, eine zentrale Rolle ein. Grenze auch im Sinne von Grenzüberschreitung. Damit erscheint es logisch, dass Arno Egger die von ihm kuratierte Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein mit „obsessiv“ überschrieb und mit Wolfgang Flatz, Anne Marie Jehle, Max Riccabona, Eugen Steck und Nikolaus Walter fünf KünsterInnen mit Feldkirchbezug auswählte, auf die dieses Attribut besonders zutrifft.

Film / Kino 01.11.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (2.11. - 8.11. 2018)
Se Dio vuole - Um Gottes Willen

Das TaSkino Feldkirch zeigt diese Woche die hinreißende italienische Komödie „Se Dio vuole – Um Gottes Willen“. In der Bludenzer LeinwandLounge steht dagegen mit „Don´t Worry, weglaufen geht nicht“ Gus Van Sants schwarzhumoriges Porträt des querschnittgelähmten Karikaturisten John Callahan auf dem Programm.

CD-Tipp 01.11.2018
Peter Füssl

Wolfgang Muthspiel: Where The River Goes

Zwei Jahre nach „Rising Grace“ präsentiert Wolfgang Muthspiel in fast unveränderter Besetzung – wieder gemeinsam mit Pianist Brad Mehldau, Kontrabassist Larry Grenadier und Trompeter Ambrose Akinmusire, aber mit Drummer Eric Harland anstelle Brian Blades – sein viertes ECM-Album. Das hochkarätige Quintett hat sich einen elaborierten Gruppensound erarbeitet, in den sensible Soli, brillante Dialoge und Gruppenimprovisationen organisch eingebettet sind.

Ausstellung 31.10.2018
Karlheinz Pichler

In Keramik verschlüsselte Welten und Obsessionen – Elmar Trenkwalder im Kunstraum Dornbirn
Elmar Trenkwalder: "Engel über Licht und Schatten - vom erlösenden Schweigen der Form". Keramik (alle Fotos: © Karlheinz Pichler)

Noch bis 2. Dezember besteht die Möglichkeit, die größte Keramikskulptur, die der Außerferner Künstler Elmar Trenkwalder jemals geschaffen hat, im Kunstraum Dornbirn anzuschauen. Für das dreizehn Meter lange und sieben Meter hohe Werk, das den Titel „Engel über Licht und Schatten – vom erlösenden Schweigen der Form“ trägt, hat Trenkwalder zwei Jahre lang ununterbrochen gearbeitet und dabei zwölf Tonnen Tonerde verbraucht. Nach Thomas Feuerstein mit seinem gigantischen „Clubcannibal“ zeigt der Kunstraum Dornbirn im zweiten Halbjahr damit bereits den zweiten Tiroler Künstler, der aus dem Vollen schöpft.

Theater 31.10.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Eine Lanze für das Absurde – bricht das Theater UNPOP in Dornbirn
Günter Rainer und Juliane Gruner - einfach großartig ...

Die vierte Produktion des jungen Ensembles für unpopuläre Freizeitgestaltung feierte gestern seine Premiere auf der Bühne des Dornbirner Kulturhauses. Die Theaterleiter Caro Stark und Stephan Kasimir haben sich nach 3 zeitgenössischen Stücken diesmal für einen Klassiker entschieden. Das Stück „Die Stühle“ gehört zu den vielgespielten Stücken des französisch-rumänischen Dramatikers Eugène Ionesco, der als einer der wichtigsten Vertreter des absurden Theaters gilt.

Literatur 31.10.2018
Ingrid Bertel

Auf der Flucht - „All die Nacht über uns“ von Gerhard Jäger

Mit seinem zweiten Roman „All die Nacht über uns“ hat es Gerhard Jäger auf die Shortlist für den österreichischen Buchpreis geschafft. Der in Dornbirn geborene Jäger war Redakteur der Tiroler Tageszeitung, erhielt 1996 den Literaturpreis des Landes Vorarlberg für einen bislang unveröffentlichten Roman, sein Buch „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ wurde 2016 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Nun katapultiert ihn sein zweiter Roman in die erste Reihe österreichischer AutorInnen. „All die Nacht über uns“ ist ein leises, bedächtiges Buch, eine klare Stimme in der aufgeheizten Debatte um das Thema Flucht und Migration.

CD-Tipp 30.10.2018
Peter Füssl

Ambrose Akinmusire: Origami Harvest

“Was ist die verrückteste Idee, die du auf Lager hast?“ – mit dieser Frage gaben die Kuratoren von Manhattans Ecstatic Music Festival und der Liquid Music Series in St. Paul/Minnesota die Marschrichtung vor, als sie Ambrose Akinmusire mit einer Auftragskomposition bedachten. Das ließ sich der 36-jährige Trompeter aus Oakland nicht zweimal fragen und stellte in sechs Stücken mit einer knappen Stunde Spieldauer unter dem Motto „Extremes (masculine/feminin, high/low arts, passivity/aggression, free improvisation/controlled calculation, American ghettos/American affluence, HipHop/classical ...)“ extreme Positionen nebeneinander, ließ sie sich aneinander reiben, sie verschmelzen und sich wieder separieren.

Musik / Konzert 30.10.2018
Silvia Thurner

Ereignisreicher Start der Bregenzer Meisterkonzerte – Jubel für Mikko Franck am Pult des Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia und die Cellistin Camille Thomas
Camille Thomas spielte im Rahmen des ersten Bregenzer Meisterkonzertes das Cellokonzert von Edouard Lalo leidenschaftlich bewegt. Sie zog nicht nur mit ihrem Spiel die Aufmerksamkeit auf sich, sondern auch mit ihrem zum Werk passenden Outfit. (Foto: Fritz Jurmann)

Sogleich nach der Eingangspassage war klar, dass dieses Meiserkonzert ein besonders packendes Hörerlebnis werden würde, denn so präzise und klar im Ausdruck ist schon lange kein Orchester mehr aufgetreten. Zum Auftakt der aktuellen Saison der Bregenzer Meisterkonzerte musizierte das italienische Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Mikko Franck. Vom ersten Ton in Tschaikowskys Ouvertüre „Romeo und Julia“ bis zum letzten in der 2. Symphonie von Sibelius entwickelten Mikko Franck und das Orchester eine Kraftentfaltung mit großer Sogwirkung. Inspirierend wirkte darüber hinaus die poesievolle Spielart der Cellistin Camille Thomas im Cellokonzert von Edouard Lalo.