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Theater

„Antigone :: Comeback – Eine Probe mit Weigel und Brecht“ – eine Theaterinstallation 2.0
Faszinierend Claudia Renner als Helene Weigel
Theater
22.10.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Zum zweiten und hoffentlich nicht letzten Mal gastierte RAUM+ZEIT, das Künstlerkollektiv, letzte Woche am Vorarlberger Landestheater. Mit dem Stück „Diorama Bregenz :: Der letzte Mensch“, aufgeführt im Magazin 4, begeisterte die Company erst im vergangenen Juni - letzten Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag durfte ein interessiertes Publikum ein weiteres und ganz besonderes Theaterereignis genießen. Die Aufführung stellte jeden einzelnen Zuschauer in den Mittelpunkt. An den vier hintereinander folgenden Abenden konnten jeweils 20 Zuschauer, einzeln im Abstand von 12 Minuten eingelassen, an einer einzigartigen Performance teilnehmen.

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Catwalk der Eitelkeiten im Theater Kosmos – Ein phantastisches Gastspiel des Salzburger Schauspielhauses
Schauspielhaus Salzburg: „Jedermann (stirbt)" von Ferdinand Schmalz (alle Fotos: © Chris Rogl)
Theater
20.10.2019 Peter Niedermair

Der junge steirische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat Hugo von Hofmannsthals Drama „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ entstaubt, sprachklug für die Gegenwart umgeschrieben und völlig neu interpretiert. Das Auftragswerk wurde am Burgtheater im Februar 2018 uraufgeführt, war ab 30. März 2019 im Schauspielhaus Salzburg zu sehen, war heute und ist morgen, Sonntag, 20. Oktober im Rahmen der österreichischen Theaterallianz im Theater Kosmos in Bregenz zu sehen.

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Was für eine Aufführung! Phönix Theater Linz mit „Else (ohne Fräulein)“ von Thomas Arzt nach Arthur Schnitzler – Gastspiel im Theater KOSMOS
"Else (ohne Fräulein)" - Phönix Theater (alle Fotos: Helmut Walter)
Theater
16.10.2019 Peter Niedermair

Im Rahmen der Theaterallianz sechs freier österreichischer Theaterhäuser gastiert nach der gestrigen Premiere und noch heute Abend, 16. Oktober 2019, das Theater Phönix Linz mit „Else (ohne Fräulein)“ des Dramatikers Thomas Arzt. In Schnitzlers innerem Monolog von 1924 begehrt die 15-jährige Protagonistin Else gegen die Autoritätsverhältnisse. Thomas Arzt modernisiert die Novelle über Macht und Verführung, Entblößung und Scham nach bald 100 Jahren und bricht mit der klassischen Version. Er teilt den Charakter der jungen Else, die in einem permanenten Dilemma steckt, auf drei Frauen auf, die in der modernen Version in ihrer Entscheidung hin und her gerissen ist und entscheiden muss, ob sie auf das unmoralische Angebot eines alten Mannes eingeht, um ihrem in finanziellen Nöten steckenden Vater zu helfen. Wir erleben drei Else-Schauspielerinnen, die ständig aneinander verzweifeln und in einem Textteppich miteinander und gegeneinander anrennen. Henriette Heine gibt die frühreife, zornige und couragierte Else, Maria Lisa Huber repräsentiert Elses nach Anerkennung strebende, schüchterne, angepasste Seite, und Soffi Schweighofer zeigt die Ängste und Zweifel in diesem jungen Mädchen.

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Wie herausfordernd kann das Leben doch sein - Joan Didion am Vorarlberger Landestheater
Eindrucksvoll: Heidi Maria Glössner. Foto: Severin Nowacki
Theater
13.10.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

„Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört plötzlich auf.“ Neun Monate nach dem Tod ihres Mannes, des berühmten Journalisten und Autors John Gregory Dunne, ist dies einer der ersten Sätze, die Joan Didion schreibt. Das Vorarlberger Landestheater präsentierte gestern ihr großartiges Stück „Das Jahr magischen Denkens“, die Aufarbeitung des Verlusts eines geliebten Menschen und Lebenspartner. Regisseur Wolfgang Hagemann hat den Text mit der Schweizer Schauspielerin Heidi Maria Glössner in einer Kooperation des Landestheaters mit dem Theater an der Effingerstrasse in Bern erarbeitet.

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„Bin noch in Tanger und darf nicht reisen. Therese.“ – Die Geschichte der österreichischen Tänzerin Therese Zauser. Ein biographisches, multimediales Theaterprojekt mit internationalen Verbindungen
Therese Zauser, in zwei Figuren aufgeteilt, Laura Mitzkus und Peter Bocek (Foto: Mark Mosman)
Theater
06.10.2019 Peter Niedermair

Gestern Abend, 5. Oktober erlebte ein hörbar begeistertes Publikum die Premiere des Stücks um die Protagonistin Therese Zauser in jener Stadt, in der sie 1910 geboren wurde - im Montforthaus Downtown Feldkirch. Der Weg dorthin lohnt, der Text Nadine Kegeles ist faszinierend, klug und anspruchsvoll, Brigitte Walks Inszenierung und strukturelle Komposition auf der Folie der politischen und kulturellen Geschichte überzeugend. Alles in allem eine Glanzleistung, vor allem auch das Schauspiel von Laura Mitzkus und Peter Bocek, die die zweigespaltene Figur der Therese Zauser geben.

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„Identität Europa“ im TAK: „Ich brauche Luft um zu brennen“
Thomas Beck als "Braut Schweiz" und Christiani Wetter als Schauspielerin aus "Luxemburg"
Theater
28.09.2019 Anita Grüneis

„Identität Europa“ heißt das Schauspiel, das kürzlich im TAK Theater Liechtenstein uraufgeführt wurde. Acht Autoren aus acht Ländern schrieben acht Kurzstücke, in die sie ihre Vorstellung einer europäischen Identität packten. Für diese Produktion spannte das TAK mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar und Les Théâtres de la Ville de Luxembourg zusammen. Inszeniert haben Katrin Hilbe und Rafael D. Kohn, gespielt wurden die Stücke von Thomas Beck, Katharina Hackhausen, Krunoslav Šebrek und Christiani Wetter.

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Ein bemerkenswert konzentriertes Theaterereignis – „Cold Songs: Rom“ am Vorarlberger Landestheater
Beeindruckender BürgerInnenchor
Theater
23.09.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Einen Theaterabend, der nicht nur wegen seiner Form außergewöhnlich war, sondern auch durch seinen Titel bzw. Untertitel „Cold Songs: Rom“ und „Hey Demokratie, bist du noch zu retten“ neugierig machte, gab es am vergangenen Samstag in Bregenz zu sehen und zu erleben. Die im Vorarlberger Landestheater am 21. September gefeierte Premiere der zwei Shakespeare Dramen „Coriolanus“ und „Julius Caesar“, erweitert durch den zeitgenössischen Text „Der ideale Staat in mir“ von Bettina Erasmy, wurde zu einer Auseinandersetzung mit der heutigen politischen Situation inkl. integriertem Publikums-Picknick und -Debatte. Das Ganze dauerte immerhin knapp fünf Stunden, für Theaterbegeisterte nicht wirklich viel, besonders dann, wenn das Gesehene und Erlebte spannend und unterhaltsam ist. Die Herausforderung lag bei den Regisseuren der Shakespearedramen, standen ihnen doch nur je fünf SchauspielerInnen zur Verfügung sowie ein vorgegebener zeitlicher Rahmen von 90 Minuten.

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Schlösslekeller Vaduz: Ein furioser Abend mit Athol Fugards „Hallo und Adieu“ 
Dominik Roeske und Sarina Rhyner spielen das Geschwisterpaar in Athol Fugards Stück "Hallo und Adieu"
Theater
21.09.2019 Anita Grüneis

Zum Saisonauftakt zeigte der Schlösslekeller Vaduz die liechtensteinische Erstaufführung des selten gespielten Zweipersonenstücks „Hallo und Adieu“ von Athol Fugard. Darin treffen zwei Personen in einer kleinen Wohnung aufeinander. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, sie sind sich vertraut und doch fremd. Ein spannender Dialog beginnt. Der Südafrikaner Athol Fugard schrieb sein Stück „Hallo und Adieu“ in den 60er Jahren, es geriet jedoch nach seiner deutschen Erstaufführung 1975 im Schillertheater Berlin etwas in Vergessenheit. Nun haben die beiden Schauspieler Sarina Rhyner und Dominik Roeske mit ihrer Regisseurin Bina Schroer das Werk für den Vaduzer Schlösslekeller wiederbelebt. Bei der Premiere zeigte sich, wie zeitlos das Stück ist. 

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„Führ mich in die Wohlfühlzone“
Theater
15.09.2019 Ingrid Bertel

Mario Wurmitzers Satire „Das Optimum“, uraufgeführt vom Bregenzer Theater Kosmos, thematisiert die Wahl zwischen rechtsradikalem Aktionismus und neoliberalem Start-up – und setzt gleichwohl auf sanfte Utopie.

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Von heiligen Kühen, Gartenzäunen im Kopf und originellen Befreiungsschlägen - Café Fuerte präsentiert "Das letzte Haus" von Tobias Fend
Tom (Tobias Fend) und Eleonora (Meda Banciu) träumen von einem eigenen Einfamilienhaus, Tante Lala (Danielle Green) hat aber ganz andere Pläne (© alle Fotos: Andrin Winteler)
Theater
07.09.2019 Annette Raschner

Die Wohnungs- und Mietpreise explodieren, die großen Unternehmen in Vorarlberg kaufen die Böden auf, und eine dramatische Beschleunigung bei der Herausnahme von Flächen aus der Landesgrünzone für großflächige Industrieanlagen ortet die Vorarlberger „Allianz für Bodenschutz“. Sie fordert in einer Petition an die Landesregierung eine fünfjährige Nachdenkpause für die Landesgrünzone. Die freie Kompanie „Café Fuerte“ reagiert auf ein Thema, das mittlerweile seit Jahren unter den Nägeln brennt, auf ihre – sprich: künstlerische – Art und Weise: „Das letzte Haus“ von Tobias Fend heißt ihr neuestes Stück; eine theatrale Farce mit Musicalelementen, die im Klostergarten Marienberg in Bregenz eine äußerst gelungene Open-air-Premiere feierte!

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