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Theater

TAK-Saison 2021/22: „Ich bin klug. Ich“
Dürrenmatts "Play Strindberg" kommt im März 2022 ins TAK
Theater
15.06.2021 Anita Grüneis

Die Verantwortlichen des TAK haben einen Hang zu speziellen Saison-Themen. 2018/19 hieß es: „Der Vorhang stürzt, wir brechen auf“, darauf folgte „Die Welt ist oder ich verrückt“, dann „Die Wahl erst macht den Menschen“ und für 2021/22 lautet das Motto: „Ich bin klug. Ich“, ein Zitat von Heiner Müller. Wie Thomas Spieckermann meint, befeuern zur Schau gestellte „Ich-Konzepte“ politischer Führer in der Welt, die das Bild des starken Mannes über Gemeinwohl und Dialog stellen, die Tendenzen der Egozentrik und des Narzissmus. „Mit den Stücken unseres Spielplans, ihren Figuren und Konflikten eröffnet das Theater einen Raum des Gesprächs, der Reflektion und der Gemeinschaft.“

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Poetisches Bilder-Theater am See
Im Seestudio des Bregenzer Festspielhauses fühlt sich das Publikum an Bord. (alle Fotos: Anja Köhler)
Theater
05.06.2021 Ingrid Bertel

Mit der Uraufführung von „Ihr seid bereits eingeschifft“ bespielt Silvia Costa vier Kulturorte in Bregenz.

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aktionstheater ensemble-Premiere von "Lonely Ballads I" am Spielboden und "Lonely Ballads II" beim Bregenzer Frühling sind abgesagt.
Das aktionstheater ensemble bei den Proben (© Apollonia Theresa Bitzan)
Theater
25.05.2021 Peter Füssl

Aufgrund eines COVID-19-Verdachtsfalls im Team des aktionstheater ensembles mussten die Aufführungen von "Lonely Ballads I" am Dornbirner Spielboden, sowie jene von "Lonely Ballads II" im Rahmen des Bregenzer Frühlings Anfang Juni abgesagt werden. Wann die Produktionen nachgeholt werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

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Theater Kosmos/Kosmodrom: „Die Ungetrösteten“ von Armin Wühle – Uraufführung. Premiere: Donnerstag, 20. Mai
Theater Kosmos/Kosmodrom: „Die Ungetrösteten“ von Armin Wühle – Uraufführung (alle Fotos: © Caro Stark/Theater Kosmos)
Theater
21.05.2021 Peter Niedermair

Armin Wühle wurde 1991 in Ebersberg bei München geboren, er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Geschichte und Soziologie in Hannover, wo er auch lebt. Wühle war Finalist des 25. Open Mike und Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses. 2016 erhielt er ein Fellowship der Menschenrechtsorganisation Humanity in Action in Sarajevo, 2017 folgte eine Recherchereise in den Libanon. „Getriebene“, sein erster Roman, erschien 2021 im S. Marix Verlag, Wiesbaden. Gestern Abend wurde im Theater Kosmos in Bregenz „Die Ungetrösteten“ uraufgeführt, ein Stück mit dem er den dritten Platz beim KOSMOSDROM Stückewettbewerb 2020 gewann. Ingrid Berte, ORF Kulturjournalistin und Mitglied der Jury: „Der Text überzeugt mit starken Bildern, einer von Sarkasmus durchdrungenen Situation und vier Figuren, die immer für Überraschung sorgen können - und das liegt nicht zuletzt an der Vielfalt an Sprachfärbungen, über die der Autor mit unangestrengter Eleganz verfügt.“

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„Kind.Erbe.Reich. Über das Erben und Erblassen.“ Von Barbara Herold. Altes Hallenbad Feldkirch, Premiere 13. Mai 2021
dieheroldfliri.at: „KIND.ERBE.REICH“ im Alten Hallenbad, Feldkirch (alle Fotos: Mark Mosman)
Theater
15.05.2021 Peter Niedermair

Mit dem Erben ist das so eine Sache … Eine gut bekannte Rechtsanwältin, die sich auf die Erbschaftsangelegenheiten spezialisiert hat, bestätigt, was die meisten wissen, in seltenen Fällen gibt es Familienbande, die durch ein Erben-Ereignis nicht zerbrochen sind oder: Wie viele Familien in Ihrem Verwandten- und Freundeskreis kennen Sie, die sich über das Erben nicht völlig zerstritten haben? Im Programmheft zum Stück heißt es: „Erben ist gerecht. Erben ist ungerecht. Erben ist ein Segen und ein Fluch. Erben ist Zufall. Erben ist der letzte Liebesbeweis. Erben und erblassen müssen alle. Die aktuelle Erbschaftswelle und die hohen Summen, die in Industrieländern vererbt werden, machen die zunehmende Ungleichverteilung des Kapitals offensichtlich. In der Nach-Baby-Boomer-Generation ist deutlich spürbar, wer erbt und wer nicht. Einige haben einen immerwährenden Startvorteil, viele haben so gut wie keine Chance mehr, aufzusteigen. Das Geld der Eltern hat erheblichen Einfluss auf den Lebensentwurf der Kinder. Ist das ungerecht oder ist der Urtrieb, den Nachkommen etwas weiterzugeben, einfach natürlich? Auf eine alte Frage müssen neue Antworten gefunden werden: Eigentum verpflichtet, aber wozu?“

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KASPAR von Peter Handke. Ein Theaterprojekt von Andreas Jähnert im Wildpark Feldkirch, Premiere, Fr 7. Mai 2021
KASPAR von Peter Handke. Ein Theaterprojekt von Andreas Jähnert im Wildpark Feldkirch (© Heidi Salmhofer)
Theater
08.05.2021 Peter Niedermair

Das leerstehende Steinwildgehege im Feldkircher Wildpark ist Schauplatz einer außergewöhnlichen Theaterinszenierung. Andreas Jähnert ist Theaterbesucher*innen einerseits als Mitglied des aktionsheater ensembles von Martin Gruber bekannt, andererseits als Regisseur und Gründer des „theater der sprachfehler“. Im Steinwildgehege inszeniert er das Stück „Kaspar“ von Peter Handke. Die Wahl des außergewöhnlichen Ortes ist durchaus auch der Pandemie geschuldet. Der Regisseur hat sich bei der Inszenierung sehr an den Text gehalten und kaum gestrichen. Ursprünglich wollte Jähnert in Innenräumen spielen, die Situation zwang ihn jedoch zum Umdenken, was laut Jähnert schlussendlich auch eine Chance war, denn für ihn passt „Kaspar“ in den Wildpark. Das Stück, das Peter Handke in den 1960er Jahren geschrieben hatte, wurde von zahlreichen Kritiker*innen als eines der wichtigsten deutschsprachigen Theaterstücke rezipiert. Es erzählt von Kaspar, dem sprachlosen Individuum, der durch Einsager der Sprache mächtig wird und erst mit dem Aneignen der Sprache die Wirklichkeit gewinnt.

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Vorarlberger Landestheater: Kürzere Spielrhythmen und Einschränkungen im künstlerischen Bereich
Szene aus Jephta, Foto: Anja Köhler
Theater
07.05.2021 Raffaela Rudigier

Stillstand durch Corona und dann auch noch Kürzungen der Landes-Förderungen – das Vorarlberger Landestheater durchlebt gerade sehr schwierige Zeiten. Das hat auch direkte Auswirkungen auf das neue Programm der kommenden Spielzeit.

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„Geht am Rande des Sonnensystems in strahlendem Glanz ein iPhone auf“ – „Supa Hell“ von Sophie Blomen/Max Reiniger, Premiere am Theater Kosmos, am 6.5.21
Jeanne-Marie Bertram, Robert Kahr, Simone Loser - in drei Glanzrollen (alle Fotos © Caro Stark)
Theater
07.05.2021 Peter Niedermair

Im Siegerstück des Kosmodrom Stückewettbewerbs 2020 ist die Dystopie ein literarisch fiktiv absurder Spaß, der die Antiutopie als Apokalypse mitunter nahe an das absurde Theater eines Samuel Becketts heranrückt. Der Spirit in „Warten auf Godot“, Inbegriff des Absurden Theaters, das nur auf ein „karges Bäumchen“ als Anzeichen von menschlicher Zivilisation verweist, parallel wie in „Supa Hell“, das mit einer grauen ausgedörrten Sandlandschaft auskommt und inhaltlich in eine zu Ende gehende Welt transponiert wird. Gemeinsam mit der Protagonistin X Æ A-12: führt uns das Autorenduo auf eine vermeintlich prä-apokalyptische Durchquerung in eine Welt auf dem Weg zum Meer, in der sonst nichts mehr vorhanden scheint. Außer am Himmel: dort kreisen mehrere Supernovae, es ist heiß. Super heiß. Die Protagonistin in silberfarbenem Outfit und Sand in den schwarzen Stiefeln schwitzt. Das einstündige Theater-Text-Programm ist schauspielerisch hervorragend besetzt und überzeugend gespielt von Jeanne-Marie Bertram, Robert Kahr, Simone Loser, in drei Glanzrollen, stringent und klug inszeniert von Stephan Kasimir, der auch die künstlerische Leitung besorgt und beim Bühnenbild in bewährter Kooperation mit Caro Stark agiert.

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"SCHLAFES BRUDER" von Robert Schneider - Theaterfassung für das Vorarlberger Landestheater von Teresa Rotemberg und Ralph Blase, Premiere 5. Mai 2021
Luzian Hirzel (alle Fotos: © Anja Köhler)
Theater
05.05.2021 Peter Niedermair

Bald dreißig Jahre nach Erscheinen von Robert Schneiders Roman „Schlafes Bruder“ 1992 im Reclam-Verlag Leipzig hat sich mit der dramaturgischen Version am Vorarlberger Landestheater, Inszenierung, Choreografie & Fassung Teresa Rotemberg, ein Stück weit auch die Rezeption des Romans in ein etwas anderes Licht entwickelt. Die Spots dafür eingeschaltet haben das Team des Landestheaters unter Intendantin Stephanie Gräve, die in ihr Programm wiederholt auch originär vorarlbergische Stoffe sowie AutorInnen und Autoren mit aufgenommen hat, wie jüngst die Perspektive auf Franz Michael Felder des in Wien lebenden Bregenzer Schriftstellers Max Lang, und nun auch Teresa Rotembergs und Ralph Blases Auseinandersetzung mit „Schlafes Bruder“. Die Premiere fand vor gut einer Woche am 29. April statt, ich habe die Aufführung am Sonntag, 2. Mai um 15 Uhr gesehen. 95 Theaterminuten, die allen Covid-Maßnahmen sehr gewissenhaft folgten, eine Inszenierung, die ich sehenswert fand und weiterempfehle. Es wird auch Streaming-Version von der Fassung geben.

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Walktanztheater 20 Jahre Jubiläumsproduktion: „HANNAH ARENDT. OHNE GELÄNDER.“ - Text: Brigitte Walk/Silke Meier-Brösicke, 24.4.2021, Altes Hallenbad Feldkirch
Walktanztheater 20 Jahre Jubiläumsproduktion: „HANNAH ARENDT. OHNE GELÄNDER.“ - Text: Brigitte Walk/Silke Meier-Brösicke, 24.4.2021, Altes Hallenbad Feldkirch (alle Fotos: Sarah Mistura)
Theater
25.04.2021 Peter Niedermair

Der Premierenabend, die Jubiläumsproduktion zu 20 Jahre walktanztheater.com, war ein unbestritten außergewöhnlicher Theatergenuss; und sowohl inszenatorisch wie schauspielerisch, tänzerisch und musikalisch ein großer Erfolg, zu dem nicht nur die Akteur*innen in der Arena der Zirkusmanege und die hinter den Kulissen standen beitrugen. Der Premierenbeifall galt besonders auch der Jubilarin von 20 Jahre Walktanztheater, der Regisseurin Brigitte Walk, die sich mit der Entscheidung für Hannah Arendt mutig an einen bedeutenden Stoff wagt. Die von Brigitte Walk und Silke Meier-Brösicke ausgewählten Textpassagen wirken auf der Bühne des Zirkus, im Spiel zwischen der Protagonistin und dem Clown, nochmals ganz anders, als wenn sie gelesen werden. Auf der Bühne kommt die komplexe Welt der Hannah Arendt nach dem aufklärerischen Prinzip der Psychoanalyse und vor allem durch die schauspielerischen Leistungen von Helga Pedross und Suat Ünaldi in die Sprache, wo die zentral thematischen Linien des Werks der Philosophin und Politologin formatiert werden. Dort, in der Sprache, wird der zentrale rote Faden der Hannah Arendt auf den Punkt gebracht: das Prinzip des „Denkens ohne Geländer“ … das lehrt, den eigenen Meinungen gründlich zu misstrauen. Theater befördert die Vielfalt an Perspektiven.

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