Willem Dafoe als verzweifelter Befreiungskünstler in "Inside", einem Film, der wie in einer Versuchsanordnung die Grenzen des Möglichen auslotet.
Silvia Thurner · 21. Dez 2014 · Musik

Advent sowie Helfen und Teilen passen gut zueinander – Das Ensemble „Quart.Art“, Julia Scheier und engagierte junge Erwachsene stellten sich in den Dienst der guten Sache

Der Advent und die Vorweihnachtszeit bieten immer auch Anlass, um Benefizkonzerte zu geben. Ein besonderes Engagement zeigten Anabel Grabher und Magdalena Nussbaumer in Lustenau. Sie haben ein soziales Jahr im „Daddy Home“ in Südindien verbracht, wo bedürftige Menschen jeden Alters ein Zuhause finden. Nun veranstalteten sie zu Gunsten des von Pater Raja gegründeten Sozialprojektes ein Benefizkonzert. Das Ensemble „Quart.Art“ und die Harfenistin Julia Scheier stellten sich gerne in den Dienst der guten Sache und präsentierten in der Kirche St. Peter und Paul ein ansprechendes Konzert.

Zu Beginn erzählte Anabel Grabher von „Daddy Home“ in Südindien und ihren Erlebnissen mit dort lebenden Menschen. Seit sie dort ein soziales Jahr verbracht hat, ist sie mit Bewohnern des Hauses und dessen Gründer Pater Raja verbunden. Nun hatte die Studentin gemeinsam mit anderen die Idee, das Projekt auch von Vorarlberg aus finanziell zu unterstützen. Dafür wurden auch Grußkarten angefertigt und eigens gebackene Lebkuchenhäuschen zum Verkauf angeboten. Das stimmige Ambiente für diesen besonderen Abend schufen das Ensemble Quart.Art mit Simone Bösch (Flöte) Iradj Bastan Siar (Violine), Walter Tiefenthaler (Viola) und Thomas Dünser (Violoncello) sowie die Harfenistin Julia Scheier.

Abwechslungsreiche Werkauswahl


Eröffnet wurde das Konzert mit dem Quartett in G-Dur von Franz Anton Hoffmeister. Das ansprechende Werk des Mozart-Zeitgenossen spielten die vier in guter Übereinstimmung, so dass der unterhaltsame Werkcharakter unterstrichen wurde. Die lupenreine und mit einem warmen Timbre versehene Tongebung der Flötistin Simone Bösch kam in den Bearbeitungen des Andantinos von W.A. Mozart (KV 299) und im Sicilienne op. 78 von Gabriel Fauré (arr. für Flöte und Harfe) besonders schön zum Ausdruck.

Mit den beiden Solowerken „Le Jardin Mouillé“ für Harfe solo von J.G. de la Presle und Jacques Iberts Scherzetto stellte Julia Scheier anregende Stimmungsbilder in den Raum. Den tänzerischen Duktus der beiden Werke kristallisierte sie mit ihrer transparenten Spielart heraus. Abschließend erklang das Quintett für konzertierende Harfe und Streichquartett des komponierenden Dichters E.T.A. Hoffmann in der Besetzung für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe. Das Quartett musizierte eher zurückhaltend und gewährte damit der Harfenistin viel Gestaltungsfreiraum, den sie auch nutzte. Für den herzlichen Applaus dankten die Ensemblemusiker mit „Gabriel’s Oboe“ von Ennio Morricone.

Auf diese Weise angeregt, stießen die angebotenen Lebkuchenhäuschen und die Grußkarten für den guten Zweck auf großes Interesse.