Derzeit in Vorarlbergs Filmclubs: "No Bears" (Foto: Filmcoopi Zürich)
Peter Füssl · 09. Sep 2015 · CD-Tipp

Lianne La Havas: Blood

Vor drei Jahren verzauberte die in London aufgewachsene Tochter einer Jamaikanerin und eines Griechen mit dem etwas introvertiert wirkenden, folklastigen Neo-Soul ihres Debuts „Is Your Love Big Enough?“, für ihr Nachfolge-Album „Blood“ hat sie nun soundmäßig ordentlich aufgerüstet.

Während ihres ersten Jamaika-Aufenthalts habe sie gelernt, rhythmusorientierter zu schreiben, erzählt die 26-jährige Sängerin und Gitarristin, vor allem aber sind die Arrangements druckvoller, ausgefeilter und durch die dezent geschmackvolle Einbeziehung von Bläsern, Geigen und Elektronik abwechslungsreicher geworden. Sie lässt ihre Akustikgitarre auf reizvolle Kontraste prallen und wagt auch Experimente, die wie beim noisigen „Never Get Enough“ nicht jedermanns Geschmack treffen werden. Einige Stücke mögen auch ein bisschen unentschlossen oder orientierungslos wirken, Songperlen wie „Green & Gold“, „Wonderful“, „Tokyo“ oder „Grow“, die auch ihre reizvolle Stimme so richtig zur Wirkung bringen, werden aber ihren Aufwärtstrend im Neo-Soul-Pop-Genre mit Sicherheit ordentlich vorantreiben.

(Warner)