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11.11.2010 |  Peter Füssl

Nikki Yanofsky: Nikki

Sie ist so attraktiv wie Norah Jones, was sie auf das Cover selbst altehrwürdiger Jazzmagazine bringt, und sie hat sich als vokalistisches Vorbild keine Geringere als Ella Fitzgerald ausgesucht, deren Songs sie pausenlos rauf und runter hört, um sich ihre Gesangstechniken anzueignen. Die Rede ist von Nikki Yanofsky, einem 16-jährigen High School-Girl aus Montreal, das in ihrer Heimat schon seit Jahren als scattendes Wunderkind herumgereicht wird.

In der Tat ist ihr nun beim Major „Universal“ erschienenes Album „Nikki“ eine echte Talentprobe, auf der sie vor allem auch ihre stilistische Bandbreite unter Beweis stellt. Da wären einmal die Standards, echte Allerwelts-Titel, die man schon in unzähligen Versionen kennt. Hier ist es schwer, Neues, bislang Ungehörtes hinzuzufügen, und klarerweise übersteigt Yanofskys vokaltechnisches Können manchmal den emotionalen Tiefgang – es wäre ja auch irgendwie eigenartig, wenn ein Teeny die Reife und Lebenserfahrung einer gestandenen Mittvierzigerin in die Interpretationen hineinlegen könnte. Aber sie liefert auch für „Take The A-Train“, „I Got Rhythm“ oder „God Bless The Child“ Versionen, die sich durchaus anhören lassen. Allerdings könnte es durchaus sein, dass Yanofskys Zukunft auch im Pop-Bereich liegen könnte, zumindest hat sie sich beim Songwriting schon mal von den richtigen Leuten, nämlich Jesse Harris und Ron Sexsmith, helfen lassen. Und dass sich der legendäre Produzent und Grammy-Sammler Phil Ramone der Sache angenommen hat, verheißt ja schon Zukunftsträchtiges.  
(Decca/Vertrieb: Universal)

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