Das Wiener Burgtheater war mit Molières „Der Menschenfeind“ unter der Regie von Martin Kušej im Bregenzer Festspielhaus zu Gast. (Foto: Matthias Horn)
Christina Porod · 26. Okt 2015 · Aktuell

Eine Brücke und eine Firma aus Vorarlberg wurden mit dem Bauherrenpreis 2015 ausgezeichnet

Am 23. Oktober wurde im Werkraum Bregenzerwald der diesjährige Bauherrenpreis vergeben. Aus insgesamt 74 Einreichungen wurden zuvor 24 Projekte für die Shortlist ausgewählt. Unter den sechs Preisträgern finden sich nun auch zwei aus Vorarlberg: Das Amt der Stadt Dornbirn für die Schaufelschluchtbrücke und OMICRON electronics für den neuen Firmencampus in Klaus. Marte.Marte Architekten zeichnet für die Brücke und Dietrich-Untertrifaller Architekten für das Firmengebäude verantwortlich. Die Hauptjury, bestehend aus Walter Angonese (Kaltern, Südtirol), Hemma Fasch (Wien) und Otto Kapfinger (Wien), ermittelte noch weitere Preisträger: die Fußgängerzone rechte Altstadt Salzburg, das Wohnheim Olympisches Dorf (Innsbruck), die TIWAG KWB Leitstelle mit Besucherzentrum (Sitz) sowie das Wohnzimmer Sonnwendviertel (Wien). Der Preis wird jährlich seit 1967 vergeben.

Die Präsidentin Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs, Marta Schreieck, betont, dass für die Auszeichnung mit einem ZV-Bauherrenpreis sowohl die Architektur von höchster Güte als auch die Rolle der Bauherrschaft von großer Vorbildwirkung sein muss. „So gut wie immer gelingt das Eine nicht ohne das Andere. Um Architektur beurteilen zu können, muss man sie im Original sehen und um ihre Schöpfer einschätzen zu können, hilft es, sie kennenzulernen. Die Zentralvereinigung der ArchitektInnen hat sich daher ein aufwändiges Juryprozedere auferlegt, um aus der jährlich hohen Anzahl durchwegs engagierter Bauten jene zu küren, die sämtliche Kriterien bestmöglich erfüllen.“

Eine Brücke und eine Firma


Seit den 1920er-Jahren führt eine 10 Kilometer lange Straße hinauf ins Ebnit. In der Schaufelschlucht ersetzten die Brüder Stefan und Bernhard Marte eine alte Rundbogen-Brücke. „Der dramatischen Präsenz der Natur – ihrer ‚schaurigen Schönheit’ – begegnet ein präzises ausgeformtes Tragwerk aus hellem Sichtbeton“, so die Jury.

Die Erweiterung von OMICRON electronics in Klaus vom Team Dietrich-Untertrifaller für 200 Arbeitsplätze und zusätzliche Lager- und Sonderräume „folgt dem Leitbild, den Arbeitsort für national und international gesuchte MitarbeiterInnen so angenehm und attraktiv wie möglich zu machen“, heißt es im Jurytext.