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24.10.2013 |  Peter Füssl

Thomas Dybdhal: What’s Left Is Forever

Nick Drake und Bon Yver werden immer wieder als Bezugsgrößen herangezogen, wenn es darum geht, die Musik des in Norwegen längst als Star geltenden 34-jährigen Thomas Dybdhal zu charakterisieren, der mit seinem siebten Album nun auch endgültig den Rest der Welt von seiner Brillanz überzeugen möchte.

Da wäre zuallererst natürlich seine fragile, äußerst expressive Stimme, die ständig zwischen Kopf und Brust changiert und eine Art traurig-mysteriöse Grundstimmung zaubert. Musikalisch bewegt sich Dybdhal irgendwo zwischen Art Folk, Singer-Songwriting, nordischer Schwermut, Soul-Pop neuerer Prägung und manchmal sogar Dancefloor-Tauglichem – mit einem ausgeprägten Hang zur musikalischen Detailarbeit. Da kam es natürlich sehr gelegen, dass ihn nun Starproduzent Larry Klein, der unter anderem auch schon die Karrieren von Joni Mitchell, Tracy Chapman oder Madeleine Peyroux maßgeblich vorangetrieben hat, für sein eigenes Kleinlabel Strange Cargo unter die Fittiche genommen und mit erstklassigen amerikanischen Musikern aus seinem Umfeld kombiniert hat. „What’s Left Is Forever“ lässt an Abwechslungsreichtum nichts zu wünschen übrig, kommt mal sehr reduziert, mal üppig instrumentiert daher, wie es eben das jeweilige Stimmungsbild erfordert, wobei die überwiegend von keinem Geringeren als Vince Mendoza stammenden Streicher-Arrangements einen besonderen Reiz ausstrahlen und wesentlich zur starken Wirkung der Thomas Dybdhals Stimme wunderbar unterstreichenden und kontrastierenden Soundlandschaften beitragen.  
(Strange Cargo/Universal)

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