"Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist derzeit in einer Inszenierung von Regisseur Oliver Vorwerk im TAK in Liechtenstein.
Peter Bader · 24. Dez 2012 · Musik

Heftiger Applaus für eine heimische Top-Bigband

Der Bigbandclub Dornbirn sorgte am Sonntagabend anlässlich seines traditionellen „JazzXmas“-Konzerts einmal mehr für eine ausverkaufte Kulturbühne Ambach.

Zum 23. Mal gestaltete diese bekannte Vorarlberger Bigband, nun am mittlerweile traditionellen 23. Dezember, das Weihnachtskonzert „JazzXmas“: Das zwölfte Mal auf der Kulturbühne Ambach. Unter der kompetenten Leitung von Josef Eberle präsentierte sich diese älteste Bigband Vorarlbergs am vergangenen Sonntagabend in Götzis einmal mehr als ein moderner, dynamischer, groovender und präziser Klangkörper, dessen Musiker nicht nur als Band-Musiker ganze Arbeit leisteten, sondern in zwei kurzweiligen Sets auch als Solisten auf hohem Niveau in Erscheinung traten.

Ein interessanter Gastmusiker: Roland Klugger

Als Gastmusiker und Solist konnte für das diesjährige „JazzXmas“-Konzert Roland Klugger gewonnen werden. Der Bandoneonist aus Ravensburg bereicherte den Sound des Bigbandclubs Dornbirn durch sein feinfühliges Spiel in drei Arrangements von Bert Joris: „Triple“, „Connections“ und „Sundown“.

Ein sympathischer Jazz-Vokalist: Thomas Gertner

Erfreulich war auch, dass dem sympathischen deutschen Posaunisten Thomas Gertner wieder viel Raum für seine Gesangseinlagen gegeben wurde. Auch am Sonntagabend wusste er seine tolle schlanke Baritonstimme in zahlreichen Jazz-Standards und jazzigen Songs einzusetzen und mit seiner einwandfreien Jazz-Phrasierung für Begeisterung zu sorgen. Dies etwa in den Jazzstandards „Moonlight in Vermont“, „When you wish upon a star“ und „It don´t mean a thing“. Letztere Nummer wurde hierbei in einer Latin-Version zu Gehör gebracht: einem Arrangement von Matt Harris, das auf eine Montuno-Figur des Pianos (Stefan Schnell) aufgebaut war.

Ein Spezialist für hohe Trompeten-Töne: Markus Weiss

Für Gänsehaut sorgte der Trompeter Markus Weiss. Hatte er schon in „Birdland“ - „as recorded by Maynard Ferguson“ - gezeigt, dass er seinen hohen Tönen eine an Ferguson gemahnende Strahlkraft geben kann, begeisterte er mit seinen Spitzentönen in der zweiten und letzten Zugabe „Oh holy night“ das Publikum vollends.

Heftiger Schlussapplaus!