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24.03.2014 |  Peter Füssl

Tony Lakatos: Standard Time

Der 55-jährige in Frankfurt lebende ungarische Tenor- und Sopransaxophonist Tony Lakatos gilt als Gralshüter der amerikanischen Jazztradition in Deutschland – ein Ruf, dem er mit „Standard Time“ einmal mehr gerecht wird.

Als sich bei Aufnahmen der hr-Bigband ein freier Tag ergab, lud Lakatos spontan den Pianisten Jim McNeely, Kontrabassist Jay Anderson und Drummer Adam Nussbaum zur Session ein und nahm sozusagen im First-Take-Verfahren Titel von Monk, Rollins, Thad Jones, Arthur Altman und Cole Porter, aber auch von Bill Evans, Herbie Hancock oder Kenny Wheeler auf. Selbst der Lennon/McCartney-Klassiker „Michelle“ fügt sich als wunderschöne Ballade völlig nahtlos ins äußerst kultivierte Klangbild dieser hochgradigen Könner ein, die kompromisslos ihrer swingenden Ästhetik huldigen. Tony Lakatos beherrscht mit seinem perfekten Ton und seinen Phrasierungskünsten souverän alle irgendwo im Spannungsfeld von Hard Bop und Cool Jazz angesiedelten Spielarten und lässt auch Jim McNeely viel Platz für solistische Glanzlichter. Wenn schon old school, dann bitte so!
(Skip Records)

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