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Theater

„Nathan der Weise“ in Vaduz: Dieser Weg wird steinig und schwer
Recha (Paulina Jolanda Alpen) begrüßt ihren Vater Nathan (Murat Yeginer)
Theater
18.05.2018 Anita Grüneis

Die Bühne liegt voller Pflastersteine. Baumaterial oder Protestwerkzeuge? Oder vielleicht Mahnmale gegen Völkermord? Was auch immer, der Weg der Religionen zueinander hin ist ein steiniger. Das wird in dieser Aufführung von Lessings „Nathan der Weise“ deutlich. Das Staatstheater Mainz gastierte damit im Vaduzersaal. Leider nicht im TAK - im großem Saal ging allzu viel des wunderbar gesprochenen Textes unter. Da es inzwischen selten geschieht, dass ein Klassiker textgetreu wiedergegeben wird, ohne dabei staubig zu wirken, war das akustische Problem besonders ärgerlich. Inszeniert hat das Stück K.D. Schmidt, der auch gemeinsam mit Christoph Hill für das Bühnenbild verantwortlich zeichnete. 

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Über die Macht der Sprache – „Kaspar“ von Peter Handke am Vorarlberger Landestheater
Sehr berührend: Jörg Ratjen
Theater
11.05.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Es ist eine einfache Geschichte in seiner hochkomplexesten Form, die Autor Peter Handke anhand der Figur des Kaspar Hauser erzählt und die in der Inszenierung der Regisseurin Carina Riedl seine faszinierende Umsetzung findet. Die Premiere von „Kaspar“, wurde am vergangenen Mittwoch im Vorarlberger Landestheater gefeiert und vom Publikum bejubelt.

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Wie sich die Menschheit lächelnd in den Untergang singt – UNPOP spielt „Das Knurren der Milchstraße“ von Bonn Park
Großartig: Ronald Kuste und Maria Fliri
Theater
11.05.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Wenn die Milchstraße knurrt, ist einiges aus den Fugen, dann kracht es im Gebälk, dann ist der Weltuntergang nah. Und genau das durften die Zuschauer letzten Dienstag auf der Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses erleben. Einen Blick in die Zukunft werfen, in eine Zukunft, die alles andere als rosig erscheint. Das junge „Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung“ kurz „UNPOP“ feierte Premiere mit Bonn Parks preisgekröntem Stück „Das Knurren der Milchstraße“.

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„Saturn kehrt zurück“ - Wenn sich im Theater Kosmos ein Kosmos auftut!
Großartig und berührend Michael Gruner als alter Gustin und Julia Sewing sehr präzise als Pflegerin Suzanne
Theater
20.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Lachen und Weinen liegen so nah beieinander. Das hat das Theater Kosmos bei der gestrigen Premiere von „Saturn kehrt zurück“ des amerikanischen Autors Noah Haidle ganz eindrücklich aufgezeigt. Augustin Jagg führte behutsam Regie und präsentierte dem Publikum die Lebensgeschichte eines Mannes mit all seinen Höhen und Tiefen, berührend, komisch und ganz ehrlich.

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Großartige Inszenierung in zauberhafter Kulisse - „Effi Briest“ am Vorarlberger Landestheater
Nadine Rosemann begeisterte als Effi Briest
Theater
08.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Dem brillanten Werk von Theodor Fontane wurden sie alle gerecht - Schauspielerinnen wie Schauspieler überzeugten am vergangenen Premierenfreitag vorbehaltlos und die erarbeitete Bühnenfassung und Inszenierung von Ronny Jakubaschk zeigte sich dem Stoff des Literaturklassikers mehr als gewachsen. „Effi Briest“, erschienen 1896, darf sich wohl als einer der ersten großen deutschsprachigen Gesellschaftsromane verstanden wissen und stellt sich auch heute noch sowohl sprachlich wie auch in seiner Kritik der damaligen bürgerlichen Gesellschaft als außergewöhnliches und bemerkenswertes Denkmal deutscher Literaturgeschichte dar. „Effi Briest“ in der Bearbeitung von Ronny Jakubaschk feierte vergangenen Freitag am Vorarlberger Landestheater nicht nur Premiere sondern auch seine Uraufführung.

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"Buchenwald, Treblinka, Triest – schöne Zeiten! “ (auch in Klagenfurt und Bregenz) – Ute Liepold inszenierte Werner Koflers „Tanzcafé Treblinka“ im Kunsthaus Bregenz
Bravourös: Marcus Thill (l.) u. Andreas Jähnert (Fotos: Karlheinz Pichler)
Theater
26.03.2018 Karlheinz Pichler

Die Betonwände des KUB und das nachgebaute Amsterdamer Anne-Frank-Haus bildeten am Samstagabend eine kongeniale Kulisse für die einmalige Aufführung des unter die Haut gehenden Stückes „Tanzcafé Treblinka“ von Werner Kofler (1947-2011). Der in Villach geborene Kofler zählt zu den großen österreichischen Sprach- und Gesellschaftskritikern, dessen Beschimpfungen vielfach auch an Thomas Bernhard erinnern. „Tanzcafé Treblinka“ schrieb er 2001 als Auftragswerk des Klagenfurter Stadttheaters. Die von der aus Bregenz stammenden und heute in Klagenfurt lebenden und arbeitenden Regisseurin Ute Liepold einstudierte, vielgelobte Neuinszenierung hatte vergangenes Jahr in den Kammerlichtspielen Klagenfurts Premiere. Gut zum Begleitprogramm von Simon Fujiwaras Installation „Hope House“ passend, brachte sie das Stück als Produktion des Theaters Wolkenflug nun an die Bodenseestadt.

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Effi Briest zwischen Wetter, Werbung und viel Musik im Schaaner SAL
Und immer wird gesungen bei Effi Briest
Theater
23.03.2018 Anita Grüneis

Das Deutsche SchauspielHaus Hamburg brachte „Effi Briest. Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ in den Schaaner SAL. Dabei verblüffte zu Beginn nicht nur das Bühnenbild. Denn was hat ein Radiostudio mit der über hundert Jahre alten Geschichte der „Effi Briest“ von Theodor Fontane zu tun?

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Ich bin ich! – dieheroldfliri.at spielt „Di_ver*se“, ein berührendes Stück über das Anderssein und die bereichernde Vielfalt menschlicher Diversität
Ein großartiges Trio: Maria Fliri, Helga Pedros und Peter Bocek
Theater
14.03.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Am vergangenen Samstag feierte ein Stück über die Diversität menschlichen Seins seine Uraufführung im Alten Hallenbad in Feldkirch und zum wiederholten Mal überzeugte Barbara Herold mit ihrer neuesten Produktion. Herold hat dafür sehr genau, sehr präzise recherchiert und einen höchst einfühlsamen, den Menschen gerecht werdenden Text geschrieben.

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Die Geister der Vergangenheit - „Die Unverheiratete“ am Vorarlberger Landestheater
In seinem sprachlich herausragenden Text hat der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer das Psychogramm von drei Generationen von Frauen gezeichnet, deren untrennbares Verbindungsband Schuld heißt: Babett Arens (herausragend!): die Alte
Theater
11.03.2018 Annette Raschner

Bei der Uraufführung von Ewald Palmetshofers Stück „Die Unverheiratete“ am Akademietheater Wien vor vier Jahren konnte Regisseur Borgmann auf ein starkes Frauenensemble setzen. Elisabeth Orth erwies sich als Idealbesetzung für die herrische Alte, Stefanie Reinsperger gab „die Junge“ mit unbändiger Energie. Ein Jahr später wurde das von Palmetshofer komplex verschachtelte und auf mehreren Zeitebenen spielende Drama für sieben Schauspielerinnen mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Das Vorarlberger Landestheater hat „Die Unverheiratete“ anlässlich 80 Jahre Anschluss auf seinen Spielplan gesetzt. Samstagabend feierte die Produktion in der Regie des aus Heidelberg stammenden Philip Jenkins eine durchaus gelungene Premiere.

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Eine amüsante und rasante „Sommernacht“ im TAK mit viel guter Musik
Eine "Sommernacht" im TAK voller Pep und Musik
Theater
04.03.2018 Anita Grüneis

Sie gießt den Bühnenboden mit der Gießkanne, er besprüht die Bühnenluft mit einem Raumspray. Sie mimt eine erfolgreiche Anwältin, er einen Straßenmusiker. Jeder von ihnen ist offiziell 35 Jahre alt. Sie wartet auf ihre (verheiratete) Liaison, er hat dunkle Gedanken im Kopf und ein dunkles Bier vor sich. Beide wissen: „Love will break your heart“. Und darüber singen sie auch in dieser „Sommernacht” im TAK. Und sprechen über ihre Gefühle, ihre Beziehungen und ihre Geschichten. Schon lange nicht mehr war ein Theaterabend im Schaaner TAK so kurzweilig, amüsant und temporeich.

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