Auf dem Weg mit Sapperlotta
Stimmungsvolles Konzert in St. Arbogast
Ein musikalischer Spaziergang mit der Vorarlberger Band Sapperlotta und Elmar Simma führte zahlreiche Konzertbesucher:innen in die Pfarrkirche St. Arbogast. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, dem hierzulande bekannten Ausruf „Ja, Sapperlott!“ auf den Grund zu gehen. Mit drei Celli, zwei Gitarren und Perkussion unterhielten die Musiker:innen sowie die Sängerin Magdalena Nesensohn das Publikum mit einer bunten Auswahl von Liedern und eigenen Kompositionen. Das Konzert bot eine stimmungsvolle Unterhaltung am späten Nachmittag. Besonders die individuellen Arrangements mit poesievollen Zwischenspielen, abwechslungsreicher Begleitung und chorischen Passagen begeisterten.Ein musikalischer Spaziergang mit der Vorarlberger Band „Sapperlotta“ und Elmar Simma führte zahlreiche Konzertbesucher:innen in die Pfarrkirche St. Arbogast. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, dem hierzulande bekannten Ausruf „Ja, Sapperlott!“ auf den Grund zu gehen. Mit drei Celli, zwei Gitarren und Perkussion unterhielten die Musiker:innen sowie die Sängerin Magdalena Nesensohn das Publikum mit einer bunten Auswahl von Liedern und eigenen Kompositionen. Das Konzert bot eine stimmungsvolle Unterhaltung am späten Nachmittag. Besonders die individuellen Arrangements mit poesievollen Zwischenspielen, abwechslungsreicher Begleitung und chorische Passagen begeisterten.
In der Band Sapperlotta sind die Mitwirkenden in mehreren musikalischen Rollen zu erleben und alle beteiligen sich am chorischen Gesang. Julia Scheurle führte meistens die melodischen Hauptlinien am Cello aus, unterstützt von Lätizia Dornauer und Magdalena Nesensohn. Als Frontsängerin und mit eigenen Kompositionen stand Magdalena Nesensohn im Mittelpunkt. Die beiden Gitarristen Paul Bäcker und am E-Bass Sergio Wagner brachten Farbe und Esprit ein. Als Pianist, mit eigenen Songs und mit seinem vielseitigen perkussiven Spiel, das von Bongos über Cajon bis zum Hang reichte, bereicherte Martin Lindenthal die Band.
Die Vielseitigkeit der Bandmusiker:innen spiegelte sich auch in der Liedauswahl wider. Die dargebotenen Lieder lenkten den Blick in alle Himmelsrichtungen Europas und spannten einen weiten musikalischen Bogen. Viel Emotion und das typische südosteuropäische Temperament kristallisierten Sapperlotta im mazedonischen Volkslied „Jovano Jovanke“ heraus. Die allmählich einsetzende Mehrstimmigkeit verlieh dem Lied einen großen Aufforderungscharakter. Das ungarische Volkslied „Estefeté“ stimmten die Musiker:innen mit einem kräftigen Bordun an. Mitreißend erzeugten sie mit einer allmählich heller werdenden Harmonik und Tempobeschleunigungen einen mitreißenden Drive. Das traditionelle Romalied „Kade Shukar“ beeindruckte mit einem ausdrucksstarken, mehrstimmigen A-Capella-Gesang. Den Charakter des norwegischen Liedes „Danse mi Vise“ unterstrich die Band mit der besonderen Klangfarbe des Hangs, das Martin Lindenthal mit Feingefühl für Klang und Rhythmus spielte.
Eigene Songs und hervorragende Arrangements
Besonders die Vor-, Zwischen- und Nachspiele der Lieder zogen immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich und boten Raum für solistische Passagen. Der riesige Tonumfang der Celli deckte vieles ab, von groovigen Bässen bis zu Melodien in hohen Lagen. Die spezielle Besetzung mit drei Celli verlieh der Band einerseits Kraft, andererseits hatten zahlreiche Songs auch einen melancholisch besinnlichen Touch. Das stimmungsvolle Konzert endete feinsinnig mit dem Südtiroler Wiegenlied „Mei Madele mei Tschurale“.
Martin Lindenthal brachte mit seinem Song „Guat goh“ die Zuhörenden zum Schmunzeln. Mit den Songs „Im Hirbst“, „Adalstjern“, „Wealla“, „Über üsra Köpf“ sowie „Rhi“ lenkte Magdalena Nesensohn den musikalischen Blick auf die Natur als Inspirationsquelle. Sie sang mit einer warmen und ausdrucksvollen Stimme, teilweise machte ihr jedoch die Intonation Schwierigkeiten, und die akustischen Gegebenheiten im Kirchenraum stellten für die Band mit den verstärkten Instrumenten eine Herausforderung dar.
Auch das Wetter trug zur besonderen Atmosphäre bei, denn ein aufziehendes Gewitter verdunkelte das Licht in der Pfarrkirche. Mit dem Einschalten der Beleuchtung stellte sich eine warme Stimmung ein.