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25.01.2010 |  Peter Füssl

Martin Dahanukar: Garuda

„Musiker kreieren Zeit“ meint der indisch-deutsche, in der Schweiz lebende Trompeter Martin Dahanukar in einem Interview mit dem Schweizer Jazzmagazin „Jazz’n’More“ und spielt damit auf die Fühlbarkeit der Zeit, auf die Belebung von langen Zeitabschnitten und auf die Momente der Ruhe und Versenkung an, die ihn an der indischen Musik so faszinieren und auch auf „Garuda“ ständig unterschwellig spürbar sind.

 Dahanukar verarbeitet in den zehn atmosphärisch ungemein dichten Eigenkompositionen die vielfältigen Eindrücke einer Reise durch den vibrierenden indischen Subkontinent, wobei zwischen Ruhe und Spannung oszillierende Nachtstimmungen, die zauberhafte Geheimnisse zu verbergen scheinen, eindeutig dominieren. Auch musikalisch sind die indischen Einflüsse ständig präsent, mindestens ebenso eindringlich kommt aber auch die zweite wesentliche Komponente im Musikschaffen Martin Dahanukars zur Geltung: der Miles Davis der 60er Jahre und – von der Musizierhaltung her – auch Tomasz Stanko. In seiner working band mit dem Gitarristen Vinz Vonlathen, Bassist Sam Joss und Drummer Peter Horisberger arbeitet Dahanukar seit Jahren an einem individuellen Gruppenklang, was sich auf „Garuda“ wohltuend bemerkbar macht: die Protagonisten verstehen sich sozusagen im Blindflug, die kompakten musikalischen Interaktionen verlaufen perfekt und schwerelos und es gelingt auf wunderbare Weise, ein breites Spektrum an Klangfarben herbeizuzaubern. „Garuda“ ist trotz der ruhigen Grundstimmung  von der ersten bis zur letzten Sekunde spannungsgeladen und voller unaufgeregter Überraschungen, ein kleines Juwel. (Unit Records)

Konzerttipp: Am 12. Februar spielen Martin Dahanukarund seine Band "Garuda"live am Dornbirner Spielboden..

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