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Theater

Frisch entstaubt und just in time – Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ am Vlbg. Landestheater
Bravourös: Sinikka Schubert als Margarethe und Jügen Sarkiss als Ottokar
Theater
05.05.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Eines gleich vorweg: „König Ottokars Glück und Ende“, Grillparzers schon in die Jahre gekommenes Trauerspiel von 1825, präsentiert sich am Bregenzer Landestheater so frisch, so witzig, so unterhaltsam und modern – man muss es einfach gesehen und erlebt haben! Wenn von drei Stunden Theater nicht eine Sekunde fadisiert, nicht eine an Spannung verliert und die Aufmerksamkeit des Publikums niemals nachlässt, dann darf mit Recht ein Premieren- und Theaterabend gefeiert werden, der großartig war und den man lange nicht vergessen wird.

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„ODYSSEE – ein Stück (über) Heimat nach Motiven von Homer“
Sabine Lorenz (Penelope) und Hubert Dragaschnig (Odysseus)
Theater
02.05.2019 Peter Niedermair

Odyssee. Ein Name wie ein Stein. Ein literarischer Kosmos aus Geröll. Wie ein Steinbruch. Viele Homers haben dort ein ganzes Leben zugebracht, um eine Erzählung in 24 Gesängen zu dichten und allen folgenden Generationen Platz für ewige Grabungen und geologische Feinarbeit zu hinterlassen. Die Odyssee hat uns bis heute immer einen Spiegel vorgehalten. Die Reise des Odysseus, von der Abfahrt aus Ithaka bis zur Rückkehr, gehört zu den ältesten Stoffen der Menschheit.

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„Nora“ im Schaaner SAL: Wenn das wirkliche Leben zur Türe hereintritt 
Genija Rykova ist eine unglaublich präsente Nora Helmer
Theater
12.04.2019 Anita Grüneis

Das Residenztheater München gastierte auf Einladung des TAK mit Henrik Ibsens Stück „Nora“ im Schaaner SAL. Unter der Regie von Mateja Koležnik wurde ein dichtes und gnadenloses Kammerspiel gezeigt. Erstaunlicherweise ist die Geschichte einer Frau, die Mann und Kinder verlässt, um der Lüge zu entkommen, aktueller denn je.  

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Vom Verlust innerer Farben
Brigitte Walk als SIE, die nicht mehr funktioniert, die den boden unter den Füßen verloren hat
Theater
23.03.2019 Annette Raschner

Die freie Kompanie walktanztheater.com ist bekannt dafür, anspruchsvolle Themen aufzugreifen und dafür vielschichtige Umsetzungen zu finden. In Koproduktion mit dem westbahntheater Innsbruck, der tanzschmiede/fucinadanza meran und dem panorama dance theater wurde ein interdisziplinäres Theaterprojekt zum Thema Depression entwickelt. Es basiert auf dem Sprechtheaterstück "Schatten" von Brigitte Knapp. Die Uraufführung im Alten Hallenbad in Feldkirch mit vier SchauspielerInnen und zwei TänzerInnen bot ein berührendes Erlebnis!

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Ein rauschendes Fest der Literatur – bunt, laut, gewagt! Das Landestheater huldigt dem Dreigestirn Bachmann, Celan und Frisch
Großartig: Tobias Krüger und Nico Raschner
Theater
23.03.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Eine intensive Begegnung mit der Autorin und Namensgeberin eines der renommiertesten Literaturpreise des deutschsprachigen Raums, Ingeborg Bachmann, sowie den Schriftstellern und Klassikern der Gegenwartsliteratur Max Frisch und Paul Celan versprach das Vorarlberger Landestheaters seinem Publikum. Die gestrige Premiere erfüllte (fast) alle Erwartungen. „Die collagierte Zeit“ benannte Simon Meienreis sein Werk, das er auch selbst inszenierte. Wunderbare Texte, Gedichte und Dialoge von Frisch, Celan und Bachmann hat Meienreis zu einem faszinierenden Stück zusammengebaut und wurde dabei allen dreien absolut gerecht.

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"Heiligabend" im TAK: Kammerspiel und Duell der scharfen Dialoge
Thomas Beck und Boglàrka Horvàth liefern sich ein Duell der klugen Dialoge
Theater
22.03.2019 Anita Grüneis

Manchmal ist Theater doch eine verdichtete Realität. Daniel Kehlmann hat mit dem Stück „Heilgabend“ ein fiktives Verhör zwischen einer Professorin und einem Kommissar geschrieben. Für das Schaaner TAK wurde dieses Stück als Eigenproduktion von Tim Kramer inszeniert. Der Regisseur ließ aus der Fiktion beklemmende 90 Minuten Realität werden und zeigte ein brandaktuelles Stück über unsere (Rechts-)Systeme. Und einen Schlagabtausch zwischen Mann Frau. Thomas Beck und Boglàrka Horvàth lieferten sich ein Duell der klugen Dialoge. 

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Theater Karussell Liechtenstein: Die nackte Wahrheit – und nichts als die Wahrheit? 
Ula Lazauskaite und Hanno Dreher als Ehepaar Susann und Marcel
Theater
18.03.2019 Anita Grüneis

Das Liechtensteiner Theater Karussell hat mit dem Stück „Die Wahrheit“ von Florian Zeller einen guten Griff getan. Der junge Regisseur Andreas Jähnert hat das Stück um Liebe, Betrug, Wahrheit und Männer-Freundschaft inszeniert, gespielt haben Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ula Lazauskaite und Heidi Salmhofer. Die vier ließen den Abend zu einer rasanten Fahrt werden zwischen Lüge, Schummelei, Verschwiegenheit, Heuchelei und gebremster Aufrichtigkeit. Viel wurde auf der Bühne über die Wahrheit geredet und niemand schien wirklich zu wissen, was das eigentlich ist, „Die Wahrheit“. Denn im Zeitalter von Fake News fragt es sich: Wie wahr ist schon Wahrheit? Und wer lügt, wenn er die Wahrheit sagt? Und wie setzt sich die „reine Wahrheit“, die vor Gericht verlangt wird, in Wahrheit zusammen?

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Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte – „Der 27. Kanton“ im Vorarlberger Landestheater
Hervorragendes Ensemble (v.l.n.r.): Bo-Phyllis Strube, Luzian Hirzel, Felix Defèr, Rahel Jankowski, David Kopp, Elke Maria Riedmann
Theater
10.03.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Am Freitag feierte das sehr gut besuchte Landestheater die Uraufführung von „Der 27. Kanton“. Intendantin Stephanie Gräve hatte zwei Stücke für einen Abend in Auftrag gegeben. Die beiden Autoren, der Österreicher Thomas Arzt und der Schweizer Gerhard Meister, haben sich mit Vorarlberg und den Ereignissen von 1919 auseinandergesetzt. Daraus entstanden zwei ganz unterschiedliche Stücke: So verknüpft „Die Verunsicherung“ die damaligen Geschehnisse mit dem Heute während das Stück „Lauter vernünftige Leute“ den Verlauf der Geschichte auf den Kopf stellt.

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Sinnlicher Beckett
Die drei Darsteller/innen (Zoe Hutmacher, Grégoire Gros, Fabienne Trüssel) sitzen im überhöhten Regiepult, blicken starr nach vorne, Lichtspots fungieren als Aufforderung zum Sprechen
Theater
02.03.2019 Annette Raschner

50 Jahre nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an den irischen Schriftsteller Samuel Beckett und 30 Jahre nach dessen Tod zeigt das Vorarlberger Landestheater in der Box eine Produktion an der Schnittstelle von Theater und bildender Kunst: Becketts Drama „Spiel“ und „Wry Smile Dry Sob“; Eine musikalisch-choreografische Installation zum Werk Becketts der italienischen Regisseurin Silvia Costa.

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“Hermann und Dorothea” im TAK:  J. W. Goethe reloaded
Maria Happel und Martin Schwab lasen Goethes "Hermann und Dorothea"
Theater
27.02.2019 Anita Grüneis

Mit dem Stück “Hermann und Dorothea” von Johann Wolfgang Goethe gastierte das Burgtheater Wien im TAK und bewies, dass das Werk, vor über 200 Jahren geschrieben, nichts an Aktualität eingebüßt hat. Auf dem Bühnenboden standen unzählige elektrische Teelichter, in ihrer Mitte zwei schwarze Tische mit je einem Stuhl. Auf der linken Seite ein schwarzes Klavier und eine hölzerne Klappleiter, die mit Blumenkränzen geschmückt war und den schriftlichen Hinweis trug: „Neun Musen“. Im Bühnenhintergrund eine große Leinwand, auf der gekräuseltes Wasser zu sehen war. Das Bühnenbild von Jura Gröschl strahlte eine Aura von ewiger Ruhe aus. In diesem Setting wurde Goethes über 200 Jahre altes Stück „Hermann und Dorothea“ von zwei schwarz gekleideten Schauspielern szenisch gelesen oder besser: „zum neuen Leben erweckt“ und „mit neuer frischer Energie geladen“. Goethe reloaded.

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