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Theater

Die Einsamkeit ist ein Hund – aktionstheater ensemble spielt „Heile mich“ am Spielboden Dornbirn
Großartig: Isabella Jeschke und Kirstin Schwab
Theater
04.12.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Es waren gestern Abend die leisen Momente, die bei der Premiere von „Heile mich“, der neuen Produktion des aktionstheater ensembles, berührten. Theatermacher Martin Gruber, der sowohl für Text, Inszenierung und Choreographie verantwortlich zeichnet, hat von seinen Schauspielerinnen, seinen Sängern und Musikern einmal mehr alles abverlangt. Bis auf die Haut, ja sogar bis zum Innersten ihrer Seelen entblättern sich die drei Protagonistinnen des Stückes, dargestellt von den Schauspielerinnen Susanne Brandt, Isabella Jeschke und Kirstin Schwab.

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„Vater“ im TAK: Vom Mann-Sein mit Vater in Kopf und Leib
Schauspieler Alexander Khuon trägt den Abend mit seinen Erzählungen über das Leben eines Sohnes am Sterbebett des Vaters
Theater
04.12.2019 Anita Grüneis

Der 43-jährige Dietrich Brüggemann, bekannt als Filmregisseur und Drehbuchautor, schrieb mit „Vater“ sein erstes Bühnenwerk und inszenierte es auch gleich selbst. Die Uraufführung war im November 2017 im Deutschen Theater Berlin, nun gastierte diese Produktion an zwei Abenden im TAK und war dank des Schauspielers Alexander Khuon ein erzählerischer Genuss.

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Fantastische Selbstfindung – Erica Lilleggs „Vevi“ als Weihnachtsstück am Vorarlberger Landestheater
Kindgemäß und fantasievoll: Mausmutter (Nico Raschner) und Vevi (Vivienne Causemann) (alle Fotos: Anja Köhler)
Theater
01.12.2019 Walter Gasperi

Schule und häusliche Pflichten behagen der zehnjährigen Vevi gar nicht. Wie toll wäre es, wenn man eine Doppelgängerin hätte, die brav zuhause bleibt, während man selbst Abenteuer erlebt? – Beste Voraussetzungen für ein Stück, das durch poesievolle Inszenierung und Verbindung von kindlicher Realität und Fantasie bezaubert.

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Das darf man nicht versäumen! – Theater Wagabunt spielt „Die Humanisten“ und noch viel mehr
Wolfgang Pevestorf, Michaela Spänle, Ulrich Gabriel, Robert Kahr
Theater
25.11.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Er bietet beste Unterhaltung, wunderbar gepaart mit scharfer Gesellschaftskritik, Theater Wagabunts Abend der „österreichischen Nestbeschmutzer“, sprich der Autorinnen und Autoren, die es gewagt haben in ihren Arbeiten immer wieder die österreichische Gesellschaft und Mentalität kritisch zu beleuchten.

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LAMM GOTTES | UA von Michael Köhlmeier unter Mitarbeit von Hubert Dragaschnig: Eine Koproduktion des Theater KOSMOS mit dem Schauspielhaus Salzburg
Der erste Blick fällt auf eine reduzierte, hochkomplexe Bühnenstruktur von Ragna Heiny mit zwei goldenen Treppen, die die Kanzel umrahmen und die gedeckte Tafel für das Hochzeitsmahl der Brautleute.
Theater
23.11.2019 Peter Niedermair

Ein Mysterienspiel über Gott und Teufel, die Liebe, über Leben und Tod, also über die Welt und wahrscheinlich auch darüber, was sie im Innersten zusammenhält. Premiere war am Donnerstag, 21. Nov. 2019. Neben „Nestor“ 2001 und seinem Beitrag zu „Die 7 Todsünden“ 2011, ist „Lamm Gottes“ die dritte Arbeit des Autors für das Theater KOSMOS. Im Vorspann des Programmhefts Michael Köhlmeier: „Angenommen, es stellt sich heraus … wissenschaftlich … dass der Mensch allein ist im Universum, ohne einen Gott, und wenn doch mit einem, dann mit einem, der weit, weit fort ist, hinter hundert Vorzimmern, in denen hundert strenge Engel sitzen, denen man gute Argumente vorlegen muss, damit sie einen weiterlassen … angenommen es ist so, wäre dann der Glaube, dass der Mensch dem Menschen sein Ein und Alles ist, nicht der einzige Glaube, der etwas wert wäre, ein heiliger Glaube? Vorsicht vor den großen Worten! Freiheit, Schönheit, Gleichheit, Liebe, Treue, Freundschaft. Je weiter sie sich aufblähen, desto schneller werden sie zu Prinzipien, für diese sich zu sterben lohnt – und zu töten. Diese Begriffe zeigen ihre Menschlichkeit im Kleinen. Ich nehme mir die Freiheit, heute auszuschlafen. Ich suche, bis ich ein schönes Brillenetui finde. Mann und Frau sollen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Vorsicht vor den großen Worten! Poesie lässt sich daraus nicht machen.“ (Michael Köhlmeier, Programmheft zur Aufführung, S. 2)

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Mit der Hochschaubahn zum Schafott oder der lange, blutige Weg zur Demokratie
Ines Schiller und Jan Kersjes
Theater
15.11.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Zum wahren Rollercoaster entspann sich Niklas Ritters biographische Aufarbeitung der historischen Figur Marie-Antoinette von Österreich-Lothringen, Tochter Kaiserin Maria Theresias von Österreich und spätere Königin Frankreichs und Gemahlin Ludwig XVI., zu einer Achterbahnfahrt der Emotionen und gleichsam zum unterhaltsamen und sehr zeitgemäßen Geschichtsunterricht. Mit „Antoinette Capet – Die Österreicherin“ erzählt das Vorarlberger Landestheater in seiner dritten Premiere die Geschichte der österreichischen Prinzessin, die, von ihrer Mutter Maria Theresia nach Frankreich verheiratet, der Französischen Revolution zum Opfer fiel und auf dem Schafott ihr Ende fand.

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„Da dopplat Moritz“ – Die Boulevardkomödie des Spielkreis Götzis garantiert beste Unterhaltung
Das Team: hinten von links - Oberkommissar Bohrer (mit grauem Hut, Ronnie Bauer), Diener Otto (Jürgen Reiner), Dr. Hans Hellwig, Sekretär (Simon MARTIN), Tochter Margot Krause (Teresa Marte), Medizinalrat Dr. Ruppel (Jack E. Griss), Max' Frau Mathilde Krause (Cornelia Kräutler-Küng); vorne von links - Köchin Sibille (Sigrid Marte), Moritz' Freundin Lili Leiser (Lisa Marte), Felix Papenstil (Daniel Forster), Moritz' Frau Irene Krause (Petra Heel) und Max
Theater
10.11.2019 Peter Niedermair

In der gestrigen Premiere im ausverkauften Vereinshaussaal der Kulturbühne AMBACH Götzis zeigte sich der Spielkreis Götzis von seiner besten Seite. Jack E. Griss, der im Stück den Medizinalrat Dr. Ruppel gibt, schrieb den 1926 entstandenen Schwank von Toni Impekoven und Carl Mather in eine Dialektfassung um und legte allen Schauspielenden ihre Sprechanteile des Stücks in den Mund. In einem hochkomplexen, anspruchsvollen Stück führt Roland Ellensohn Regie und demonstriert, wie es einem bestens disponierten Amateurtheater-Ensemble gelingt, ein Publikum zu unterhalten, ganz nach dem Motto von Rudi Kurzemann (1932 – 2008): „(…) So setzt euch denn ins Dunkel, wo plötzlich der Gong ertönt, der Vorhang sich hebt und Bild, Stimme und Geste euch dem Endlichen und Trägen für Stunden entziehen.“ Der rundum bekannte Götzner Mundartdichter Rudi Kurzemann war Regisseur, Radiosprecher, Moderator und Schriftsteller und hat bedeutende Literatur im Götzner Dialekt und in der Hochsprache hinterlassen.

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Sensibles Preisträgerstück im Kosmodrom in Bregenz
Großartig: Taiyo Marquez Suitner und Maria Fliri (Foto: Caro Stark)
Theater
01.11.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Es ist erstaunlich, was man im Kosmodrom, einer Spezialschiene des Theater Kosmos und ein Forum, wo junge Talente seit 2013 gefördert werden, immer wieder zu sehen bekommt. Erstaunlich auch deshalb, weil die als Low-Budget veranschlagten Produktionen innerhalb kürzester Zeit erarbeitet werden. Das jetzige Kosmodrom-Weekend spielt das zweitplatzierte Stück des ausgeschriebenen Stückewettbewerbs zum Thema „Wer Gewalt sät“. Anlass für den Wettbewerb war die Informationskampagne des Landes zum Thema „Gewaltverbot in der Erziehung“. Die junge Vorarlberger Autorin Katharina Klein hat einen sehr poetischen und spannenden Text dazu vorgelegt, in dem sie das äußerst sensible und traurige Thema auf fantasievolle Weise umsetzte, ohne allzu plakativ zu werden, und auch mit einem kleinen Schuss Humor versah.

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Das Siegerstück der Theaterallianz im Theater Kosmos
Der Sprecher, der Elektriker, die Souffleuse, King Lear, der Bote (Foto: Nikola Milatovic)
Theater
27.10.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

„Das Leben ist wie ein Kaugummi und auch das Theater ist wie Kaugummi“, so resümiert gleich zu Beginn des Stückes „Der Sprecher und die Souffleuse“ Letztere. Das Stück von Miroslava Svolikova, aufgeführt im Theater Kosmos im Rahmen des Festivals der Theaterallianz vom Theater am Lend aus Graz hat den AutorInnenpreis der österreichischen Theaterallianz absolut verdient gewonnen. Ein großartiger Text, ein fantastisches Theater über das Theater.

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„Owe den Boch“ – großartig, aberwitzig, rasant!!
Markus Schöttl, Nadine Zeintl und Michael Kristof-Kranzlbinder - beeindruckendes Spiel (Foto: Günter Jagoutz)
Theater
26.10.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Im Rahmen der Theaterallianz findet dieser Tage im Theater Kosmos in Bregenz ein großartiges Theaterfestival statt. Bisher waren zu sehen und zu bewundern das Theater Phoenix aus Linz, das Schaupielhaus Salzburg und zuletzt das Klagenfurter Ensemble mit dem Stück „Owe den Boch“ von Antonio Fian, ein sehr eindrückliches, witziges aber auch trauriges Sittenbild Kärntens und seiner BewohnerInnen. Aufmerksame Standard-LeserInnen werden Fians Kolumne „Dramolette“, die dort regelmäßig publiziert wird, kennen.

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